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Fesselnder Lesestoff mit Humor und Ironie

08.08.2013

Der Schriftsteller Gerhard Henschel erhält den mit 15.000 Euro dotierten Nicolas-Born-Preis 2013 des Landes Niedersachsen. Mit dem Nicolas-Born-Debütpreis zeichnet das Land in diesem Jahr Florian Kessler aus, der ein Preisgeld von 10.000 Euro erhält. Beide Schriftsteller sind auf Empfehlung der Niedersächsischen Literaturkommission ausgewählt worden. Mit dem Nicolas-Born-Preis würdigt das Kulturministerium herausragende Schriftsteller mit Niedersachsenbezug. Mit dem Debütpreis werden literarische Talente gefördert.

Zudem hat das Land an den Hildesheimer Olms Verlag den mit 10.000 Euro dotierten Verlagspreis 2013 vergeben. Die Buchhandlung Sutmöller aus Melle erhält die mit 7000 Euro dotierte Auszeichnung „Buchhandlung des Jahres“.

„Gerhard Henschel regt seine Leser zum Nachdenken an, es gelingt ihm aber gleichzeitig, sie zu amüsieren und zu fesseln. So entsteht vor allem in seinen autobiografischen Romanen, aber auch in seinen Sachbüchern sowie in seinen Essays und Erzählungen, ein facettenreiches Bild unserer Gesellschaft im Auf- und Umbruch. Dazu stellt er beispielsweise auch literarischen Bezug zu seiner Jugend im Emsland her“, so Niedersachsens Kulturministerin Dr. Gabriele Heinen-Kljajić.

Henschel, der 1962 in Hannover geboren wurde, wuchs unter anderem in Meppen auf. Seit 1992 hat er regelmäßig Sachbücher veröffentlicht wie „Das Wörterbuch des Gutmenschen“, „Kulturgeschichte der Missverständnisse“, „Neidgeschrei“ und „Da mal nachhaken – Näheres über Kempowski“. Nach seinem erfolgreichen Roman „Die Liebenden“ – der Liebesgeschichte seiner Eltern in authentischen Briefen – begann Henschel mit dem „Kindheitsroman“ den autobiografisch geprägten Romanzyklus um den Ich-Erzähler und Protagonisten Martin Schlosser. Seine Jahre im Emsland hat er in „Jugendroman“ und „Liebesroman“ verarbeitet. In diesem nimmt er sich gesellschaftskritischen Themen an. So beschreibt er das Heranwachsen in den achtziger Jahren, die ersten Auseinandersetzungen mit den Atomkraftgegnern sowie die Zukunftsängste einer Jugend, die erste Zeichen von Veränderungen und Krisen miterlebt. Mit seinem „Abenteuerroman“ ist er aus Sicht der Literaturkommission zu neuen Ufern aufgebrochen und blickt über den Horizont hinaus, wobei auch hier Kultur in allen Spielarten eine große Rolle einnimmt. Henschels Stilmittel sind dabei Humor, Ironie und das Gespür für Unterhaltung auf hohem Niveau.

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