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Erklären üben mit dem Maus-Christoph: Was ist ein Lupanar?

01.04.2014

Ein Bericht von Clarissa Benning, FSJ | Kultur

Was versteht man unter Lupanar? Diese und ähnliche Fragen wurden in dem dreitägigen Seminar »Prinzip Maus. Die Kunst, einfach zu erklären« von 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erklärt. Dozent war Christoph Biemann, den jeder als Moderator der »Sendung mit der Maus« kennt. Genau, das ist der mit dem grünen Pulli. Auch ich, als Freiwillige im kulturellen Jahr, habe an diesem Seminar teilgenommen.

Zu Beginn durfte jeder etwas aus seinem eigenen Arbeitsfeld erklären. Zwei Minuten – Zeit läuft! Da wir eine bunt gemischte Gruppe waren, lernten wir sehr unterschiedliche Themen kennen. Von »Was ist eigentlich ein Pleonasmus?« über »Wie funktionieren die Schnurrhaare einer Katze?« bis hin zu »Wie entsteht eine Radierung?«

Als Zwischenübung gab es immer mal wieder die Aufgabe, Fremdwörter wie Feschaktum, Lupanar, Ozäna und Karaburan zu erklären, ohne die Bedeutung zu kennen.

Um das Prinzip Maus verstehen zu können, haben wir uns Maus-Sachgeschichten angeguckt, zum Beispiel »Wie kommt der Knick eigentlich in die Wurst?«. Dabei wurde schnell klar: eine Sachgeschichte braucht immer einen Helden. Bei der »Sendung mit der Maus« ist es Maus-Christoph, der tollpatschige, etwas verpeilte Mann im grünen Pullover, der immer wieder Antworten auf Alltagsfragen sucht.

Er holt die Zuschauer dort ab, wo sie gerade stehen, und geht mit ihnen gemeinsam auf eine Erklärreise. Bei der Wurst-Geschichte sitzt Maus-Christoph an seinem Gartentisch und beißt in eine Knackwurst. Ihm fällt der Knick in der Wurst auf, und er macht sich auf die Reise in die Wurstfabrik, um dieses Rätsel zu lösen. Die eigentliche Recherche liefert das sogenannte Schwarzbrot der Sachgeschichte. Dabei legt Christoph besonders Wert auf Verständlichkeit und Anschaulichkeit.

Am zweiten Seminartag recherchierten wir selbst und klärten Fragen rund um Wolfenbüttel. Fünf Gruppen schwärmten aus, um letzte Rätsel Wolfenbüttels zu lösen. Meine Gruppe entschied sich für die Frage: »Warum sind die Häuser so schief in Wolfenbüttel?«. Wir befragten Ladeninhaber in schiefen Häusern und gelangten zu folgender Antwort: In Wolfenbüttel fließt die Oker, sie hat viele Nebenarme. Dadurch ist der Boden morastig und die Häuser sacken ab. Ein Optiker, der seinen Laden in einem besonders schiefen Haus hat, erklärte außerdem, dass sich in seinem Haus eine Räucherkammer im ersten Stock befand und es dort früher einmal gebrannt hatte und deshalb sein Haus von außen sehr schief ist.

Die Fragen aller Gruppen konnten ausführlich beantwortet werden, und genug »Schwarzbrot« war vorhanden, sodass jede Gruppe eine anschauliche Präsentation ablieferte, unter anderem zu den Fragen: »Warum singt der Chor nicht mehr in der Trinitatiskirche?« und »Was ist ein Zunftbaum?«

Zum Schluss mussten wir die schwerste aller Fragen erklären: »Was ist Abseits?« Die Gruppen bemühten sich mit anschaulichen Präsentationen, das Abseits zu erklären. Sei es als Maus- und Elefantenteam oder als Shaun das Schaf, das Fußball spielen möchte. Letztlich hatten wir alle verstanden, was Abseits ist, jedenfalls mehr oder weniger. Und wer immer noch Probleme mit der Fußballregel hatte, durfte sich darauf verlassen: »Abseits ist, wenn der Schiri pfeift.«

 

 

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Kommentare

Anita Radi-Pentz schrieb am: 02.04.2014 16:27

Schön war es und informativ, das "Maus-Seminar". Und dein Blog-Beitrag ist es ebenso. liebe Clarissa. Herzliche Grüße von Anita, die seit dem Wochenende hinter jeder Frage einen Helden sucht, der sie erklären könnte ;)

Maria Thomassen schrieb am: 02.04.2014 22:26

Liebe Clarissa, herzlichen Dank für Deinen Beitrag. Es hat viel Spaß gemacht, sich mit einer so vielfältigen Gruppe auszutauschen und zugleich so gut gecoacht zu werden.

klebefolie anna schrieb am: 22.10.2016 17:47

Sehr interessanter Artikel. Hoffe Sie veröffentlichen in regelmäßigen Abständen solche Artikel dann haben Sie eine Stammleserin gewonnen. Vielen dank für die Informationen. Gruß Anna

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