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Blog der Bundesakademie Wolfenbüttel -


31. August 2012

Kultureller Inkubator Wolfenbüttel

Kultureller Inkubator – Vom passiven Beobachter zum kulturellen Akteur und Mitgestalter

unter diesem Titel treffen sich vom 6. – 13. September 25 junge Menschen aus Osteuropa und Deutschland in der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Sie gehören unterschiedlichen Gruppen bürgerschaftlich aktiver junger Menschen an und engagieren sich in kulturellen Netzwerken wie z.B. der Goethe-Guerilla und Kulturweit. Sie kommen aus Budapest (Ungarn), Vilnius (Litauen), Belgrad (Serbien), Sarajevo (Bosnien) und Deutschland. Die internationale Werkstatt bietet u.a. Möglichkeiten zur Vernetzung, zum fachlichen Austausch und enthält eine Fortbildung zum Thema alternative Stadtentwicklung und den damit verbundenen (gesamteuropäischen) Problemen wie z. B. Armut, soziale und kulturelle Marginalisierung oder auch Umweltprobleme wie Lärm oder Müll.
Die Teilnehmenden gehören überwiegend zur Goethe-Guerilla, einer 2010 in Belgrad vom Goethe-Institut eingerichteten erfolgreichen Plattform für junge kreative Menschen. Durch diese Plattform hat das Goethe-Institut alternative Wege beschritten, um deutsche Kultur der jungen Generation in Süd- und Osteuropa näher zu bringen und sie gleichzeitig zur vernetzten kulturellen Zusammenarbeit zu animieren. Die Projekte, die die Goethe-Guerilla organisiert und durchführt, stehen im engem Zusammenhang mit den gesellschaftlichen Problemen vor Ort und geben ein Beispiel, wie dank der Initiative junger Menschen ein eher passives Umfeld verändert werden kann. Die Teilnehmenden sind alle Stundenten (Bildende Kunst, Design, Film, Musik, Germanistik, Philosophie, Psychologie …) mit sehr unterschiedliche Interessen. Weitere Informationen zur Goethe-Guerilla erhalten Sie hier: http://bit.ly/O8yoBH (weiterlesen …)

16. August 2012

Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa

Programmjahr 2011/2012
Seminar: Strategien für die berufliche Zukunft
vom 12. bis 16. August 2012 in Wolfenbüttel
Leitung: Desirée Förster, Darius Polok Mitost e.V.

Die Robert Bosch Stiftung lädt jährlich zwölf ausgewählte Stipendiaten aus Mittel- und Osteuropa zu einer dreizehnmonatigen Qualifizierung im internationalen Kulturmanagement nach Deutschland ein. Während ihres einjährigen Aufenthaltes in Deutschland absolvieren die Kulturmanager eine praxisbezogene Fortbildung im internationalen Kulturmanagement. In mehreren Fortbildungsseminaren vertiefen sie ihr Wissen über Projektplanung, Teamarbeit, Fundraising, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kulturmarketing. Der zwölfmonatige Aufenthalt der Kulturmanager in Deutschland beginnt jeweils im Oktober.
Zwei Monate vor Abschluss des Stipendiums fand nun im siebten Jahr das fünfte Seminarmodul in Wolfenbüttel an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Kooperation mit dem Programmbereich Bildende Kunst statt. Themenbereiche des Seminars waren u.a. Strategien für die berufliche Zukunft, mit Reflexion und Zielformulierungen und einem Ausblick auf die Rückkehr, Projektabrechung sowie die Planung der Abschlusspräsentation Mitte Oktober. Mit einem ganztägigen Besuch auf der dOCUMENTA in Kassel endete das Seminar. Eine Besonderheit in diesem Jahr: dass „unser“ Kulturmanager Nikola Markovic aus Belgrad nicht nur Seminarteilnehmer war, sondern auch die Gastgerberrolle übernehmen konnte.

Das gesamte Programm Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa wird von MitOst e. V. durchgeführt, ein Verein für Sprach- und Kulturaustausch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Der Verein wurde von Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung gegründet und hat inzwischen 1700 Mitglieder in 40 Ländern. Seit 1996 unterstützt MitOst die Vernetzung von ehemaligen und aktuellen Stipendiaten und trägt mit eigenen Projekten und verschiedenen Programmen von Stiftungen bei zur Völkerverständigung in Mittel-, Ost- und Südosteuropa.
http://bit.ly/NrS1bH

1. August 2012

Noch deutsche Teilnehmende gesucht: Internationale Werkstatt „Kultureller Inkubator“ an der Bundesakademie

Deutsche Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gesucht für die Internationale Werkstatt „Kultureller Inkubator“ vom 6. bis 13. September 2012 in der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel!

