MUSIK

  

 

Tagungen

   

MU 8

Von der Klangkultur zur Gesprächskultur | Kommunikation im Orchester

KD 2

Cultural Correctness | Die interkulturelle Identitätsfalle

MU 21

Bastard Weltmusik  | Cultural Diversity zwischen Musikmarkt und Kunstförderung

MU 27

Vision Musikvermittlung - Konzertleben für alle Generationen gestalten  Neu im Programm

   

Praxis der Musikerziehung & Musikpädagogik

MU 2

Elementares Musizieren in der Kita

MU 3

Musik in der Grundschule

MU 7

Musikerziehung in Gemeinde und Gesellschaft

MU 19

Musikerziehung in Gemeinde und Gesellschaft - Neubeginn!

MU 24

Musik in der Grundschule - Neubeginn!

 

 

Chorpraxis

MU CB

Chorleitung Stufe B | Neubeginn!

MU 4

Voicings for Voices | Arrangieren für Jazz- und Popchor

MU 28

Voicings for Voices | Arrangieren für Jazz- und Popchor

MU 29

Voicings for Voices | Arrangieren für Jazz- und Popchor  Zusatzseminar

MU 6

FELIX-Kriterien in der Anwendung | Workshop-Tagung zu Fragen der Qualität in FELIX-Beratung und -Vergabe

MU KB

Kinderchorleitung Stufe B

MU 13

Lebendiger Kinderchor | Aspekte kreativer Vokalarbeit mit Kindern

MU 15

Vom bewussten Singen | Stimmbildung im Chor

MU JB

Jazz- und Popchorleitung Stufe B | Neubeginn!

MU 18

Stimmbildung im Chor | Schwerpunkt: Vom Einsingen zur integrierten Probenarbeit

 

 

Instrumentalpraxis

MU 1

Seminar für Klarinette

MU 17

Musiker auf die Straße! | Ein fröhlich-altmodisches Experiment zur Präsentation eigener musikalischer Ideen und der eigenen Haut

MU 26

Schallplattenkonzert | Archäologische Klangforschung mit einem alten Neuen Medium

 

Praxis der Musikvermittlung & Konzertpädagogik      (aktueller Flyer zum Download hier)

LI 1

Prinzip Maus | Die Kunst, einfach zu erklären

MU 5

Orchester im Klassenzimmer | Training für Berufsmusiker im "Außendienst"

MU 10

Neue Aufführungsformate 1: Das Concerto recitativo | Dramaturgien für eine lebendige und publikumsorientierte Präsentation klassischer Musik

M 19

Texte für die Öffentlichkeit | Prinzipien des leserorientierten Textens

MU 12

Musikvermittlung im kirchlichen Bereich

TH 7

Tanztheater | Szenische Choreografien für die Bühne

TH 8

Sprechen | Sprechhaltung und Sprachgestaltung

MU 14

Erlebnis Zuhören | Anstiftungen zu einem wieder zu entdeckenden Sinn

TH 13

Musikalisches Inszenieren | Vom Grundhandwerk zum Theaterabend

PMO 8

Präsentation und Person | Zur Entwicklung der eigenen Wirkung

MU 20

Orchester im Klassenzimmer | Training für Berufsmusiker im "Außendienst"

MU 22

Musikvermittlung im kirchlichen Bereich | Neubeginn!

MU 25

Neue Aufführungsformate 2: Das Wissenschaftskonzert | Dramaturgien für eine lebendige und publikumsorientierte Präsentation klassischer Musik

 

 

Musikmanagement

PMO 1

Fundraising | Wege zur Akquise von Ressourcen

M 18

Beziehungs-Weisen | Über den richtigen Umgang mit Stiftungen

PMO 4

Die Motivationsmaschine | Work-Life-Balance für gestresste Vielarbeiter im Kulturbetrieb

MU 11

Grundlagen des Orchestermanagements

M 24

Self-Reloaded | Austausch und kollegiale Beratung zur Neujustierung im Beruf

LI 22

Journalistisches Schreiben - Zeitschriften machen

M 29

Selbst und ständig | Strategien des Selbstmarketings für Freiberufler im Arbeitsfeld Kultur

PMO 12

Change Management | Veränderungsprozesse produktiv gestalten

MU 30

Gesprächskultur im Orchester

 

 

Der bei den Veranstaltungen angegebene Kostenanteil umfasst, wenn nicht anders angegeben, Vollpension und Kursgebühr.
Über mögliche Rabatte können Sie sich in den Anmeldebedingungen informieren.

Die Kurse beginnen, wenn nicht anders angegeben, am ersten Seminartag um 16 Uhr und enden am letzten Seminartag um 14 Uhr.

Alle Seminare, Tagungen und Qualifizierungsreihen sind offen für Teilnehmer aus dem europäischen Ausland.

 


 

MU CB

1. Phase: 2. - 6. Januar 2010
2. Phase: 24. - 28. Juni 2010
3. Phase: 8. - 12. Oktober 2010
Chorleitung Stufe B - Neubeginn!

 

 

 
 

Chorleitung Stufe B - Neubeginn!
8. Berufsbegleitender Lehrgang in sechs Phasen
Leitung: Prof. Dr. Bodo Bischoff, Andreas Cessak, Silke Hähnel-Hasselbach, Markus Lüdke, Wolf-Rüdiger Spieler, Sven Stagge
Kostenanteil: 348,- € pro Phase (inkl. Ü/VP)
Pauschalpreis für alle Phasen bei einmaliger Zahlung vor Antritt der 2. Phase nur 1.938,- €
Materialkosten: einmalig 20,- €
Anmeldeschluss für Phase 1: 2. Dezember 2009
1. Phase: 2. - 6. Januar 2010
2. Phase: 24. - 28. Juni 2010
3. Phase: 8. - 12. Oktober 2010
4. Phase: 27. - 31. Januar 2011
5. Phase: 10. - 14. Juni 2011 (Pfingsten)
6. Phase: 30. September - 4. Oktober 2011

Der Lehrgang wird veranstaltet von der Bundesakademie Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC). Ergänzend und weiterführend siehe MU JB, MU KB, MU 15, MU 18

 

 

  

Die Chorleitung der Stufe B ist als weiterführende Qualifizierung und Aufbaufortbildung für Chorleiterinnen und Chorleiter angelegt, die bereits über solide Grundfertigkeiten des Dirigierens und Chorleitens verfügen. Als Nachweis hierfür gilt die erfolgreich abgelegte Chorleitungsprüfung der Stufe C nach der Lehrgangs- und Prüfungsordnung des Landesmusikrates Niedersachsen oder einer vergleichbaren Ausbildung. Weitere Voraussetzungen sind die Leitung eines Chores (spätestens mit Beginn der Fortbildung) sowie elementare Fertigkeiten im Klavierspiel.

Im Zentrum des berufsbegleitenden Lehrgangs stehen Stilistik, Interpretation und Vermittlung von Chormusik unter Einbeziehung der chorischen Stimmbildung. Gearbeitet wird an ausgewählter mehrstimmiger Literatur für gemischten Chor a cappella aus unterschiedlichen Epochen, darunter neben ›klassischen‹ Werken auch Chormusik des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Inhalte im Einzelnen sind: Gesang und Stimmbildung, Dirigieren (als Entwicklung eines ganzkörperlichen Ausdrucksvermögens), Probenvorbereitung, Probenmethodik, Gehörbildung (Vom-Blatt-Singen, Intonation, Fehlerhören, innere Klangvorstellung beim Lesen von Partituren), Analyse (Verständnis für Spannungsverläufe, die "Dramaturgie" der einzustudierenden Literatur als Grundlage einer jeden assoziationsreichen Vermittlung), Literaturkunde und Programmgestaltung sowie chorpraktisches Klavier- und Partiturspiel.

Der sechsphasige Lehrgang erstreckt sich über eine Dauer von ca. zwei Jahren und endet mit einer Abschlussprüfung, die bei Erfolg mit einem Zertifikat bescheinigt wird. Ein Quereinstieg ist nur noch in der zweiten Phase nach Absprache und mit entsprechender Vorbildung möglich.

Nähere Angaben zu Kursinhalten und Dozenten finden Sie hier in unserem Flyer.

Den Fragebogen zur Anmeldung finden Sie hier.

 

 

MU 1
11. - 15. Januar 2010
Seminar für Klarinette
     

Seminar für Klarinette
11. - 15. Januar 2010
Leitung: Ekkehardt Feldmann, Martina Beck
Kostenanteil: 342,- € (inkl. Ü/VP),
Anmeldeschluss: 14. Dezember 2009

Im Zentrum des Seminars stehen Kammermusik und Ensemblespiel sowie der Austausch insbesondere über neuere Literatur und die praktische Arbeit daran. Alte und ausgefallene ebenso wie neue oder populäre Werke für eine oder mehrere Klarinetten werden vorgestellt, gesichtet und in Gruppen verschiedener Größe erprobt. Die Literatur wird weitgehend von den Dozenten ausgewählt und gestellt, jedoch sind Vorschläge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ausdrücklich erwünscht.

Um das Spektrum der Ensemblearbeit möglichst abwechslungsreich gestalten zu können, wird um das Mitbringen von Nebeninstrumenten wie Es-Klarinette, Altklarinette, Bassetthorn, Baß- oder Kontrabaßklarinette gebeten.

Das Kursprogramm wird ergänzt durch persönliche Beratung, Möglichkeiten des (offenen) Einzelunterrichts sowie eine Einführung in den Mundstückbau von Heinz Viotto, der auch ausgiebig Gelegenheit geben wird, seine Mundstücke auszuprobieren. Die Ergebnisse der Arbeit werden in einem Abschlusskonzert am letzten Kursabend vorgestellt.

Das Seminar ist konzipiert für Stimmführer aus Musikkorps der Bundeswehr. Darüber hinaus sind Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus Blasorchestern sowie dem Konzert- und Unterrichtsbereich herzlich willkommen.

Ekkehardt Feldmann, Düren, ist stellv. Soloklarinettist im Gürzenich Orchester Köln. Darüber hinaus leitet er Kammermusikkurse (u. a. für die Jeunnesses Musicales) und unterrichtet im Lehrauftrag an der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf sowie beim Ausbildungskorps in Hilden.

Martina Beck, München, ist Bassklarinettistin beim Bayerischen Staatsorchester, München. Außerdem gibt sie Kurse (wie z.B. den Probespielkurs für Nebeninstrumente) und leitet Workshops und Probenseminare.

 

 
LI 1
15. - 17. Januar 2010
Prinzip Maus
      

Prinzip Maus
Die Kunst, einfach zu erklären
15. - 17. Januar 2010
Leitung: Christoph Biemann, Dr. Olaf Kutzmutz
Nähere Angaben beim
Programmbereich Literatur unter LI 1.

Das Seminar wirbt für einfaches, aber nicht vereinfachendes Sprechen und Erklären. 

 

 

MU 2
4. Phase: 28. - 31. Januar 2010
Elementares Musizieren in der Kita
      

Elementares Musizieren in der Kita
1. Berufsbegleitender Lehrgang in vier Akademiephasen
4. Phase: 28. - 31. Januar 2010
Leitung: Prof. Dr. Barbara Stiller
Der Lehrgang wird veranstaltet vom Verband deutscher Musikschulen (VdM) in Verbindung mit der Hochschule für Künste Bremen und der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel.

