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SCHULE:KULTUR! – das ist erst der Anfang!

11.09.2017

Ende August fand im Kulturzentrum Pavillon in Hannover die Abschlussveranstaltung des zunächst auf drei Jahre angelegten Projekts SCHULE:KULTUR! statt. Doch nach Abschied klangen die Worte der niedersächsischen Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajić so gar nicht: »Ihr Einsatz ist nachhaltig. Wir haben gerade erst mit dem Thema SCHULE:KULTUR! angefangen. Da geht noch viel«, sagte sie auf der Veranstaltung.

Dieses vier-minütige Video gibt einen kleinen Einblick in das Projekt:



Die ba● war an der Konzeption des Projekts maßgeblich beteiligt und hat in Zusammenarbeit mit Akteuren aus der Schule und den beiden Ministerien die begleitenden Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen durchgeführt. Dieser Austausch, der interprofessionelle Dialog zwischen Kulturschaffenden und Lehrer_innen, ist extrem wichtig, um SCHULE:KULTUR! Projekte erfolgreich sein zu lassen. »Mit Schule und Kultur kommen zwei Felder zusammen, die nicht immer leicht zusammen zu führen sind. Es braucht viel Expertise über das jeweils andere Feld und die Strukturen, um nicht nur erfolgreiche Projekte zu gestalten, sondern eine nachhaltige kulturelle Schulentwicklung anzuregen«, sagt die Direktorin der ba● Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss.


Kurzer Steckbrief zu SCHULE:KULTUR!

3 Jahre Laufzeit (Januar 2015-August 2017)
3 Projektinitiatoren: Nds. Kultusministerium, Nds. Ministerium für Wissenschaft und Kultur und Stiftung Mercator
4 Projektpartner: LKJ, ba●, Landesschulbehörde, Behörde für schulische Qualitätsentwicklung
40 Schulleiter_innen aus ganz Niedersachsen
80 Lehrer_innen
40 Kulturpartner
1,5 Millionen Euro Finanzvolumen
10.500 Euro Projektmittel pro Schule über 2,5 Jahre
39 Fortbildungstage wurden insgesamt von der Bundesakademie veranstaltet
11 Durchlaufene Fortbildungstage pro Teilnehmer
0 Euro betrugen die Kosten für die Projektpartner. Die Weiterbildung, Verpflegung, Übernachtung und die Reisekosten waren für die Projektpartner kostenlos.

 
Abschlussveranstaltung
Die Abschlussveranstaltung war ein bunter Mix aus Reden der beiden Ministerinnen sowie der Projektbeteiligten, einer Podiumsdiskussion, einer Schul-Theateraufführung aus dem Stück »Verstehen nicht verstehen« in Kooperation mit dem Dt. Theater Göttingen, der Vorstellung einzelner Schulprojekte und Workshops zu Poetry Slam, Impro-Theater und anderen spannenden kulturellen Feldern.




Freuen sich auf eine Fortsetzung des Projekts, die Beteiligten von SCHULE:KULTUR!


Podiumsdiskussion Reinwand-Weiss

Moderator Jürgen König, Insa Lienemann (LKJ), Winfried Kneip (Stiftung Mercator), Kultusministerin Frauke Heiligenstadt, Ministerin für Wissenschaft und Kultur Gabriele Heinen-Kljajić, Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss (ba●) (v.l.n.r.) diskutierten darüber, wie man Kultur nachhaltig in den Schulalltag integrieren kann.


Lea: »Ich war vorher sehr schüchtern, aber dadurch, dass ich auf der Bühne stand und vor Publikum sprechen musste, hab ich sehr viel Selbstbewusstsein bekommen«
Frida: »Mir hat das Projekt richtig doll Spaß gemacht und es hat den Zusammenhalt in der Klasse sehr gestärkt.«
Nelly: »Das Theaterstück hat mir sehr weitergeholfen, weil ich jetzt weiß, dass ich später mal vor der Kamera stehen und Filme drehen möchte.«
Hannah: »Ich möchte später mal Moderatorin werden und deshalb hat es mir total viel Spaß gemacht auf der Bühne zu stehen.«

Kinder Theater
 
Die vier Schülerinnen Frida, Nelly, Hannah und Lea (v.l.n.r.) von der IGS Melle stehen ein wenig schüchtern vor ihrer Präsentation, freuen sich aber, heute ihr Projekt im Rahmen von SCHULE:KULTUR! vorstellen zu können. Gemeinsam mit dem Theater Osnabrück haben sie das Theaterstück »Herr der Diebe« erarbeitet. Bei der Entwicklung wirkten viele verschiedene Arbeitsgemeinschaften mit, die im Rahmen des jahrgangsübergreifenden Unterrichts in den Schulalltag integriert waren. Das Theaterstück ist eins von ganz vielen SCHULE:KULTUR!-Projekten, die gemeinsam von Schüler_innen, Lehrer_innen und Kulturpartnern umgesetzt wurden.


Lehrer
 
Wilfried Wiemer und Kerstin Gerner-Endig von der IGS Aurich stellten gleich drei Projekte vor, die in Zusammenarbeit mit der Kunstschule Miraculum entstanden sind. In den Bereichen Theater, Tanz und Film arbeiteten über 100 Schüler verschiedener Jahrgänge zusammen und konnten, verteilt auf drei Schuljahre, vielfältige Projekte präsentieren.



 
In der »Zukunftswerkstatt konnten die Schüler_innen « ihre Wünsche und Vorstellungen zum Schulleben äußern, indem sie Plakate bastelten und präsentierten.


Theater Kinder
 
Auszug aus dem Theaterstück »Verstehen nicht verstehen«. 19 Kinder aus 10 Nationen der Brüder-Grimm-Schule Göttingen arbeiteten hier anderthalb Jahre intensiv mit ihrem Kulturpartner, das Deutsche Theater Göttingen, zusammen. »Die Kinder sind Teil des Ensembles geworden«, sagte Dramaturgin Sonja Bachmann.


Jacqueline StreitProjektmitarbeiterin an der ba●: Jacqueline Streit
Die Kulturpädagogin und Kulturvermittlerin Jacqueline Streit koordinierte die Qualifizierungen für die Lehrer_innen und Kulturpartner. Die Weiterbildungen fanden abwechselnd in Meppen und in Wolfenbüttel statt.

 

 

 
Über SCHULE:KULTUR!
Zusammen mit der Stiftung Mercator haben das Niedersächsische Kultusministerium und das Ministerium für Wissenschaft und Kultur das Projekt SCHULE:KULTUR! initiiert. Die Bundesakademie für Kulturelle Bildung übernahm für dieses Projekt die Koordination der Fortbildungen. Ziel des Projekts mit einer Laufzeit von 2015 bis 12017 war, dass Kultur in den Unterricht aller Fächer hineinwirkt und zu einem lebendigen Lernprinzip und Gestaltungselement im gesamten Schulalltag wird. Um fächerübergreifend kulturelle Schulentwicklung anzustoßen und nachhaltig aufzubauen, arbeiteten Lehrer_innen aus 40 niedersächsischen Projektschulen gemeinsam mit Kultureinrichtungen intensiv zusammen.

SCHULE:KULTUR!

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