Unter dem Thema „Kultureller Inkubator“ treffen sich insgesamt 25 junge Menschen aus Osteuropa und Deutschland zu einer einwöchigen Werkstatt in der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel. Sie gehören zu unterschiedlichen Gruppen bürgerschaftlich aktiver junger Menschen und bestehender Netzwerke (“Goethe-Guerilla” und “kulturweit”) und kommen aus Budapest (Ungarn), Vilnius (Litauen), Belgrad (Serbien) und Sarajevo (Bosnien) und Deutschland. Für deutsche Teilnehmende stehen noch vier Plätze zur Verfügung.

Die Werkstatt bietet eine Plattform für Kreativität, Vernetzung, fachlichen Austausch zum Thema alternative Stadtentwicklung und den dahinter stehenden, gesamteuropäischen Problemen: wie z. B. Armut, soziale und kulturelle Marginalisierung und Umweltprobleme wie Lärm oder Müll. Zum genannten Thema haben sie die Möglichkeit, ihre Ideen mit anderen Teilnehmenden in internationalen Teams weiterzuentwickeln. Unter Anleitung qualifizierter Dozenten können sie ihre Aktivitäten in kleineren Projekten vor Ort gemeinsam verwirklichen. Sie steigern ihr eigenes Gespür für Gemeinsamkeiten und Vielfalt in Europa und gleichzeitig werden interkulturelle Spuren in der Kleinstadt Wolfenbüttel entstehen. (weiterlesen …)

10. Juli 2012

Fachliteraturtipp zum Thema Inklusion in der Weiterbildung

Stroh, Claudia: Lässt sich Inklusion in der Weiterbildung sichtbar machen? Eine Machbarkeitsstudie zur Anwendung von Indikatoren der Inklusion im Bereich Migration . Welche Qualitätskriterien sind für die institutionelle Erwachsenenbildung im Bereich Migration maßgeblich, damit Inklusion durch Weiterbildung erreichbar wird? Das Vorgehen von Claudia Stroh beinhaltet ein sogenanntes Best-Practice-Verfahren, .Anhand dieser Fälle erarbeitet die Autorin, wie auf Migrant/inn/en spezialisierte Weiterbildungseinrichtungen ihre Arbeit didaktisch am besten umsetzen können. Bonn 2012, 211 Seiten download: http://bit.ly/Mft2Tp

8. Juni 2012

Ideeninitiative “Integration durch Musik”

Die Liz Mohn Kultur- und Musikstiftung unterstützt mit 50.000 Euro die Entwicklung und Umsetzung neuer Projektideen für das Miteinander von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund. „Wir suchen wieder praktische Beispiele mit Vorbildfunktion, wie Integration gelingen kann. Dabei soll die Musik im weiteren Sinne als Mittel zur Zielerreichung eingesetzt werden.“ Projekte müssen neu sein und dürfen noch nicht begonnen haben. Bewerbungsschluss: 15. August 2012; Preise 15 x max. 5.000,- €.
Mehr hier: http://bit.ly/Nm7mcd

9. Mai 2012

EU News: Förderung von künstlerischen Kooperationsprojekten zwischen Asien und Europa

Die Asien-Europa-Stiftung (ASEF) und das Netzwerk der Künste in Asien (ANA) fördern in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Netzwerk Trans Europe Halles Kooperationsprojekte zwischen Kulturakteuren aus Asien und Europa. Die Ausschreibung richtet sich an gemeinschaftliche künstlerische Projekte, die den europäisch-asiatischen Dialog auf zivilgesellschaftlicher Ebene intensivieren und insbesondere der kulturellen und interkulturellen Zusammenarbeit dieser beiden Schwerpunktregionen neue Impulse verleihen. An den Projekten müssen mindestens zwei Partner teilnehmen, von denen einer aus einem europäischen ASEM-Land (u.a. Deutschland) stammen muss und ein Partner aus einem asiatischen ASEM-Land. Einreichfrist: 30. Juni 2012 http://bit.ly/KCHWRk

11. Juli 2011

Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa

Programmjahr 2010/2011
Seminar: Strategien für die berufliche Zukunft vom 1. bis 5. Juli 2011 in Wolfenbüttel unter der Leitung von Desirée Förster, Darius Polok Mitost e.V.

Die Robert Bosch Stiftung lädt jährlich zwölf ausgewählte Stipendiaten aus Mittel- und Osteuropa zu einer dreizehnmonatigen Qualifizierung im internationalen Kulturmanagement nach Deutschland ein. Während ihres einjährigen Aufenthaltes in Deutschland absolvieren die Kulturmanager eine praxisbezogene Fortbildung im internationalen Kulturmanagement. In mehreren Fortbildungsseminaren vertiefen sie ihr Wissen über Projektplanung, Teamarbeit, Fundraising, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Kulturmarketing. Der zwölfmonatige Aufenthalt der Kulturmanager in Deutschland beginnt jeweils im Oktober.

