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»Wolfenbüttel schafft für uns den Raum, mutig zu experimentieren«

31.03.2016

Seit Ostermontag sind 13 Kulturvermittler_innen aus der Schweiz zu Gast an der Bundesakademie Wolfenbüttel. Im Rahmen von kuverum, einer Weiterbildung in Kulturvermittlung und Museumspädagogik, absolvieren sie hier das erste Modul einer 1,5-jährigen Qualifizierung. Unter dem Thema »Standort finden« brüten die Teilnehmenden derzeit über Vermittlungsvisionen am Beispiel des von der Schweizer Videokünstlerin Pippilotti Rist iniitiertem Genfer Projekt »Tram Rose«. Innerhalb des knapp einwöchigen Aufenthaltes gibt es viel zu tun: Die Teilnehmenden erhalten eine Einführung in den Bereich der Kulturvermittlung, entwickeln eigene Visionen und konkrete Projektideen, wälzen Fachliteratur und erproben Gruppenprozesse. Ein Testlabor in Wolfenbüttel, das hat uns neugierig gemacht und so stellten wir Franziska Dürr, Leiterin von kuverum, einige Fragen.

Aus der Schweiz ist es ein langer Weg, warum gerade Wolfenbüttel?
Für mich ist Wolfenbüttel »der« Ort in der deutschsprachigen Museumsszene. Hier hat Kultur und Vermittlung, insbesondere im Museumsbereich, einen wichtigen Stellenwert. Die Bundesakademie ist etwas Besonderes, sowohl hinsichtlich der Qualität der Angebote als auch der Fachkompetenz der Menschen, die hier arbeiten. Auch wenn Wolfenbüttel sehr weit weg von der Schweiz ist – es ist ein spannender Ort, verbunden mit der Vergangenheit und doch ausgerichtet auf die Zukunft.

Sie verbringen eine knappe Woche in der Bundesakademie. Was erwarten Sie von dem Aufenthalt hier?
Unvergesslichkeit (lacht). Also, ich erwarte schon, das sich die Teilnehmer von kuverum noch lange an diese Oase der Kultur und Bildung zurückerinnern werden. Für die Bundesakademie wiederum könnten kuverum und der zweite Kooperationspartner, die FH Nordwestschweiz Aarau, eine Art ständig-unbeständige Begleiter sein, diese Art der Zusammenarbeit ist schon einzigartig.

Die Zusammenarbeit zwischen kuverum und der Bundesakademie besteht bereits seit 16 Jahren. Was macht diesen Dialog aus Ihrer Sicht so besonders?
Ich schätze an der Bundesakademie als Partnerinstitution, dass sie als Ort beides miteinander vereint: Tradition und Experiment, denn: wenn irgendwo Entwicklungen im Museumsbereich passieren, dann hier. Für die Zukunft wünsche ich mir weitere gehaltvolle Treffen und dass Andreas Grünewald Steiger mal wieder zu uns in die Schweiz kommt. Unsere Zusammenarbeit beruht auf gegenseitiger Wertschätzung, die Besuche erfordern schließlich Zeit, Zeit, die wir uns gerne nehmen. Und nicht zuletzt: Wolfenbüttel schafft für uns den Raum, mutig zu experimentieren.

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