 

    

 

Das Modellprojekt zielt auf eine Ausweitung professioneller elementarer Musikerziehung auf die Bereiche Kindergarten und Kita sowie die Arbeit mit Kindern bis zum Schuleintrittsalter. Lehrkräfte an Musikschulen des VdM, die im Grundstufenbereich tätig sind, sollen die Befähigung zur Ausgestaltung einer inhaltlich und organisatorisch gelingenden Kooperation mit einer Kindertagesstätte erlangen.

Ein Quereinstieg in diesen Lehrgang ist nicht mehr möglich.

Nähere Angaben zu Kursinhalten und Dozenten über den Verband deutscher Musikschulen e.V. (VdM), Herrn Stephan Schmitz, Plittersdorfer Str. 93, 53173 Bonn, Tel. 0228/95706-22, E-Mail schmitz@musikschulen.de, www.musikschulen.de/projekte/mbvaa/index.html.

 

 

MU 3
3. Phase: 1. - 5. Februar 2010
4. Phase: 1. - 3. August 2010
Musik in der Grundschule
      
Musik in der Grundschule
1. Berufsbegleitende Fortbildung für niedersächsische Neigungslehrkräfte in vier Phasen
3. Phase: 1. - 5. Februar 2010
4. Phase: 1. - 3. August 2010
Leitung: Marion Heuer, Markus Lüdke sowie weitere Fachdozenten und -referenten
       

 

Die Qualifizierungsmaßnahme wird in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und dem Niedersächsischen Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung (NiLS) durchgeführt. Ein Quereinstieg in diese Fortbildung ist nicht mehr möglich. Im Herbst 2010 startet ein neuer Kurs - siehe unter MU 24.

 

 

MU 4
2. - 5. Februar 2010
Voicings for Voices
Ausgebucht! Für Interessenten ist unter MU 28 ein Zusatzangebot eingerichtet.     

Voicings for Voices
Arrangieren für Jazz- und Popchor
2. - 5. Februar 2010
Leitung: Oliver Gies
Kostenanteil: 290,-€ (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 5. Januar 2010
Ergänzend und weiterführend siehe MU JB

Das Seminar bietet vertiefende Übungen für das Handwerk wie die "Kunst" des Arrangements. Dabei steht eine einfache Frage im Vordergrund: Wie setze ich etwas optimal für Stimmen um? Zur Beantwortung werden u. a. Themen wie Jazz- und Popharmonik, Satztechnik, Stilistik, Rhythmus, Sanglichkeit, Prägnanz und Form behandelt. Zugleich wird die anzustrebende Einstudierung mit bedacht. Es geht also auch darum, wie ein Arrangement den späteren Probenfluss begünstigen kann. Hierzu gibt es Tricks und Hilfestellungen zur Stimmbildung, zum Ensembleklang, zur Phrasierung und Probenmethodik sowie Hinweise auf mögliche Problemquellen, die vorausschauend bereits beim Arrangieren zu umgehen sind.

Gearbeitet wird an vorgegebenen Aufgabestellungen, ausgewählten Jazzstandards und Popsongs sowie von den Teilnehmenden eingebrachten Arrangierprojekten. Daneben wird das Singen selber nicht zu kurz kommen. Klangbeispiele und eine umfangreiche Notensammlung runden das Programm ab.

Vorerfahrungen im Arrangieren sowie Kenntnis in Musiktheorie und Jazzharmonielehre werden vorausgesetzt.

Oliver Gies, Hannover, Gründungsmitglied, künstlerischer Leiter und Bariton der international prämierten Gesangsformation MAYBEBOP, die sowohl live mit 140 Konzerten im Jahr bundesweit zu überzeugen weiß als auch mit lebendigen und abwechslungsreichen CDs. Darüber hinaus synchronisiert er Trickfiguren, schreibt Theatermusiken, ist Produzent mit eigenem Studio, arrangiert Musik für alle Besetzungen und arbeitet als Workshopdozent u. a. für Popchorleitung. Weitere Informationen unter www.maybebop.de.

 

 
PMO 1
17. - 19. Februar 2010
Fundraising. Wege zur Akquise von Ressourcen
      

Fundraising. Wege zur Akquise von Ressourcen
17. - 19. Februar 2010
Dozentin: Bettina Pelz
Nähere Angaben beim Bereich Präsentation Management Organisation unter PMO 1.

Das Seminar gibt einen Überblick über verschiedene Möglichkeiten zur Akquise von Ressourcen sowie Hinweise zum Umgang mit den Erwartungen, die mit der Bereitstellung dieser Ressourcen verbunden werden.

 

 
M 18
26. - 28. Februar 2010
Beziehungs-Weisen
      

Beziehungs-Weisen
Über den richtigen Umgang mit Stiftungen
26. - 28. Februar 2010
Leitung: Linda Anne Engelhardt, Dr. Andreas Grünewald Steiger
Nähere Angaben beim
Programmbereich Museum unter M 18.

In diesem Seminar vermitteln wir Ihnen Handreichungen und geben Beispiele für die Etiquette, den Dialog und die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Kulturstiftungen - vom Konzept über die Antragsstellung bis zur Abrechnung und Dokumentation.

 

 

MU 5
28. Februar - 2. März 2010
Orchester im Klassenzimmer
     
Orchester im Klassenzimmer
Training für Berufsmusiker im "Außendienst" - Schwerpunkt: Hinführung auf den Konzertbesuch
28. Februar - 2. März 2010
Leitung: Markus Lüdke
Kostenanteil: 160,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 29. Januar 2010
Unterstützt von der Deutschen Orchestervereinigung (DOV)
Das Seminar wird im September erneut angeboten (vgl. MU 20)
  

 

Orchestermusiker sind willkommene Gäste im Klassenzimmer. Sie bereichern den Musikunterricht, bringen mit ihren Instrumenten überhaupt Abwechselung in den Schulalltag. Der Besuch ist aber in der Regel nicht ganz uneigennützig, erhofft man sich doch einen Gegenbesuch der Schüler im Konzert. Dieser kann sogar aktiv zum Gegenstand der Schulstunde werden, indem nicht nur die bloße Einladung ausgesprochen, sondern gleich schon auf ein anstehendes Konzert eingestimmt und in die dort aufgeführte Musik eingeführt wird.
Dieser spezifisch musikvermittelnden Aufgabe ist das Seminar gewidmet. An ausgewählten Beispielen der Orchesterliteratur werden verschiedene Verfahren des Hinführens vorgestellt: vom Erzählen der eigenen Erfahrungen mit der Musik bis hin zum gemeinsamen Musizieren entlang von Mitspielpartituren oder über nachkomponierende Gestaltungsaufgaben. Die Methoden sind anschließend auf von den Teilnehmenden eingebrachte Beispiele zu übertragen. Alle Übungen werden begleitet durch solche zur Kommunikation im Klassenzimmer und münden schließlich in den "Ernstfall": einen Unterrichtsbesuch bei Wolfenbütteler Schulkindern.

 

 

MU 6
5. - 7. März 2010
FELIX-Kriterien in der Anwendung
     
FELIX-Kriterien in der Anwendung
6. Workshop-Tagung zu Fragen der Qualität in FELIX-Beratung und -Vergabe
5. - 7. März 2010
Leitung: Markus Lüdke und weitere Referenten
Anmeldung und weitere Informationen über das FELIX-Büro des Deutschen Chorverbands, Eichendorffstr. 18, 10115 Berlin, Tel. 030/84710890, E-Mail projektbuero.berlin@deutscher-chorverband.de, www.dcvg.de/felix.html
Anmeldeschluss: 29. Januar 2010
Das Seminar wird veranstaltet vom Deutschen Chorverband in Kooperation mit der Bundesakademie Wolfenbüttel.
Ergänzend und weiterführend siehe MU KB, MU 2, MU 13
  

 

Der FELIX hat sich als Initiative zur Singförderung in Kindergärten erfolgreich etabliert. Doch mit der Plakette ist eine große Verantwortung verbunden: gegenüber den Einrichtungen, den Erzieherinnen, der Öffentlichkeit und - den Kindern. Im sensiblen Vergabeverfahren darf sich die Arbeit der FELIX-Berater nicht in einer punktuellen und formellen Abprüfung von Beurteilungskriterien für ein kindgerechtes Singen erschöpfen. Oft sind es dann nämlich die Kriterien selber, die als Qualitätsstandards weder transparent noch einheitlich und damit auch kaum vergleichbar erscheinen. Das Singen mit Kindern im Kindergarten ist ein fortlaufender Prozess, eine alltägliche Herausforderung und Aufgabe, für die es zuallererst zu motivieren gilt. Deshalb sind Beratung, Begleitung, Unterstützung, Coaching und Schulungsangebote mindestens ebenso gefragt wie ein verbindliches Prüfungsarrangement.

Da der FELIX-Initiative auch die Kirchenchorverbände beider Konfessionen (ACV und VeK) beigetreten sind, soll insbesondere Interessierten und Fachkräften aus ihren Kreisen ein informativer und praktischer Einstieg in die Arbeit eines FELIX-Beraters geboten werden. Daneben dient die Tagung dem fortgesetzten Erfahrungsaustausch unter bereits aktiven FELIX-Beratern sowie deren nachhaltiger Förderung und Qualifizierung im Ehrenamt. Über Impulsvorträge, Diskussionsforen, praktische Übungen am Lied bis hin zu Rollenspielen zur internen wie externen Kommunikation im FELIX-Verfahren werden zugleich die Kriterien geschärft, Organisationsformen weiterentwickelt, Stile im Umgang mit zu betreuenden Einrichtungen verfeinert wie auch Positionen und Ansprüche ausgeprägt und verbindlich formuliert. Deshalb wird eine möglichst breite und übergreifende Teilnahme aller FELIX-Verantwortlichen angestrebt.

 

 

MU 7
2. Phase: 8. - 12. März 2010 (Wolfenbüttel)
Musikerziehung in Gemeinde und Gesellschaft
      
Musikerziehung in Gemeinde und Gesellschaft
4. Mehrphasige berufsbegleitende Fortbildung hauptamtlicher Kirchenmusiker für den Einsatz als Musikpädagogen und Multiplikatoren im Bereich Singen mit Kindern in Gemeinde, Kindergarten, Grundschule und offener Ganztagsschule
2. Phase: 8. - 12. März 2010 (Wolfenbüttel)
Leitung: René Schuh (Trossingen), Markus Lüdke (Wolfenbüttel) sowie weitere Fachdozenten und -referenten
Die Qualifizierung wird veranstaltet von den Bundesakademien Trossingen und Wolfenbüttel in Kooperation mit den Kirchenmusikverbänden ACV, VeM und VeK.
  

       

 

 

Ein Quereinstieg in diese Fortbildung ist nicht mehr möglich. Im Herbst 2010 startet ein neuer Kurs - siehe unter MU 19.