Drei Monate vor Abschluss des Stipendiums fand das fünfte Seminarmodul in Wolfenbüttel an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Kooperation mit dem Programmbereich Bildende Kunst statt. Themenbereiche des Seminars waren u.a. Rückblick auf das Stipendienjahr und Ausblick auf die Rückkehr, Präsentation und Moderation, Drittmitteleinwerbung und Budgetplanung sowie die Planung der Abschlusspräsentation. Dabei arbeiteten die Kulturmanager mit zwei externen Referenten: der Trainerin und Beraterin Bea Schramm aus Berlin und dem Berater Andreas Knoth von socius, Organisationsberatung GmbH Berlin.

Das gesamte Programm Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa wird von MitOst e. V. durchgeführt, ein Verein für Sprach- und Kulturaustausch in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Der Verein wurde von Stipendiaten der Robert Bosch Stiftung gegründet und hat inzwischen 1700 Mitglieder in 40 Ländern. Seit 1996 unterstützt MitOst die Vernetzung von ehemaligen und aktuellen Stipendiaten und trägt mit eigenen Projekten und verschiedenen Programmen von Stiftungen zur Völkerverständigung in Mittel-, Ost- und Südosteuropa bei. www.moe-kulturmanager.de

Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa

Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa in Wolfenbüttel

30. Juni 2011

Wie ich mal was Interkulturelles lernte:

In Hannover, beim diesjährigen Sommerfest der niedersächsischen SPD, kam ich ins Gespräch mit einem Afrikaner (der übrigens schon seit 20 Jahren in Deutschland lebt). Als er hörte, dass ich aus Wolfenbüttel kam, sagte er: “Ja, das ist ja auch eine von diesen alten Städten. Ihr habt hier so viele alte Städte, manche schon tausend Jahre alt. Das ist ja furchtbar.” “???”, war mein Gesichtsaudruck. Und ich sagte, wir fänden das eigentlich gar nicht so schlecht. Wir wären sogar stolz darauf. Daraufhin er: “Aber das ist doch schlimm, wenn sich nichts ändert. Da bleibt man doch immer in schlechten Erinnerungen gefangen. In meiner Tradition – ich stamme aus einem Land, wo wir Nomaden waren – findet man es richtig, auch Häuser und Dörfer und Städte immer mal wieder abzureißen und neu zu bauen. Dann kann man auch neu denken und neu fühlen.” Dann wandte er sich neuen Gesprächspartnern zu und ich blieb – ein bisschen grübelnd – zurück.
So erlebt von Karl Ermert

16. März 2011

“Die Ruhe im Sturm”

Vor ein paar Tagen unter dem Eindruck des Tsunami e-mailte ich Yoko Tawada, der Schriftstellerin, die in Japan berühmt und hier auch inzwischen gut bekannt ist. Wir kennen uns seit fast 20 Jahren, ebenso lange kommt sie immer wieder gerne nach Wolfenbüttel in die Akademie. Bei einem Ihrer ersten Auftritte in Wolfenbüttel lernte ich ihre Eltern aus Tokio kennen. Gelegentlich treffen wir uns in Berlin oder anderswo. Ich schieb ihr also und fragte nach der Familie, bedauerte das große Unglück ihres Volkes, was in meinen Augen die Welt verändern könnte. Natürlich bekam Yoko Tawada, die Weitgereiste, zahllose ähnlicher E-Mails von überallher, weshalb ihre Antwort nun im Tagesspiegel und in der ZEIT zu lesen ist: Japanische Kultur: Die Ruhe im Sturm http://www.zeit.de/kultur/2011-03/japan-katastrophe-tawada
“Das Wort Katastrophe klingt in japanischen Ohren anders als in deutschen. Die Schriftstellerin Yoko Tawada erklärt die Gelassenheit, mit der Japaner dem Unglück begegnen.”
In dem Zusammenhang empfehle ich auch das erhellende Interview mit der Geschäftsführerin der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Düsseldorf im DLF http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/03/16/dlf_20110316_0651_4466f35c.mp3

13. September 2010

Selbstverständlich | Migrationskulturen in Theater und Theaterpädagogik

Fachtreffen | Donnerstag, 21. – Freitag, 22. Oktober 2010
Der Umgang mit Migrationskulturen bildet sich keineswegs selbstverständlich und sinnfällig ab in den Institutionen der Kultur und kulturellen Bildung, auch wenn dieses als ein Anspruch unserer Einwanderungsgesellschaft erhoben wird. Theater, Theaterpädagogik, auch die Kinder- und Jugendliteratur als ein Beispiel für die Querverbindungen zu anderen Formaten kultureller Bildung nehmen sich mittlerweile dieser gesellschaftlichen Herausforderung an und erarbeiten und entwickeln Ausdrucksformen, Darstellungsstrategien und Aufführungsformate. Geht es auch darum, die eigene kulturelle und kulturvermittelnde Praxis kritisch vor der Folie von Migration und Integration zu reflektieren und sich selbst als Teil einer multikulturellen, sich dynamisch entwickelnden Gesellschaft zu verstehen. (weiterlesen …)