Veranstaltung

Transkulturell und diversitysensibel arbeitenLearning to be White

»Auf meine Herkunft reduziert zu werden – das ist zu wenig, das ist nicht alles, was ich bin.« (Mutlu Ergün-Hamaz)

Für alle, die in den Darstellenden Künsten tätig sind, ist das Arbeiten mit heterogenen, vielfältigen Gruppen Alltag. Die Diversität der Akteur_innen birgt künstlerisches Potential – gleichzeitig ist immer wieder diversitysensible Kompetenz des Leitungsteams gefragt, um Rassismus, Xenophobie und Diskriminierung begegnen zu können.

Rassismus ist nicht nur ein individuelles, sondern auch ein strukturell verankertes Problem in unserer Gesellschaft. Er prägt nach wie vor die Beziehungen zwischen Mitgliedern der weißen Mehrheitsgesellschaft und denen, die vermeintlich als Ausländer_innen, Migrant_innen oder Angehörige einer anderen Kultur identifiziert werden. Was ist eine »weiße Identität« in einer »multikulturellen Welt«? Was hindert und was fördert unsere Begegnungen?

Das Training »Learning to be White« ermöglicht einen Selbstwahrnehmungs- und Reflexionsprozess, in dem Sie:
→ die Geschichte und die Wirkungsweise des Rassismus näher kennen lernen,
→ Ihre eigenen Prägungen durch das System des Rassismus und Ihr Verhalten reflektieren,
→ wir gemeinsam an Strategien für eine Kultur der Verständigung und Begegnung arbeiten, die ein gleichberechtigtes Zusammenleben für alle nicht nur ermöglichen, sondern in Zukunft selbstverständlich werden lassen können.

Das Training richtet sich an Tanz- und Theaterschaffende, Pädagog_innen und Vermittler_innen, die als Mitglieder der weißen Mehrheitsgesellschaft ihre transkulturelle Kompetenz erweitern, mehr Sicherheit gewinnen und diversitysensible Arbeit fördern wollen.

In Kooperation mit Phoenix e.V

Phoenix e.V.

Phoenix-Trainings wurden in den 1990er Jahren durch den schwarzen deutschen ev. Pfarrer Austen P. Brandt entwickelt. Zuvor war er in London in der Pädagogik der Anti-Rassismus-Trainings ausgebildet worden durch die schwarzen Britin Sybil Phoenix (der 1973 als erster schwarzer Frau der Orden »Member of the British Empire« verliehen worden war). 1993 gründete Brandt »Phoenix – Für eine Kultur der Verständigung« (Verein seit 1996). Die aktiven Mitglieder des Vereins kommen aus verschiedenen Kulturen und Kontexten.
2010 wurde die Arbeit von Phoenix e.V. mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet, Austen P. Brandt wurde 2012 mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland geehrt. Weitere Informationen zu Phoenix e.V. finden Sie hier.

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Leitung: Maria Rojas Hernández, Mutlu Ergün-Hamaz | Datum: 20. Feb (16:00 Uhr) - 22. Feb 2018 (14:00 Uhr) | Kostenanteil: 240,- € (inkl. Ü/VP) | Anmeldeschluss: 12. Jan 2018 |

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