 

 

MU 8
15. - 16. März 2010
Von der Klangkultur zur Gesprächskultur - Kommunikation im Orchester
      
Von der Klangkultur zur Gesprächskultur - Kommunikation im Orchester
Fachtagung
15. - 16. März 2010
Planung und Leitung: Markus Lüdke
Kostenanteil: 141,50 € (inkl. Ü/VP)
Kooperation mit dem Deutschen Bühnenverein und der Deutschen Orchestervereinigung.
     

 

Wer über musische Bildung redet, betont stets, wie positiv sich gemeinsames Musizieren auf das Sozialverhalten und die Teamfähigkeit auswirken. Wohl auch deshalb geben neuerdings das Orpheus Chamber Orchestra oder die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Kurse für Manager und Organisationsentwickler. Wie kommt es aber, dass andere die Musik als Vorbild für Teamarbeit entdecken, die Musiker jedoch an ihre Stärken nicht recht glauben wollen? Worin genau bestehen diese Stärken? Wie lassen sie sich ausweiten auf das gesamte Miteinander?

Entlang dieser Fragen spürt die Tagung weniger verhärteten Konflikten nach als vielmehr Beispielen, Lösungen, Modellen und Strategien für gelingende Kommunikation im Orchesteralltag - ganz unabhängig davon, ob nun auf Augenhöhe oder im hierarchischen Gefüge. Die Gesprächskultur im Orchester will gemeinsam gestaltet sein.

Die Beteiligten des Orchesterbetriebes sind freundlich zu gemeinsamer Information und Beratung nach Wolfenbüttel eingeladen.

 

 

MU KB
3. Phase: 17. - 21. März 2010
4. Phase: 18. - 22. August 2010
5. Phase: 10. - 14. November 2010
Kinderchorleitung Stufe B
      

Kinderchorleitung Stufe B
6. Berufsbegleitender Lehrgang in sechs Phasen
3. Phase: 17. - 21. März 2010
4. Phase: 18. - 22. August 2010
5. Phase: 10. - 14. November 2010
6. Phase: 23. - 27. Februar 2011
Leitung: Andreas Cessak, Frauke Heitmann, Thekla Jonathal, Markus Lüdke, Gerhart Roth, Beate Stanko
Der Lehrgang wird veranstaltet von der Bundesakademie Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC). Ein Quereinstieg in diesen Lehrgang ist nicht mehr möglich. Der Beginn eines neuen Kurses ist für Herbst 2011 geplant.
Ergänzend und weiterführend siehe MU CB, MU JB, MU 13, MU 15, MU 18

Nähere Angaben zu Kursinhalten und Dozenten auf Anfrage.

  

 

 

MU 10
22. - 24. März 2010
Neue Aufführungsformate 1: Das Concerto recitativo
          

Neue Aufführungsformate 1: Das Concerto recitativo
Dramaturgien für eine lebendige und publikumsorientierte Präsentation klassischer Musik
22. - 24. März 2010
Leitung: Hans Christian Schmidt-Banse
Kostenanteil: 170,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 19. Februar 2010
Ergänzend und weiterführend siehe MU 25

Auf der Suche nach publikumsfreundlichen und zugleich musikgerechten Darbietungs-Formaten stolpert man immer wieder über ein beinahe unlösbares Problem: ein Großteil der abendländischen Kunstmusik ist komplex und selten unmittelbar zu verstehen. Das Format Concerto recitativo geht deswegen von zwei Voraussetzungen aus:

     1. darf man ein überwiegend laienhaftes Publikum mit anspruchsvoller Musik nicht allein lassen,
     2. ist bei jedem Publikum das Bedürfnis nach Bescheidwissen groß.

Deshalb werden zwei ausdrucksmächtige Medien, Musik und Sprache, zusammengeführt. Das allein aber wäre wenig genug. Entscheiden ist der Anspruch des Formats: Beide sollen sich auf Augenhöhe begegnen, so dass es den gleichen Genuss bereitet, den Texten zu lauschen wie der Musik. Erst dann kann im dialogischen Wechselspiel zwischen Sprechern und Musikern so etwas entstehen wie ein musikalisch-literarisches Gesamtwerk - eine Art live-Hörspiel, im Idealfalle spannend, unterhaltsam und ebenso philologisch anspruchsvoll wie musikalisch farbig, aus dem sich mit lustvollem Gewinn biographische, geschichtliche, politische und ästhetische Zusammenhänge erschließen.

Wie man ein solches Concerto recitativo baut, wie man dafür recherchiert, welche sprachlichen Mittel eingesetzt werden, wie viele Dramaturgien zur Verfügung stehen, welche Erzählstrukturen man beachten muss und wie man das fertige Produkt zur Aufführung bringt ... dies alles wird im Seminar an ausgewählten thematischen Beispielen vorgestellt und praktisch erprobt. Der Workshop wird mit dem Concerto über "Robert Schumanns Woher und Wohin” eröffnet und soll in die Aufführung eines neuen recitativo der Teilnehmenden münden.

Hans Christian Schmidt-Banse, Osnabrück, Professor für Musikwissenschaft an der Universität Osnabrück mit den Schwerpunkten Filmmusik, Musikfilm, Neue Musik, Oper, Operette, Musical und dem Musikverhalten Jugendlicher. Langjährige, intensive Arbeit an der Versprachlichung von Musik. Seit ca. 30 Jahren Hörfunkautor bei ARD-Anstalten mit dem Schwerpunkt "Musikfeature". Zusammen mit seiner Frau Annette Kristina Banse Entwicklung von neuen Formen der Musik-Vermittlung seit 18 Jahren in über 180 Konzerten (Schweiz, Österreich, Deutschland). Weitere Informationen unter www.concerto-recitativo.de.

 

 
PMO 4
26. - 28. März 2010
Die Motivationsmaschine
      

Die Motivationsmaschine
Work-Life-Balance für gestresste Vielarbeiter im Kulturbetrieb
26. - 28. März 2010
Dozentin: Jana Zaar-Janus
Nähere Angaben beim Bereich Präsentation Management Organisation unter PMO 4.

In diesem Seminar wird trainiert, Burn-out-Symptome, ihre Ursachen und systemischen Zusammenhänge zu erkennen, um eine aktive Ausgewogenheit von Anforderungen verschiedener Lebensbereiche und Wertvorstellungen vor dem Hintergrund sich wandelnder Arbeits- und Lebenswelten erreichen zu können.

 

 
M 19
29. - 31. März 2010
Texte für die Öffentlichkeit
      

Texte für die Öffentlichkeit
Prinzipien des leserorientierten Textens
29. - 31. März 2010
Leitung: Dr. Jens Kegel, Dr. Andreas Grünewald Steiger
Nähere Angaben beim
Programmbereich Museum unter M 19.

Praxiskurs u. a. für Musikvermittler und Konzertdramaturgen.

 

 

MU 11
6. - 9. April 2010
Grundlagen des Orchestermanagements
     

Grundlagen des Orchestermanagements
6. - 9. April 2010
Leitung: Andreas Kuntze, Anselm Rose
Kostenanteil: 300,- € (inkl. Ü/VP) - für in der Ausbildung befindliche Personen (bis zum Alter von 34 Jahren) 240,- €
Anmeldeschluss: 5. März 2010

Der Ausbildungsweg in das Berufsfeld des Orchestermanagements ist alles andere als klar vorgezeichnet. Ein eigener Studiengang existiert nicht. Vielleicht auch deshalb, weil die Anforderungen, Rahmenbedingungen und Vermarktungszwänge der professionellen Arbeit in einem Kulturorchester so vielfältig sind - und zugleich so spezifisch.

Hier setzt das Kursangebot an: Im Seminar wird das Zusammenspiel von künstlerischem Anspruch, mutiger Programmgestaltung, hochfliegenden Visionen und ambitionierten Marketingstrategien einerseits und den Realitäten von Verwaltungsapparat mit Finanzplanung, Vertragsverhandlungen, Diensteinteilung, Tarifrecht sowie interner und externer Gremienarbeit (Träger, Orchestervorstand, Betriebsrat und Förderverein) andererseits ausgelotet.

Ein besonderer Schwerpunkt der vier Kurstage liegt auf der Umsetzung des theoretisch Erlernten in Gruppenarbeiten zu einem fiktiven Orchester aber auch Rollenspielen, in denen neben Führungsverhalten und Arbeitsprozessen des Alltags gezielt Konfliktlösungsstrategien behandelt werden.

Angesprochen sind insbesondere Nachwuchskräfte und Berufseinsteiger sowie fortgeschrittene Studierende aus dem Bereich Kulturmanagement. Neben der zwischen Plenum und Kleingruppe wechselnden Seminararbeit wird die Möglichkeit zu individueller Beratung und Problemlösung angeboten.

Andreas Kuntze, Herford, Intendant der Nordwestdeutschen Philharmonie.

Anselm Rose, Dresden, Intendant der Dresdner Philharmonie.

Den Flyer zum Seminar finden Sie hier zum Download.

 

 

MU 12
2. Phase: 12. - 16. April 2010 (Wolfenbüttel)
Musikvermittlung im kirchlichen Bereich
      
Musikvermittlung im kirchlichen Bereich
1. Mehrphasige berufsbegleitende Fortbildung hauptamtlicher Kirchenmusiker für die Bereiche Konzertpädagogik und Aufführungskultur
2. Phase: 12. - 16. April 2010 (Wolfenbüttel)
Leitung: Christina Hollmann (Trossingen), Markus Lüdke (Wolfenbüttel) sowie weitere Fachdozenten und -referenten. Die Qualifizierung wird veranstaltet von den Bundesakademien Trossingen und Wolfenbüttel in Kooperation mit den Kirchenmusikverbänden ACV, VeM und VeK.

 

Ein Quereinstieg in diese Fortbildung ist nicht mehr möglich. Im Herbst 2010 startet ein neuer Kurs - siehe unter MU 22.

 

  

       

 

 

TH 7
16. - 18. April 2010
Tanztheater
      

Tanztheater
Szenische Choreografien für die Bühne
16. - 18. April 2010
Leitung: Eva Gruner
Nähere Angaben beim
Programmbereich Theater unter TH 7.

Der Kurs bietet Hinweise für die tanz- und theaterpädagogische Anleitung zur Entwicklung einfacher Choreografien im pädagogischen wie im künstlerischen Feld.

 

 

TH 8
23. - 25. Juli 2010  (neuer Termin)
Sprechen
      

Sprechen
Sprechhaltung und Sprachgestaltung
23. - 25. Juli 2010
Leitung: Karla Mehrtens, Thomas Lang
Nähere Angaben beim
Programmbereich Theater unter TH 8.

Praxiskurs u. a. für Musikvermittler und Moderatoren von Konzerten. Es wird daran gearbeitet, über das bloße Sprechen von Texten hinaus Bühnenpräsenz zu entwickeln und Kontakt zum Publikum herzustellen.

 

 

MU 13
30. April - 2. Mai 2010
Lebendiger Kinderchor
     

Lebendiger Kinderchor
Aspekte kreativer Vokalarbeit mit Kindern
30. April - 2. Mai 2010
Leitung: Christiane Wieblitz
Kostenanteil: 178,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 26. März 2010
Ergänzend und weiterführend siehe MU KB, MU 15, MU 18

Als ein Kind aus einem Kinderchor gefragt wurde, was Singen sei, antwortete es: "Es ist eine Unterhaltung mit mir und der ganzen Welt, es macht mich froh." In diesem kurzen Statement ist zusammengefasst, was das Singen mit Kindern so bereichernd macht - für alle Seiten und warum es derzeit wieder neu entdeckt wird. In ihm verbinden sich auf unvergleichliche Weise Musikalität, Lebensfreude, kreatives Spiel, Anregung und ein Stück Menschenbildung in einem prägenden und entwicklungsträchtigen Lebensabschnitt.

