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Das kubi-online Werkstattsymposium

16.07.2015

Am 24. und 25. Juni 2015 fand in Wolfenbüttel die dritte Tagung zur fachlichen Weiterentwicklung der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) geförderten »Online-Bibliothek« statt. Die Veranstaltung wurde von der Bundesakademie Wolfenbüttel gemeinsam mit den anderen Trägerorganisationen, der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ), der Akademie Remscheid sowie der Universität Hildesheim veranstaltet. Kubi-online, die Wissensplattform für Kulturelle Bildung, ist als digitale Weiterführung des Handbuchs Kulturelle Bildung die größte systematische Sammlung von wissenschaftlichen Fachartikeln in der Kulturellen Bildung und wird stetig aktualisiert und fortgeschrieben. Drei Themenkomplexe standen im Mittelpunkt der 3. Veranstaltung: Qualität in den Künsten, Heterogenität und informelle Lernorte Kultureller Bildung.

Thema: Qualität in den Künsten

In ihrem Impuls plädierte Lisa Unterberg (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) für eine Differenzierung unterschiedlicher Qualitätsdimensionen und -begriffe und machte deutlich, dass es sich aufgrund der spezifischen Referenzsysteme der Künste stets um ein plurales Verständnis von Qualitäten handeln müsse.

Thema: Informelle Lernorte und informelles Lernen

Dr. Barbara Hornberger (Stiftung Universität Hildesheim) setzte sich in ihrem Impuls mit den unterschiedlichen Produktions- und Rezeptionsmodi im Rahmen von informellem Lernen auseinander. In der weiteren Diskussion in den Arbeitsgruppen diskutierten die Teilnehmer_innen unter anderem, inwiefern informelle Lernprozesse unterstützt bzw. »vermittelt« werden können, welche Rahmen- und Gelingensbedingungen daran geknüpft werden müssten oder ob dies nicht einer »pädagogischen Vereinnahmung« gleichkäme.

 Thema: Heterogenität

 

Peter Tiedeken (Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg) verwies in seinen Ausführungen auf die Widersprüchlichkeit des Begriffs »Heterogenität«: Dieser enthalte die klare Forderung nach einer gelebten Vielfalt, die jedoch stets vor dem Hintergrund von demokratischen Grundwerten zu bewerten sei. Aber dürfe man deshalb Jugendliche mit rechtsextremer Ausrichtung – beispielsweise in der rechtsextremistischen Musikszene – von Angeboten der Jugendkulturarbeit ausschließen? Müsste eine inklusive Kulturpädagogik nicht auch diesen Szenen eine Teilhabe ermöglichen?
 
Das Werkstattsymposium lieferte viele wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Debatten auf der Wissensplattform kubi-online. Eine ausführliche Dokumentation der Vorträge und Workshops ist geplant. Im Juni 2016 wird die nächste Fachtagung (Thema: Grenzfälle in der Kulturellen Bildung) zu kubi-online an der Akademie Remscheid stattfinden.

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