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Kubi-online.de mit neuen Beiträgen

30.03.2015

Seit Jahresbeginn wurden elf neue Beiträge zu Theorie, Praxis und Forschung Kultureller Bildung auf der Wissensplattform Kulturelle Bildung Online veröffentlicht. Beleuchtet werden darin u. a. Diskurse zum »Theater mit den Jüngsten – zwischen Kunst und Frühpädagogik« (Romi Domkowsky), über »Teilhabe an und Zugänge zur Kulturellen Bildung« (Eckart Liebau) oder »Sozialräumliche Aneignung als ästhetische Selbstbildung« (Benedikt Sturzenhecker).

Allen Autor_innen gemein ist die Erörterung differenzierten Wissens über Künste, Kultur und Pädagogik und die Vertiefung des Qualitätsdiskurses: beispielhaft ist hierfür die systematischen Reflexionen und kritischen Auseinandersetzung um das Verständnis von »Qualität« (Max Fuchs) und um Leerstellen in der »Wirkungsforschung« (Christian Rittelmeyer).

Als »Ästhetische Qualität in pädagogischen Prozessen. Ein Beitrag zur Strukturierung des Diskurses und als Impuls für die Forschung« übertitelt Fuchs seinen jüngsten Artikel auf Kubi-Online. Kritisch reflektiert er, dass der Begriff der Qualität sich zwar einer wachsenden Beliebtheit im Diskurs über Kulturelle Bildung erfreut, dass dabei aber die unterschiedlichen Akteure häufig Qualitätsmaßstäbe setzen, ohne ausreichend die Zusammenhänge pädagogischer Prozesse und die Problematik und Komplexität dieses normativen Vorgangs zu bedenken

»Werke und Prozesse künstlerischer Bildung im Blick der Forschung« sind das Thema des aktuellen Fachbeitrags zur Wirkungsforschung von Christian Rittelmeyer, in welchem er (so der Untertitel) »Über den methodologisch organisierten Verlust der »Objekte – und ihre Wiederentdeckung am Beispiel der Musik« reflektiert und den Bedarf nach mehr empirischen Studien mit phänomenologischen Analysen der potentiellen Bildungsgehalte von künstlerischen Objekten und Prozessen begründet. Denn leider, so seine Erkenntnis, werden die Wirkungen der künstlerischen Bildung zwar weltweit erforscht, aber es werden dabei selten die konkreten Tätigkeiten in den Blick genommen. Abstrakt ist häufig von »arts education«, »Drama Group«, »Einübung eines Musicals« usw. die Rede. Man kann jedoch, so macht es Rittelmeyer deutlich, keine fundierten Forschungserkenntnisse gewinnen, ohne eine genaue bildungstheoretisch orientierte Phänomenologie dessen zu formulieren, was unter dem Titel der künstlerischen Tätigkeiten tatsächlich passiert. Am Beispiel der Musik und unter Rückgriff auf Methoden der sprachanalytischen Ästhetik wird entsprechend herausgearbeitet, wie eine solche bildungstheoretisch begründete Phänomenologie beschaffen sein könnte.


Übersicht aller neuen Artikel im Januar/Februar 2015

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