In interaktiven Übungen und Spielen werden Eigenerfahrungen erweitert und Fähigkeit der Weitervermittlung als einer "Erziehungskunst" ausgebaut. Es werden methodische und chorpraktische Strategien aufgezeigt und in der Gruppe weiterentwickelt. Teilbereich wie Singen, Atmen, Sprechen, Bewegen und Musizieren werden zu einem sinnvollen Zusammenspiel geführt - mit dem Ziel, darüber die kindlichen Persönlichkeiten zu fördern.

Die Seminarthemen im einzelnen sind: kindgemäße Stimmpflege, Körper-Atem-Stimme, Tonhöhenspiele, Melodien erlernen, üben, memorieren - ohne Stress, Sprach- und Rhythmusspiele, Singen in der Bewegung, Liedbegleitung sowie Kindertänze aus aller Welt.

Das Seminar wendet sich an Leiterinnen und Leiter von Singgruppen und Kinderchören, Musikpädagogen und KirchenmusikerInnen sowie an Musikstudierende für Lehramt und Kirchenmusik.

Christiane Wieblitz, Salzburg, Ausbildung zur Volks- und Realschullehrerin, Zusatzausbildung zur Musik- und Tanzpädagogin am Orff-Institut der Musikuniversität Mozarteum in Salzburg, anschließend dort von 1970 bis 1999 Dozentin. Mit ihren Schwerpunkten Musikalische Früherziehung und Grundausbildung, Mutter-Kindgruppen, Seniorenarbeit sowie Kinderchorleitung ist sie daneben als Dozentin in Kursen international tätig. Jüngste Publikation: "Lebendiger Kinderchor - kreativ-spielerisch-tänzerisch" (Fidula).

 

 

MU 14
12. - 14. Mai 2010
Erlebnis Zuhören
     

Erlebnis Zuhören
Anstiftungen zu einem wieder zu entdeckenden Sinn

12. - 14. Mai 2010
Leitung: Volker Bernius
Kostenanteil: 160,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 9. April 2010
Kooperation mit der Stiftung Zuhören.

  

 

Wer zuhören gelernt hat, hat es im Leben leichter. Gekonntes Zuhören ist eine wichtige Basiskompetenz, die wir ununterbrochen nutzen: in Gesprächen und Diskussionen, zur Verständigung untereinander und nicht zuletzt auch beim Musikmachen und Musikhören. Schon für das Lernen bildet es eine zentrale Voraussetzung - etwa für das Erlernen des Sprechens, für Lesen und Schreiben oder das Singen. In Schule und Kindergarten werden Hören und Zuhören jedoch in der Regel schon stillschweigend vorausgesetzt. Erst in letzter Zeit werden wir zunehmend wieder darauf aufmerksam, dass Zuhören auch gelernt werden muss und gelehrt werden kann - gerade auch da, wo Hören und Zuhören durch ständig wechselnde Ablenkungen, eine Übermacht der Bilder oder Geräuschbelästigung und Verlärmung erschwert sind.

Im Seminar werden praktische Grundlagen der Zuhörförderung vermittelt: von Möglichkeiten des spielerischen Zugangs zum Hören über Übungen zur auditiven Wahrnehmung und zum Musikhören, Zuhörstrategien für eine gelingende Kommunikation, Wege des phantasieanregenden und lustvollen Hörens und Zuhörens bis hin zu den Rahmenbedingungen für eine ohrenöffnende Hörerziehung. Dabei wird vor allem die Stille neu zu entdecken sein. Aus ihr heraus kann sich die horchende Aufmerksamkeit ausrichten und zuwenden. Denn letztlich ist Zuhören ein aktiver und psychologischer Vorgang: Ich gebe dem, was ich höre, eine Bedeutung.

Volker Bernius, Frankfurt am Main, Bildungsredakteur beim Hessischen Rundfunk und Fachbeirat der Stiftung Zuhören, in diesen Funktionen u.a. verantwortlich für das Neue Funkkolleg des hr "Erlebnis Zuhören" (2006/07) und die Herausgabe der Reihe "Edition Zuhören" im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

 

 

MU 28
18. - 21. Mai 2010
Voicings for Voices
Ausgebucht! Für Interessenten ist unter MU 29 ein Zusatzangebot eingerichtet.     

Voicings for Voices
Arrangieren für Jazz- und Popchor
18. - 21. Mai 2010
Leitung: Oliver Gies
Kostenanteil: 290,-€ (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 15. April 2010
Ergänzend und weiterführend siehe MU JB

Das Seminar bietet vertiefende Übungen für das Handwerk wie die "Kunst" des Arrangements. Dabei steht eine einfache Frage im Vordergrund: Wie setze ich etwas optimal für Stimmen um? Zur Beantwortung werden u. a. Themen wie Jazz- und Popharmonik, Satztechnik, Stilistik, Rhythmus, Sanglichkeit, Prägnanz und Form behandelt. Zugleich wird die anzustrebende Einstudierung mit bedacht. Es geht also auch darum, wie ein Arrangement den späteren Probenfluss begünstigen kann. Hierzu gibt es Tricks und Hilfestellungen zur Stimmbildung, zum Ensembleklang, zur Phrasierung und Probenmethodik sowie Hinweise auf mögliche Problemquellen, die vorausschauend bereits beim Arrangieren zu umgehen sind.

Gearbeitet wird an vorgegebenen Aufgabestellungen, ausgewählten Jazzstandards und Popsongs sowie von den Teilnehmenden eingebrachten Arrangierprojekten. Daneben wird das Singen selber nicht zu kurz kommen. Klangbeispiele und eine umfangreiche Notensammlung runden das Programm ab.

Vorerfahrungen im Arrangieren sowie Kenntnis in Musiktheorie und Jazzharmonielehre werden vorausgesetzt.

Oliver Gies, Hannover, Gründungsmitglied, künstlerischer Leiter und Bariton der international prämierten Gesangsformation MAYBEBOP, die sowohl live mit 140 Konzerten im Jahr bundesweit zu überzeugen weiß als auch mit lebendigen und abwechslungsreichen CDs. Darüber hinaus synchronisiert er Trickfiguren, schreibt Theatermusiken, ist Produzent mit eigenem Studio, arrangiert Musik für alle Besetzungen und arbeitet als Workshopdozent u. a. für Popchorleitung. Weitere Informationen unter www.maybebop.de.

 

 

MU 15
4. - 6. Juni 2010
Vom bewussten Singen
     

Vom bewussten Singen
Stimmbildung im Chor

4. - 6. Juni 2010
Leitung: Silke Hähnel-Hasselbach
Kostenanteil: 160,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 7. Mai 2010
Ergänzend und weiterführend siehe MU 18

Das Spezifische der chorischen Stimmbildung ist die Arbeit an der Stimme jedes einzelnen Sängers im Zusammenklang mit denen der übrigen. Das erfordert ein hohes Einfühlungsvermögen, wache Augen, offene Ohren und - ein hörendes Verständnis der Zusammenhänge zwischen Stimmbildung und chorischem Klang.

Im Kurs werden neben theoretischen Grundlagen vor allem praktische Hilfen und Anregungen angeboten, wie chorische Stimmbildung in der alltäglichen Chorarbeit gewinnbringend anzuwenden ist. In systematischer Folge werden Funktionsweisen und Einsatzarten der Stimme exemplarisch erarbeitet sowie erprobte Übungen und Anleitungen im Hinblick auf spezifische Probleme und Herausforderungen im Chor vermittelt. Im Einzelnen werden folgende Themen chorischer Stimmbildung behandelt: Haltung, Atmung, Konditionierung, Stimmarbeit, Resonanzverhalten, Register- und Vokalausgleich, Singen in Extremenlagen sowie individuelle Probleme. Die sängerische Praxis wird begleitet durch eine sensibilisierende Körperarbeit.

Der Kurs wendet sich an ChorleiterInnen und ChorsängerInnen, die den Klang ihres Chores verbessern wollen - unabhängig von der jeweiligen musikalisch-sängerischen Vorbildung.

Silke Hähnel-Hasselbach, Berlin, Sängerin und Gesangspädagogin. Ihre stimmbildnerischer Arbeit ist geprägt durch die mehrjährige Zusammenarbeit mit Prof. Kurt Hofbauer. Sie betreut Sänger, Schauspieler, Führungskräfte und verschiedene Chöre (u.a. Philharmonischer Chor der Humboldt Universität Berlin) und wirkt konzeptionell wie aktiv bei der Gestaltung der Leipziger Symposien für Kinder- und Jugendstimmen der Universität Leipzig mit.

 

 

KD 2
17. - 18. Juni 2010
Cultural Correctness
      

Cultural Correctness
Die interkulturelle Identitätsfalle, oder: Was nutzt, was helfen, was schaden die Integrationsbemühungen in der Kulturarbeit?
17. - 18. Juni 2010
Planung und Leitung: Andreas Grünewald Steiger, Thomas Lang, Markus Lüdke
Nähere Angaben beim Bereich
Kulturpolitischer Diskurs unter KD 2.

"Interkultur ist als Prinzip nicht gleichzusetzen mit der Kultur von Menschen mit Migrationshintergrund." (Mark Terkessidis). Offensichtlich verstehen viele Projekte und Bemühungen in dieser Richtung interkulturelles Handeln als unzweifelhaften Bestandteil unserer Kultur. Tatsächlich aber sind aus vielen Anstrengungen in dieser Richtung mittlerweile selbstreferenzielle Systeme geworden, die ihre Motivation aus der Überzeugung gewinnen, dass interkulturelles Handeln an sich und per se immer richtig und gut sei. Es gilt deshalb zu bedenken, dass sich an diesen und anderen Orten der Kultur Rituale der Cultural Correctness entwickelt haben, die am Ende nicht zu den Ergebnissen führen, die beabsichtigt wurden. Aus diesem Grund scheint es uns notwendig, von der gegenwärtigen Überfülle inter- und transkulturellen Aktivitäten Abstand zu gewinnen, um so eine andere Perspektive auf die tieferen Beweggründe und die eigentlichen Motivationslagen dieser Prozesse zu bekommen.

 

 

TH 13
21. - 23. Juni 2010
Musikalisches Inszenieren
      

Musikalisches Inszenieren
Vom Grundhandwerk zum Theaterabend
21. - 23. Juni 2010
Leitung: Erik Gedeon
Kostenanteil: 215,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 11. Mai 2010
In Kooperation mit dem Landesverband Freier Theater in Niedersachsen, LaFT
Nähere Angaben beim
Programmbereich Theater unter TH 13.

