Veranstaltung

Gameplay@stageQualifizierungsreihe in 6 Teilen

In den letzten Jahren sind analoge und digitale Spiele wesentlicher Impulsgeber für das Theater geworden. Gameplay stellt dem Theater neue Dramaturgien, Technologien und Regelsysteme zur Verfügung. Diese verändern nicht nur die Organisation und Ästhetik der Aufführung.

Vor allem verändern sie die Rolle des Publikums: Die »Zuschauenden« sind Mitwirkende. Gameplay im Theater eröffnet ihnen Erfahrungs- und Handlungsräume, die sich grundsätzlich von anderen Theaterformen unterscheiden. Gameplay verändert die Rezeption von Themen, reflektiert das Verhalten der Spielenden im jeweiligen Kontext und erzeugt Formen der Selbstermächtigung. Gameplay kreiert Räume kreativer Komplizenschaft für alle an der Aufführung Beteiligten gleichermaßen: für das künstlerische Team hinter, wie für die Gäste in der Aufführung.

Performances, die sich an (Computer) Spielen orientieren, erzeugen zudem andere Anforderungen und Methoden für den Produktionsprozess. Das klassische Proben verlagert sich in die Bereiche des Konzipierens, der technischen Realisation, des Bastelns, Tinkerns und Testens. Wie organisiert man dieses Arbeiten? Wie kann ich mich mit meiner Profession, als Performer_in, Dramaturg_in, Vermittler_ in, Techniker_in usw. in ein Team einbringen, um im Theater ein funktionierendes Spielsystem zu entwickeln?

Prozesse der Selbstermächtigung im Kontext von Spiel und Theater stehen im Zentrum von »Gameplay@ stage«. Sie sind Gegenstand aus künstlerischer, pädagogischer und politischer Perspektive. Die Qualifizierungsreihe gibt dazu einen Überblick über aktuelle künstlerische Arbeiten und technische Entwicklungen. Sie stellt vor, welcher Kompetenzen und Fachsprachen es im Produktionsprozess bedarf. Sie geht den Fragen nach, welche neuen Formen kultureller Teilhabe aus interaktiven Settings erwachsen und welche Potentiale sich der Kulturvermittlung erschließen. Gegenstand der Qualifizierung sollen u.a. folgende Themen sein:

  • Angewandte Spieltheorie

  • Dramaturgie und Gamedesign

  • Interaktives Storytelling

  • Technik und Probenmethoden

  • Ermöglichung und Förderung kollektiver Kreativität als Vermittlungsaufgabe.

Die Teilnehmenden an »Gameplay@stage« entwickeln eine Haltung diesem sich ständig verändernden und neu erfindenden Feld gegenüber, die sie befähigt, ihre Arbeitsprozesse, Arbeitsmethoden und kulturellen Zugriffe darauf abzustimmen. Die Qualifizierungsreihe vermittelt in Praxis und Theorie, wie Gameplay für die eigene (Theater)Arbeit genutzt werden kann.

1. Teil dk–20 | 5. – 7. Sep
2. Teil dk–24 | 13. – 15. Okt
3. Teil dk–30 | 23. – 25. Nov
4. Teil    3. — 5. Feb 2017
5. Teil    2. — 4. Mrz 2017
6. Teil    4. — 6. Mai 2017

BMBF

Mehr zu Yves Regenass

Leitung: Yves Regenass, Dr. Birte Werner sowie weitere Künstler_innen und Expert_innen | Datum: 5. Sep (16:00 Uhr) - 7. Sep 2016 (14:00 Uhr) | Anmeldeschluss: 30. Jun 2016 |