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Schweizer Kulturvermittler »ganz Auge und Ohr« in Wolfenbüttel

28.04.2014

Am Ostermontag reisten 16 Kulturvermittler_innen aus der Schweiz nach Wolfenbüttel –  nicht um Ostereier zu suchen, sondern sich über Formen und Methoden der ästhetischen Feldforschung der Stadt und ihren Sphären zu nähern. Die Schweizer_innen sind Teilnehmende des Programms »Kuverum«, einer modular aufgebauten berufsbegleitenden Qualifizierung im Arbeitsfeld Kulturvermittlung und Museumspädagogik. Die Fortbildung beginnt mit dem ersten Modul an der Bundesakademie, sie umfasst insgesamt 45 Studientage, die verteilt sind auf 18 Monate. Nach dem nomadischen Prinzip sind die einzelnen Module nicht an einen Ort gebunden, sondern reisen zu Institutionen, an denen Kulturelle Bildung und ihre professionelle Vermittlung eine beispielhafte Rolle spielt, sei es in der Schweiz, Russland, England, Finnland oder eben auch in Wolfenbüttel.

Als Auftaktveranstaltung standen das gegenseitige Kennenlernen und die Ausbildung von individuellen Vermittlungsprojekten im Vordergrund. Angeleitet wurden sie dabei von Andreas Grünewald Steiger, dem Leiter des Programmbereichs Museum und der Leiterin des praxisorientierten Netzwerkes für Kulturvermittlung und Museumspädagogik »Kuverum«, Franziska Dürr. Begleitet und unterstützt wurden sie von Heiderose Hildebrand (Klagenfurt), Poala Claut (Bozen), Ute Lefarth-Polland (Wolfsburg), Claudia Ohmert (Emden).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Workshop begann mit verschiedenen Wahrnehmungs- und Vermittlungsübungen zum Thema in der Stadt Wolfenbüttel selbst. Dabei kam Überraschendes, Irritierendes, Anregendes und auch Fragwürdiges (im besten Sinne) zum Vorschein. Ob Kleinstpräsentationen in Fensterläden, Objects trouvées, Worte, Sätze, Symbole, unbeachtete Ecken oder Trampelpfade als anarchische Zeichen eigenständiger Wegfindungen, der Zugriff mit dem »fremden Auge« erwies sich als enormer Impuls für die folgenden intensiven Dialoge und gemeinsame Arbeiten über fünf Tage zum Thema »Standort finden«. Mit der Präsentation und Ausstellung der Sammlung und einer Exkursion zum Kunstmuseum Wolfsburg schloss das Modul am Ende der Woche ab.

 

 

 

 

 

 

 

»Kratze an der Fassade und entdecke Wolfenbüttels Stadt« war auf einem Schild zu lesen. In kleinen durchsichtigen Hüllen hatten die Teilnehmer Fassadenbröckchen gesammelt und die dazugehörige Hauswand abfotografiert.

Nächste Station der Weiterbildung »Kuverum« ist dann Bern. Dort geht es im Museum der Kommunikation unter anderem um die Anwendung neuer Techniken in der Vermittlung.

Ein Bericht von unserer Praktikantin Sandra Heinrich

Dieser Artikel wurde unter abgelegt und mit Museum, Europa, Qualifizierungsreihe verschlagwortet

Kommentare

franziska duerr schrieb am: 28.04.2014 11:20

Es ist wunderbar, dass die Zeit in Wolfenbüttel von Sandra Heinrich leise von aussen begleitet und hier aufgeführt wurde. Danke für die Sorgfalt.

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