Grundlage fast jeglichen gemeinsamen Musizierens ist die Vereinbarung von Verabredungen. In der klassischen Musik erledigt dies der Notentext, im Jazz das Lead-Sheet, ergänzt um Absprachen bezüglich Tempo, Stil und Struktur; im Pop- und Rockbereich ist es das fest einstudierte (wenn nicht gar programmierte) Arrangement, das diesen Zweck erfüllt. Darauf aufbauend erwarten wir dann vom Musiker das, was die Klassiker "Musikalität" oder "Inspiration" nennen, die Jazzer "Feeling" und die Popmusiker schlicht und einfach "Power".

Musikalisches Inszenieren unterscheidet sich vom psychologischen Inszenieren zunächst einmal dadurch, dass es von außen, in der Gestalt körperlich-konkreter Vorgänge an den Schauspieler herantritt und nicht an das innere, gefühlte Verständnis einer Figur anknüpft. Ausgehend von einem Sprechtext, einer Musikfolge oder einem Handlungsfaden wird erst an Formen gearbeitet, an Bildern, Situationen, Blicken, Körperhaltungen, Schritten und Verabredungen. Dabei liegt der Schwerpunkt zunächst einmal deutlich beim Ensemble und nicht bei der einzelnen, isolierten Figur. Zum Vokabular des musikalischen Inszenierens gehören dann auch choreographische Elemente, synchrone Bewegungsabfolgen und sorgfältig aufeinander abgestimmte Vorgänge, die sowohl gestisch wie rhythmisch mit möglichst großer Genauigkeit festgehalten werden. Erst wenn die Partitur, das Lead-Sheet, der äußere Rahmen für die Figuren gefunden ist, können die Schauspieler beginnen, sich in diese "einzufühlen".

Die Lust und der unglaubliche Spaß, den musikalisches Inszenieren allen Beteiligten bereiten kann, ist letztlich das gemeinsame Entwickeln dieses Verabredungstextes. Im Rahmen des Kurses wird mit allen Teilnehmern zusammen die Brücke vom Grundhandwerk des musikalischen Inszenierens bis zum fertigen Theaterabend geschlagen, wobei den individuellen Fähigkeiten der Teilnehmer, insbesondere ihrem komischen Potenzial, besondere Beachtung geschenkt wird.

Erik Gedeon, Berlin, Regisseur und Musiker, Schwede und Schweizer, nennt seine eigenen Theaterarbeiten "Songdramen". Aktuell am Schauspielhaus Hamburg zu sehen: "Das Wunder von Schweden. Eine musikalische Möbelsaga".

 

Zusatzseminar

MU 29
18. - 21. Juli 2010
Voicings for Voices
     

Voicings for Voices
Arrangieren für Jazz- und Popchor
18. - 21. Juli 2010
Leitung: Oliver Gies
Kostenanteil: 290,-€ (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 18. Juni 2010
Ergänzend und weiterführend siehe MU JB

Das Seminar bietet vertiefende Übungen für das Handwerk wie die "Kunst" des Arrangements. Dabei steht eine einfache Frage im Vordergrund: Wie setze ich etwas optimal für Stimmen um? Zur Beantwortung werden u. a. Themen wie Jazz- und Popharmonik, Satztechnik, Stilistik, Rhythmus, Sanglichkeit, Prägnanz und Form behandelt. Zugleich wird die anzustrebende Einstudierung mit bedacht. Es geht also auch darum, wie ein Arrangement den späteren Probenfluss begünstigen kann. Hierzu gibt es Tricks und Hilfestellungen zur Stimmbildung, zum Ensembleklang, zur Phrasierung und Probenmethodik sowie Hinweise auf mögliche Problemquellen, die vorausschauend bereits beim Arrangieren zu umgehen sind.

Gearbeitet wird an vorgegebenen Aufgabestellungen, ausgewählten Jazzstandards und Popsongs sowie von den Teilnehmenden eingebrachten Arrangierprojekten. Daneben wird das Singen selber nicht zu kurz kommen. Klangbeispiele und eine umfangreiche Notensammlung runden das Programm ab.

Vorerfahrungen im Arrangieren sowie Kenntnis in Musiktheorie und Jazzharmonielehre werden vorausgesetzt.

Oliver Gies, Hannover, Gründungsmitglied, künstlerischer Leiter und Bariton der international prämierten Gesangsformation MAYBEBOP, die sowohl live mit 140 Konzerten im Jahr bundesweit zu überzeugen weiß als auch mit lebendigen und abwechslungsreichen CDs. Darüber hinaus synchronisiert er Trickfiguren, schreibt Theatermusiken, ist Produzent mit eigenem Studio, arrangiert Musik für alle Besetzungen und arbeitet als Workshopdozent u. a. für Popchorleitung. Weitere Informationen unter www.maybebop.de.

 

 

MU 17
9. - 11. August 2010
Musiker auf die Straße!
     

Musiker auf die Straße!
Ein fröhlich-altmodisches Experiment zur Präsentation eigener musikalischer Ideen und der eigenen Haut
9. - 11. August 2010
Leitung: Axel Heinrich, Markus Lüdke
Kostenanteil: 160,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 9. Juli 2010

Die Straße ist nicht nur ein harter und rauer Ort, sondern vielleicht auch der letzte ehrliche. Hier greifen keine höflichen Umgangsformen. Keiner ist keinem etwas schuldig, Aufmerksamkeit erst einmal nicht gegeben. Dafür fehlen alle Barrieren. Bühne und Zuschauerraum sind identisch, die Szenen und Generationen durchmischt. Das potentielle Publikum ist zum Greifen nah - und doch auch immer auf dem Sprung. Ein ideales Testfeld also, um auf Tuchfühlung zu gehen, um neue musikalische Ideen auf ihre Wirksamkeit zu prüfen und an der eigenen Performance zu feilen.

Gearbeitet wird an der eigenen Präsenz, am interaktiven Spiel mit dem Publikum sowie an einfachen, klaren und direkten Präsentationsformen. Das Instrumentarium ist transportabel, wetterfest, prinzipiell austauschbar, traditionell oder ungewöhnlich - irgendwo zwischen Geige und Kazoo. Die Teilnehmer bringen eigene Song- oder Musik-Projekte mit und setzen sich umgekehrt mit vorgegeben Stücken, straßentauglichem Musikinstrumenten wie dem Besenbass und dem improvisatorischen Zusammenspiel in spontan gegründeten Bands auseinander.

Am Ende sollen alle Teilnehmer sich mit den erarbeiteten musikalischen Beiträgen in der Wolfenbütteler Fußgängerzone zur besten Marktzeit nicht allein ihr Publikum erspielen, sondern wohlmöglich gleich auch einen Teil der Kursgebühren zurückholen.

Axel Heinrich, Düsseldorf, Schlagzeuger, Percussionist, Musikpädagoge. Seit 1975 in verschiedensten Bereichen tätig als Straßenmusiker, Schauspieler, Mitarbeiter eines Jugendzentrums, Workshopleiter, Arrangeur mit eigenen Tonstudio (KLAX Projektstudio), Sänger und Gitarrist in unterschiedliche Bands und Projekten wie "SPUNK - Musik für Kinder" und THE LONG GERMAN BREAKFAST. Weitere Informationen unter www.spunk-musik.de und www.thelonggb.de.

 

 

24. -26. August 2010
Präsentation und Person
      

Präsentation und Person
Zur Entwicklung der eigenen Wirkung

24. -26. August 2010
Dozentin: Franziska Steiof
Nähere Angaben beim Bereich Präsentation Management Organisation unter PMO 8.

In diesem Seminar wird jeder Teilnehmende gezielt an der Wirkung seines Vortrags sowie an seiner persönlichen Präsenz arbeiten, um sich und seine Ideen wirkungsvoller zu präsentieren.

 

 

MU JB
1. Phase: 1. - 5. September 2010
Jazz- und Popchorleitung Stufe B - Neubeginn!
     

Jazz- und Popchorleitung Stufe B - Neubeginn!
2. Berufsbegleitender Lehrgang in sechs Phasen
1. Phase: 1. - 5. September 2010
2. Phase: 16. - 20. Februar 2011
3. Phase: 22. - 26. Juni 2011
4. Phase: 31. Auguste - 4. September 2011
5.-6. Phase: 2012
Leitung: Martin Carbow, Oliver Gies, Prof. Anne Kohler (angefragt), Prof. Lindsay Lewis, Dimitris Liatsos, Markus Lüdke sowie weitere Dozenten und Referenten
Kostenanteil: 370,- € pro Phase (inkl. Ü/VP)
Pauschalpreis für alle Phasen bei einmaliger Zahlung zu Beginn nur 2.070,- €
Materialkosten: einmalig 20,- €
Anmeldeschluss für Phase 1: 30. Juli 2010
Der Lehrgang wird veranstaltet von der Bundesakademie Wolfenbüttel in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Chorverbände (ADC). Ergänzend und weiterführend siehe MU CB, MU KB, MU 4, MU 15, MU 18, MU 28

  

 

Die Chorlandschaft befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel. Neben Kantorei, Traditionschöre und Gesangsvereine mit einem an Volksmusik oder Klassik orientierten Liedgut treten immer mehr junge Chöre mit populärem Repertoire und neuen Präsentationsformen. Diese Veränderung ist deutlich am Deutschen Chorwettbewerb abzulesen: Die Sparte "Jazz- und Popchor" boomt. Dennoch fehlt es weitgehend an Möglichkeiten, sich für diesen Bereich fundiert weiterzuqualifizieren. Und das obwohl populäre Musikstile das Repertoire bereichern und vitalisieren, für die Chorarbeit ungemein motivierend wirken und damit eine große Chance auch und gerade für die musikalische Bildung bergen. Aus diesem Grund hat die Bundesakademie Wolfenbüttel die Palette der bereits bestehenden Lehrgänge für Chorleiterinnen und Chorleiter um die Sparte "Jazz- und Popchorleitung" erweitert.

Dabei werden die gänzlich anderen Anforderungen, vor die die Chorpraxis und insbesondere Chorleiterinnen und Chorleiter gestellt sind, in besonderer Weise berücksichtigt. Denn Jazz, Rock, Pop und Gospel sind Musikformen, die über eigenständige Gesangstechniken, Formen des Zusammenspiels, der Musiktheorie und der Vermittlung verfügen. Insbesondere der Parameter Rhythmus spielt eine herausragende Rolle. Das Anleiten von Chören verlangt weiterhin nicht zwingend ein klassisches Dirigat. Umgekehrt ist der Umgang mit Tontechnik und anderen Medien selbstverständlich. Entsprechend sind die Kursinhalten ausgewählt: Stimme und Chorklang (Gesangstechniken und Phrasierungen in Einzel- wie chorischer Stimmbildung, Vocal Percussion), Probenmethodik (Umgang mit chorpraktischen Schwierigkeiten, Probenplanung und -dramaturgie, Arbeit mit und ohne Noten), Anleitung (klassisches Dirigat und seine Substitute), Theorie und Praxis populärer Musik (Transkribieren, funktionales Hören, Blattsingen, Intonation, Harmonielehre, Rhythmus-Timing-Groove, Stilkunde, Arrangement, Improvisation), Klavierspiel, Jazz- und Popchor auf der Bühne (Programmgestaltung, Präsentation, Choreographie, Tontechnik) sowie Repertoirekunde.

Die chorpraktische Arbeit im Rahmen der Akademiephasen findet in Übungschören statt, die aus den teilnehmenden Chorleiterinnen und Chorleitern gebildet werden. Daneben wird zur Anwendung und Erprobung der Unterrichtsinhalte die regelmäßige Leitung eines eigenen Chores parallel zur Fortbildung vorausgesetzt.

Der Lehrgang ist als weiterführende Qualifizierung und Aufbaufortbildung für Chorleiterinnen und Chorleiter angelegt, die bereits über solide Grundfertigkeiten des Chorleitens in den Bereichen Jazz, Pop, Rock, Gospel, Groove oder Ethno verfügen. Er erstreckt sich über eine Dauer von ca. zwei Jahren und endet mit einer Abschlussprüfung, die bei Erfolg mit einem Zertifikat bescheinigt wird. Ein Quereinstieg ist nur noch in der zweiten Phase nach Absprache und mit entsprechender Vorbildung möglich.

Nähere Angaben zu Kursinhalten und Dozenten auf Anfrage.

Den Fragebogen zur Anmeldung finden Sie hier.

 

 

MU 27
09. - 10. September 2010
Vision Musikvermittlung - Konzertleben für alle Generationen gestalten
   

Vision Musikvermittlung - Konzertleben für alle Generationen gestalten
Fachtagung
09. - 10. September 2010
Planung und Leitung: Dr. Ingrid Allwardt, Markus Lüdke
Kostenanteil: 134,- € (inkl. Ü/VP) - der Betrag setzt sich zusammen aus dem Tagungskostenbeitrag in Höhe von 92,50 € (schließt ein Mittags- und Abendmahlzeiten und Pausenkaffee) sowie Übernachtung und Frühstück bei Unterbringung im Gästehaus der Akademie in Höhe von 41,50 €. Das Gästehaus hat eine beschränkte Zimmerkapazität. Wenn alle Betten im Gästehaus belegt sind, übersendet die Akademie eine Liste von Hotels, bei denen Zimmer durch die TeilnehmerInnen direkt gebucht werden können.
Ermäßigungen bei Unterbringung im Doppelzimmer sowie für Studierende und Arbeitslose auf Anfrage.
Anmeldung bitte umgehend.
Die Tagung wird veranstaltet von der Bundesakademie Wolfenbüttel in Kooperation mit dem netzwerk junge ohren.

Moderierte Konzerte, Workshops, multimediale Events mit klassischer Musik, Kompositionsprojekte, Klangwanderungen, akustische Umwelterforschung, Geräuschinstallationen - mit vielen neuen Ansätzen hat die Musikvermittlung etwas aufgeworfen: die Frage nach zeitgemäßen Formaten, die auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren können und wollen. Impulse dafür hat die Musikvermittlung aus der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erhalten.

Während sich die Konzertangebote für die jüngeren bis jüngsten Zielgruppen immer weiter ausdifferenzieren, bleibt im Abo für das verbliebene Publikum weitgehend alles beim Alten. Bislang gelangt wenig von der kreativen Programmgestaltung und den erfrischend neuen Präsentationsformen, die da außerhalb der großen Konzertreihen entwickelt werden, an Ohren und Augen des Stammpublikums. Das mag so gewollt sein, befinden sich unter den eingefleischten Konzertbesuchern doch auch genügend Puristen, denen es ausschließlich „nur um die Musik“ geht und die darauf pochen, das alles beim Alten bleibt.

Aber die Gattung des traditionellen Konzertgängers, der standhaft kommt - was auch immer man ihm vorsetzt - stirbt aus, ohne dass neues Publikum nachwächst. Zugleich sind unter der großen Gruppe der „Älteren“ noch ebenso viele „unerreicht“, wie bei den jüngeren Generationen. Damit stellt sich die Frage nach der Entwicklung des Konzertlebens insgesamt: Ist es nicht an der Zeit, dass die vielfältigen Ideen aus der Nische der Musikvermittlungspraxis abfärben auf den grauen Konzertalltag? Und ist nicht auch der „Silbersee“ an frische Quellen zu geleiten?

Die Entwicklung von Konzepten und Ideen für Kinder und Jugendliche entfaltet inzwischen eine große Eigendynamik. Jetzt gilt es, die nächsten Generationen für (klassische) Musik und das Hören als solches zu gewinnen: Junge Erwachsene, die aktiven „Middle Agers“, die Generation 50+ sind die neuen Zielgruppen der Musikvermittlung.

Aus den Erfahrungen mit der Musikvermittlung an Kinder und Jugendliche sind Formate und Modelle abzuleiten, die für Erwachsene und deren Zielgruppen sowie generationenübergreifend Zugänge zur Musik schaffen können. Denn der Mangel an musikalischer Bildung und fehlender Zugänge zur (klassischen) Musik betreffen heute alle Generationen gleichermaßen und in wachsenden Anteilen. Gemeinsam ist ihnen aber auch die Begeisterungsfähigkeit für das Hören, wenn erst der „richtige Ton“ getroffen wird. Die Krise der Klassik ist möglicherweise weniger eine des Inhalts als eine der Form.

Diese Tagung betrachtet die Übertragung von Konzepten der Musikvermittlung für Kinder und Jugendliche auf verschiedene Zielgruppen. Anhand von Beispielen werden Konzepte für erwachsene Hörerschaften vorgestellt. In einer Zukunftswerkstatt sollen Ideen für das Konzertleben 2020 entwickelt werden. Was wird das heutige Zielpublikum der Education-Aktivitäten dereinst erwarten, wenn sie als Erwachsene in den Konzertsaal zurück kehren? Welche schlüssigen Prognosen lassen sich über das Konzert der Zukunft ableiten?

Angesprochen sind alle Beteiligten des Konzertlebens.

 

 

MU 18
10. - 12. September 2010
Stimmbildung im Chor
     

Stimmbildung im Chor
Schwerpunkt: Vom Einsingen zur integrierten Probenarbeit
10. - 12. September 2010
Leitung: Andreas Cessak
Kostenanteil: 160,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 6. August 2010
Ergänzend und weiterführend siehe MU CB, MU KB, MU 15

Fehlende Technik beim Singen wirkt sich in der Chorarbeit sofort klanglich aus. Die Folgen sind ein matter und gleichförmiger Chorklang, unreine Intonation, fallende oder steigende Tonhöhe. Mitunter hört man die eine oder andere Stimme heraus. Oft klingt überdies die Höhe mühsam, während die Tiefe nicht wirklich trägt. Auch interpretatorisch wird der Ton eines Werks nicht getroffen, wenn die Voraussetzungen fehlen, um etwa ein leichtes Parlando zu gestalten, eine breite Dynamik auszumessen oder das wendig schlanke Führen der Einzelstimmen zu erzielen.

Im Seminar werden Methoden der chorischen Stimmbildung systematisch vorgestellt, erarbeitet und an sich selber erfahrbar gemacht. Das gemeinsame Erarbeiten von Chormusik zeigt die Möglichkeiten, wie Stimmbildung in jeder Phase der Erarbeitung einfließen kann.
Indem jeder Teilnehmer aus seinem Repertoire ein Werk mitbringt und vorstellt, können konkrete Lösungen für aktuelle Fragen aus der eigenen Chorpraxis erarbeitet werden.

Andreas Cessak, Kassel, unterrichtet an der Universität Kassel u. a. die Fächer chorische Stimmbildung und Chorleitung, leitet den dortigen Hochschulchor und ist vielfältig als Dozent in Fortbildungen zu Themen der Chorpraxis tätig. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit mit dem Hamburger Vokalensemble Lux Æterna ist die zeitgenössische Chormusik. Als Stimmbildner profitierte er insbesondere aus dem Unterricht und durch die Zusammenarbeit mit Prof. Kurt Hofbauer (Wien) und Carl Hœgset (Schweden).

 

 

M 24
10. - 12. September 2010
Self-Reloaded
      

Self-Reloaded
Austausch und kollegiale Beratung zur Neujustierung im Beruf
10. - 12. September 2010
Leitung: Patrick Boel, Dr. Andreas Grünewald Steiger
Nähere Angaben beim
Programmbereich Museum unter M 24.

Das Treffen richtet sich an Multiplikatoren und Kolleginnen aus der kulturellen Bildung und mit mindestens 15 Jahren Berufserfahrung. Ihnen wird in einer Mischform von professionellem Dialog und Erfahrungsaustausch, Coaching, kollegialer Beratung und Werkstatt zur gemeinsamen Entwicklung von machbaren Fantasien in angenehmer und geschützter Atmosphäre die Möglichkeit geboten, sich für Ihre beruflichen Ziele geistig zu erfrischen und neue Energie zur Auseinandersetzung mit dem Alltag zu sammeln.

 

 

MU 19
1. Phase: 13. - 17. September 2010 (Trossingen)
2. Phase: Frühjahr 2011 (Wolfenbüttel)
Musikerziehung in Gemeinde und Gesellschaft - Neubeginn!
     
Musikerziehung in Gemeinde und Gesellschaft - Neubeginn!
5. Mehrphasige berufsbegleitende Fortbildung hauptamtlicher Kirchenmusiker für den Einsatz als Musikpädagogen und Multiplikatoren im Bereich Singen mit Kindern in Gemeinde, Kindergarten, Grundschule und offener Ganztagsschule
1. Phase: 13. - 17. September 2010 (Trossingen)
2. Phase: 28. März - 1. April 2011 (Wolfenbüttel)
Leitung: René Schuh (Trossingen), Markus Lüdke (Wolfenbüttel) sowie weitere Fachdozenten und -referenten
Anmeldung: Lassen Sie per E-Mail (Infoanforderung) ab sofort Ihr Interesse vormerken. Melden Sie sich nach Erhalt nach Erhalt des ausführlichen Fortbildungsprogramms (ab März 2010) verbindlich an.
Die Qualifizierung wird veranstaltet von den Bundesakademien Trossingen und Wolfenbüttel in Kooperation mit den Kirchenmusikverbänden evangelischer und katholischer Konfession, dem Allgemeinen Cäcilien Verband (ACV), dem Verband Ev. Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in Deutschland (VeM) und dem Verband ev. Kirchenchöre Deutschlands (VeK).
  

       

 

Die übergreifende Fortbildungsinitiative reagiert auf einen Wandel des Berufsbildes Kirchenmusik: Neben der klassischen Arbeit im liturgischen Zusammenhang wachsen Kirchenmusikern heute vermehrt pastorale und musikpädagogische Aufgaben zu. Denn wo in Familien, Kindergärten oder Grundschulen nicht mehr gesungen und musiziert wird, dort wird auch eine kirchliche Chorarbeit, die Gestaltung des musikalischen Lebens einer Gemeinde überhaupt anders ansetzen müssen: grundsätzlicher nämlich, im gesamtgesellschaftlichen Kontext. Der Bereich der Musikvermittlung kann zudem dazu verhelfen, schwindende Aufgaben oder sich verändernde Beschäftigungsverhältnisse zu kompensieren.

Als wesentlicher inhaltlicher Schlüssel zu neuen Aufgabenfeldern dienen in dieser Fortbildung die Erfahrungen im Bereich Singen mit Kindern. Darauf aufbauend werden Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in der Fortbildung in ihrer singpädagogischen Kompetenz weiterqualifiziert - mit dem Ziel, diese breiter einsetzen und als Multiplikator an Dritte weitergeben zu können (etwa an Erzieherinnen oder Mitarbeiter aus anderen pastoralen Diensten wie Gemeindereferenten, Diakone, Religionslehrer etc.).

Begleitend zu den fachlichen Impulsen bietet die Fortbildung in Übungen zum Selbst- und Projektmanagement Unterstützung für Veränderungsprozesse, für neue Aufgaben, Herausforderungen sowie konkret anstehende Projekte der Teilnehmer vor Ort in ihren Gemeinden. Sie versteht sich insofern auch als Anschubhilfe für notwendige oder wünschenswerte nächste Schritte im Berufsalltag, die sich allein, ohne Begleitung nur mühsam gehen ließen.

Weitere Schwerpunkte sind Kooperationen mit außerkirchlichen Institutionen (z. B. Kindergarten oder Schule) sowie die inhaltliche und methodische Betreuung der Mitarbeiter dieser Einrichtungen.

Die überkonfessionelle Anlage der Fortbildung soll zudem den bereichernden Erfahrungsaustausch existierender evangelischer und katholischer Traditionen in der Arbeit mit der Kinderstimme fördern.

 

 

MU 20
26. - 28. September 2010
Orchester im Klassenzimmer
     
Orchester im Klassenzimmer
Training für Berufsmusiker im "Außendienst" - Schwerpunkt: Hinführung auf den Konzertbesuch

26. - 28. September 2010
Leitung: Markus Lüdke
Kostenanteil: 160,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 27. August 2010
Unterstützt von der Deutschen Orchestervereinigung (DOV)
Das Seminar wird auch im Frühjahr angeboten. Nähere Angaben hierzu unter MU 5.
  

 

 
LI 22
26. - 28. September 2010
Kleine Artikel erhalten die Freundschaft
      

Kleine Artikel erhalten die Freundschaft
Zeitschriften machen für (Kultur-)Institutionen und Vereine
26. - 28. September 2010
Leitung: Dr. Klaus Viedebantt, Dr. Olaf Kutzmutz
Nähere Angaben beim
Programmbereich Literatur unter LI 22.

Das Seminar liefert Tipps zur Neugründung von Zeitschriften und für bestehende Projekte Hinweise zur Überarbeitung.

 

 

MU 21
30. September - 1. Oktober 2010
Bastard Weltmusik
     

Bastard Weltmusik
Cultural Diversity zwischen Musikmarkt und Kunstförderung

30. September - 1. Oktober 2010
Planung und Leitung: Prof. Dr. Raimund Vogels, Markus Lüdke
Kostenanteil: ca. 120,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldung: Lassen Sie per E-Mail (Infoanforderung) ab sofort Ihr Interesse vormerken. Melden Sie sich nach Erhalt des ausführlichen Tagungsprogramms (ab etwa 8 Wochen vor Tagungstermin) verbindlich an.

Weltmusik aufgrund musikalischer Eigenschaften definieren zu wollen, erscheint wenig Erfolg versprechend. Denn das einzig Verbindende etwa von Gamelan, Balkan Beat oder Merengue ist ihre musikalische Verschiedenheit. Jede dieser Musikformen erscheint als eine Welt für sich. Weltmusik hingegen als Haltung zu verstehen, führt weiter, wenn nämlich unter dem Begriff eine Durchlässigkeit und Neugier der Ohren verstanden wird. Dann bleiben die unterschiedlichen Welten nicht mehr in Reservaten der Reinkultur voneinander getrennt, sondern treten miteinander in einen Dialog. Und genau darin besteht die gesellschaftliche Kraft und auch Relevanz der Weltmusik.

Damit wäre eigentlich eine Selbstverständlichkeit beschrieben. Denn Kultur ist niemals festgefügt sondern immer ein Prozess, in dem gerade kulturelle Vielfalt wie ein Motor wechselseitiger Anregung und Beeinflussung wirkt. Aber auch wenn dies ganz offensichtlich unseren Alltag prägt, bleibt die Vielfalt doch weitgehend ausgeblendet oder unverstanden. In den Köpfen, Herzen, Förderrichtlinien, Lehrplänen, Musikschulen, CD-Sammlungen oder Sendeplätzen von Rundfunk- und Fernsehanstalten ist sie noch längst nicht angekommen.
Veranstalter von Weltmusik-Konzerten haben deshalb gleich mehrere Querstände zu bewältigen. Sie müssen immer wieder neu das Besondere und Ausgefallene aufspüren, für die spezifische Mischung aus Fremdem und Bekanntem werben und die Bedeutung der Weltmusik in dieser multikulturellen Einwanderungsgesellschaft stets aufs Neue definieren.

Das Fachtreffen widmet sich Strategien, wie die Szene ihrem kulturpolitischen Potential gerecht und wie offensiv eine breite öffentliche Debatte um die gesellschaftliche Relevanz von Weltmusik angestoßen werden kann. Es richtet sich an Musiker, an Veranstalter sowie an kultur- und medienpolitische Entscheidungsträger aus dem Bereich der Kulturverwaltung und Kulturpolitik.

Raimund Vogels, Professor für Musikethnologie an der Hochschule für Musik und Theater Hannover.

 

 

MU 22
1. Phase: 4. - 8. Oktober 2010 (Trossingen)
2. Phase: Frühjahr 2011 (Wolfenbüttel)
Musikvermittlung im kirchlichen Bereich - Neubeginn!
     

Musikvermittlung im kirchlichen Bereich - Neubeginn!
2. Mehrphasige berufsbegleitende Fortbildung hauptamtlicher Kirchenmusiker für die Bereiche Konzertpädagogik und Aufführungskultur
1. Phase: 4. - 8. Oktober 2010 (Trossingen)
2. Phase: 14. - 18. März 2011 (Wolfenbüttel)
Leitung:
Christina Hollmann (Trossingen), Markus Lüdke (Wolfenbüttel) sowie weitere Fachdozenten und -referenten
Anmeldung: Lassen Sie per E-Mail (Infoanforderung) ab sofort Ihr Interesse vormerken. Melden Sie sich nach Erhalt nach Erhalt des ausführlichen Fortbildungsprogramms (ab März 2010) verbindlich an.

Die Qualifizierung wird veranstaltet von den Bundesakademien Trossingen und Wolfenbüttel in Kooperation mit den Kirchenmusikverbänden evangelischer und katholischer Konfession, dem Allgemeinen Cäcilien Verband (ACV), dem Verband Ev. Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in Deutschland (VeM) und dem Verband ev. Kirchenchöre Deutschlands (VeK).

  

       

 

In Zeiten eines schwindenden Interesses an klassischer Musik ist Musikvermittlung zum Rettungsanker geworden. Sie soll das Publikum in die Konzertsäle zurückholen, es binden, neue und vor allem junge Zielgruppen ansprechen und begeistern. Gemeindeleben hingegen wird vielfach überhaupt nur noch in der Kirchenmusik spürbar. Aber auch diese kann sich nur noch bedingt auf die selbsterklärende Kraft ihres Repertoires und ihrer Instrumente verlassen. Auch sie muss sich heute den Herausforderungen stellen, die der kulturelle Wandel mit sich bringt: Kunst und Publikum finden eben nicht mehr von allein zueinander, Konzertsäle und Kirchenräume füllen sich nicht selbstverständlich mit Hör- und Wissbegierigen, Ohren müssen erst für traditionelle und neue Klänge geöffnet werden.

Mit dem überkonfessionellen Fortbildungsangebot stellen die beiden Bundesakademien in Trossingen und Wolfenbüttel die besonderen Aufgaben und Möglichkeiten der Kirchenmusik in den Mittelpunkt. Denn diese verlangt die Vermittlung zugleich musikalischer wie theologisch-pastoraler Inhalte. Eine Konzertpädagogik im kirchlichen Bereich sollte also nicht allein zu einem sinnlich bereichernden Hörerlebnis verhelfen sondern zugleich auch andere Erfahrungsdimensionen erschließen.

Im Rahmen der Fortbildung werden Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker nicht nur mit den grundsätzlichen Fragestellungen des bewussten Hörens und Wahrnehmens konfrontiert, sondern erhalten zudem das notwendige Handwerkszeug für eine lebendige und publikumsorientierte Vermittlung von Musik im kirchlichen Kontext. Das Finden und Umsetzen neuer Ausdrucksformen - auch und gerade im Hinblick auf die Besonderheiten des Kirchenraums - sind ebenso Aspekte der Fortbildung wie die Professionalisierung in den Bereichen Moderation, Aktivierung und Einbeziehung des Publikums, Präsentieren und Inszenieren, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Inhalte der Fortbildung werden durch gemeinsame Praxis und Übungen innerhalb der Kurswochen erprobt und umgesetzt. Darüber hinaus geben begleitende Aufgabestellungen zwischen den beiden Akademiephasen Anregungen für die Entwicklung, Durchführung und anschließend Evaluation eigener Projekte der Teilnehmenden.

 

 

MU 30
5. - 7. Oktober 2010
Gesprächskultur im Orchester
   

Gesprächskultur im Orchester
Kommunikative Kompetenz für Kulturorchester, Opernbetrieb und Theater
5. - 7. Oktober 2010
Leitung: Hans-Peter Hüsch
Kostenanteil: 240,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldung baldmöglichst

Der Betrieb soll funktionieren - und zwar professionell und effizient. Der Druck von außen ist hoch. Kulturorchester, Opern- und Theaterhäuser müssen sich heute mehr denn je beweisen. Jeden Spieltag aufs Neue. Bei den unterschiedlichen Interessen und mitunter gegenläufigen Positionen und Haltungen der Beteiligten bleiben Reibungen nicht aus. Sie sind vielmehr unvermeidlich. Der gesunde und konstruktive Umgang mit ihnen will freilich gelernt sein. Dabei spielt Kommunikation eine entscheidende Rolle. Denn dass der Ton die Musik macht, gilt eben auch für den eigenen Führungsstil, das Auftreten in Verhandlungen wie in alltäglichen Gesprächssituationen bis hin zum betriebsinternen Klima insgesamt. Hier ist eine paradoxe Erfahrung zum machen, dass nämlich Kommunikation Konflikte zugleich auszulösen wie zu lösen vermag.

Das Seminar widmet sich der Reflexion und Neuorientierung der eigenen kommunikativen Kompetenz als Führungskraft, Mitarbeitervertreter oder Mitglied im Orchesterbetrieb. Dabei werden Themen wie der Aufbau einer anderen Kommunikationskultur, die Entwicklung von Informations- und Kommunikationsstrukturen oder Konfliktmanagementsystemen zur Sprache kommen ebenso wie Sozialverhalten, Führungsstil und Mitarbeitermotivation.

Die Seminararbeit orientiert sich an Aufgabestellungen und Fallbeispielen aus der Berufspraxis der Teilnehmenden. Sie findet in einem vertraulichen und geschützten Rahmen statt.

Angesprochen sind die Beteiligten des Opern-, Theater- und Orchesterbetriebs - Musiker und Choristen insbesondere aus der Vorstandsarbeit oder den Betriebs- und Personalräten, Mitarbeiter aus der Orchesterverwaltung und den Orchesterbüros ebenso wie Führungskräfte aus den Bereichen Management, Geschäftsführung, Direktion und Intendanz.

Hans-Peter Hüsch, Stuttgart, arbeitet als selbstständiger Konfliktberater und Wirtschaftsmediator und ist als Trainer und Coach in Profit- und Non-Profit-Unternehmen tätig. Er coacht Führungskräfte und berät Organisationen bei der Implementierung von Kommunikations- und Konfliktmanagementsystemen.

 

 

TH 27
22. - 24. Oktober 2010
Musical und Musiktheater mit Kindern
      

Musical und Musiktheater mit Kindern
Anregungen für den fächerübergreifenden Unterricht an Grundschulen
22. - 24. Oktober 2010
Leitung: Uwe Schwarz, Regisseur für Musiktheater
Nähere Angaben beim
Programmbereich Theater unter TH 27.

Dem Spiel mit Kindern und seinen kreativen Prozessen hat eine besondere Sorgfalt und Aufmerksamkeit zu gelten, geht es doch darum, erste ästhetische Maßstäbe zu setzen, weit ab von Faschingsseide und Tümelei. Doch die Praxis im Primarbereich stellt sich nicht einfach dar, zumal der Reproduzierbarkeit von Darstellung in dieser Altersgruppe Grenzen gesetzt sind und die Gesetzmäßigkeiten einer Theateraufführung sich deutlich von denen des vertrauten kindlichen Rollenspiels unterscheiden.

Das Seminar "Musiktheater mit Kindern" bietet Erzieherinnen, Lehrern und Theaterpädagoginnen Strategien und Impulse an, mit einfachen und einfachsten Mitteln erste Theatervorgänge mit Kindern im Grundschulalter zu erproben und zu erarbeiten.

 

 

MU 24
1. Phase: 25. - 29. Oktober 2010
2. Phase: 24. - 26. November 2010
Musik in der Grundschule
     
Musik in der Grundschule
2. Berufsbegleitende Fortbildung für niedersächsische Neigungslehrkräfte in vier Phasen
1. Phase: 25. - 29. Oktober 2010
2. Phase: 24. - 26. November 2010
Leitung:
Marion Heuer, Markus Lüdke sowie weitere Fachdozenten und -referenten.
Die Qualifizierungsmaßnahme wird in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium und dem Niedersächsischen Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung (NiLS) durchgeführt. Parallel wird ein zweiter Kurs im Raum Lüneburg/Osnabrück angeboten.
Anmeldung und weitere Informationen über den Niedersächsischen Bildungsserver www.vedab.nibis.de. Ansprechpartnerin im NiLS ist Birgit Hantelmann, Tel. 05121/1695-260, E-Mail hantelmann@nils.nibis.de.
       
 

Musikalische Bildung ist wesentlicher Bestandteil des "Musiklandes Niedersachsen". Gleichwohl ist Musik Mangelfach. Es fehlen insbesondere für den Bereich der Grund- und Förderschulen Lehrkräfte mit einer fachlich qualifizierten Ausbildung. Diese Lücke soll nun geschlossen werden, damit Musik in den Grundschulen möglichst flächendeckend - und fachlich ausreichend qualifiziert - unterrichtet und Musizieren in das Schulprogramm eingebunden werden kann.

Die Inhalte basieren auf den Kerncurricula für das Fach Musik in der Grundschule und gehen von handlungsorientierten Konzepten aus: Erarbeitung eines vielfältigen Liederkanons, Vermittlung von elementarer Musiklehre sowie Stimmbildung und Hörerziehung im und durch das Singen mit Methoden der Solmisation, Entwicklung einfacher Liedbegleitungen mit Orffinstrumenten, Keyboards oder Gitarre, musikalische Gestaltung und Improvisation, Instrumentenkunde sowie Einbeziehung von Bewegung, Tanz, Szene, Bild und Literatur.

Die Qualifizierungsmaßnahme erstreckt sich über ein Jahr und umfasst ca. 160 Unterrichtsstunden. Über begleitende Aufgabestellungen sind die in den zentralen Akademiephasen erlernten Inhalte in der eigenen Schulpraxis anzuwenden, zu erproben und deren Ergebnisse zu dokumentieren.

Angesprochen sind niedersächsische Lehrkräfte an Grundschulen, die das Fach Musik unterrichten wollen, aber nicht über eine entsprechende Fachausbildung verfügen. Nach erfolgreicher Teilnahme und abschließender Präsentation von Eigenleistungen erhalten die Absolventen ein Zertifikat des NiLS.

Nähere Angaben zu Kursinhalten und Dozenten auf Anfrage.

 

 

M 29
26. - 28. Oktober 2010
Selbst und ständig
      

Selbst und ständig
Strategien des Selbstmarketings für Freiberufler im Arbeitsfeld Kultur
26. - 28. Oktober 2010
Leitung: Dr. Jens Kegel, Dr. Andreas Grünewald Steiger
Nähere Angaben beim
Programmbereich Museum unter M 29.

Praxiskurs zu den Zielbereichen Positionierung, Profilierung, Image und Marke für Selbstständige im Kulturbereich.

 

 

3. - 5. November 2010
Change Management - Veränderungsprozesse produktiv gestalten
      

Change Management - Veränderungsprozesse produktiv gestalten
3. - 5. November 2010
Dozentin: Anne Ebeling
Nähere Angaben beim Bereich Präsentation Management Organisation unter PMO 12.

Krisen müssen bewältigt, Strukturen und Abläufe sollen verändert werden. Was bedeutet in diesem Zusammenhang Change Management? Wie kann ich Veränderungen in meiner Organisation begleiten? Wie kann ich mit Widerständen gegen Veränderungen umgehen? Wie kann ich für Transparenz sorgen und die Mitarbeiter/innen mit einbeziehen?

 

 

MU 25
7. - 9. November 2010
Neue Aufführungsformate 2: Das Wissenschaftskonzert
     

Neue Aufführungsformate 2: Das Wissenschaftskonzert
Dramaturgien für eine lebendige und publikumsorientierte Präsentation klassischer Musik
7. - 9. November 2010
Leitung:
Markus Lüdke
Kostenanteil: 170,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 8. Oktober 2010
Ergänzend und weiterführend siehe MU 10

Der klassische Konzertbetrieb ist in Bewegung geraten. Denn Gefahr ist in Verzug. Das Repertoire befindet sich in der Wiederholungsschleife, die Rituale sind erstarrt. Das traditionell bildungsbürgerliche Publikum ist in absehbarer Zeit nicht mehr vorhanden, ein neues jedoch nicht in Sicht. Es genügt offensichtlich nicht (oder nicht mehr), Musik einfach nur aufzuführen, auf die große Komponistennamen zu vertrauen oder eigene Stars aufzubauen. Die Inhalte und Dramaturgien hinken dann doch dem Werbeaufwand hinterher.

Gesucht sind also neue Konzertformate und Präsentationsformen, die zum einen die Musik selber besser zur Geltung bringen, die den Kennern das Altbekannte in überraschenden Zusammenhängen wieder neu erleben lassen und die umgekehrt ein junges oder klassikunerfahrenes Publikum überhaupt erst interessieren und ihm dann auch Zugänge eröffnen.

Die Wissenschaften stehen vor einem ganz ähnlichen Problem: Auch sie haben sich verselbständigt. Auch sie haben Schwierigkeiten mit der Attraktivität und Vermittlung ihrer hochkomplexen Inhalte. Jedoch verfügen sie über schon erprobte und erfolgreiche "unterhaltsame" Formate wie die Wissenschaftsshow oder den Science Slam. Im Seminar werden diese Ansätze auf ihre Übertragbarkeit auf den Konzertalltag überprüft. Zugleich wird mit Modellen experimentiert, wie sich Musik selber als Teil von Wissenschaft verstehen und präsentieren lässt.

In der Folge werden Programmkonzeptionen entlang eines wissenschaftlichen Sujets erarbeitet, inhaltlich stimmig aufbereitet und dramaturgisch ausgestaltet - alles unter Einbeziehung andere Künste und Vermittlungsformen und im Hinblick auf die Hör- und Sehgewohnheiten eines ausgewählten, konkreten Publikums. Dies soll schließlich auch über den engen Konzertrahmen hinaus wirksam werden: in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, in eine nachhaltige Beziehungsarbeit mit dem Publikum, ins Marketing bis hin zum eigenen Selbstverständnis und der Arbeit am Image.

Markus Lüdke, Wolfenbüttel, erprobt mit den unterschiedlichsten Ensembles immer wieder neu Konzertformate, zuletzt mit dem Orchester der Technischen Universität Braunschweig. Er leitet den Programmbereich Musik der Bundesakademie Wolfenbüttel seit 1999.

 

 

MU 26
15. - 17. November 2010
Schallplattenkonzert
     

Schallplattenkonzert
Archäologische Klangforschung mit einem alten Neuen Medium
15. - 17. November 2010
Leitung: Claus van Bebber
Kostenanteil: 160,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 15. Oktober 2010

Der Plattenspieler und die Vinyl-Schallplatte sind längst ersetzt, erst durch den CD-Spieler dann durch den MP3-Player. Immer noch aber schwören Audio-Enthusiasten auf das alte Medium und seinen unvergleichlich warmen analogen Klang. Das Hantieren mit den zerbrechlichen Scheiben hat zudem eine haptische Qualität, die allen digitalen Medien heute abgeht. Das Abspielen und Abhören gewinnt darüber etwas Einmaliges, Besonderes, Rituelles. Das wissen auch noch die angesagtesten DJs.

Im Seminar soll dieser Kraft nachgegangen werden. Experimentiert wird mit Abspielgeräte und Schallplatten sowie mit mechanischen Präparationen von beiden. Dabei steht weniger die Collage, also das Spiel mit oder Zitieren von Aufnahmematerial anderer, im Vordergrund. Aus den vorgefundenen, konservierten Klängen, Tönen und Geräuschen und den vinyltypischen Eigenschaften und Möglichkeiten, soll vielmehr eine eigenständige Neue Musik geschaffen werden.

Für die Erarbeitung und Ausgestaltung individueller Schallplattenkonzerten werden von den Teilnehmenden eigene Vinyl-Funde und Abspielgeräte (soweit verfügbar) mitgebracht. Über die Improvisation und den Umgang mit einem Ort (akustische und architektonische Situationen, sowie auch Thema und Anlass) entstehen Aufführungen, die einen konzertanten Charakter besitzen, aber auch Eigenschaften von Performance und Installation. Schließlich werden auch Wege reflektiert, wie sich eine solche künstlerische Arbeitsweise auf musikvermittlerische Zusammenhänge übertragen lässt.

Claus van Bebber, Kalkar, am Niederrhein geboren und dageblieben. Als intermedialer Künstler zwischen Bildender und darstellender Kunst, sowie komponierter und improvisisiert experimenteller Neuer Musik Autodidakt. Die Schallplatte gehört schon seit den frühen 70er Jahren zu seinem "Instrumentarium" und findet seitdem in Konzerten, Kompositionen, Installationen und Objekten Verwendung. Weitere Informationen unter www.cvbebber.de .

 

 

 

   
Top