Veranstaltung

»Und was sagt meine Romanfigur dazu?« Wirklichkeit und Erfinden beim Schreiben

Literarische Figuren stehen und fallen mit ihrer Glaubwürdigkeit. Maß zu halten zwischen origineller Erfindung und psychologischer Grundierung ist bei ausgedachten Figuren schon schwierig genug. Wie aber sieht es aus bei Menschen, die tatsächlich gelebt haben und nun Romanfiguren werden sollen?

Bei Darstellungen berühmter und bekannter Menschen aus der Geschichte? Ob Brecht, Schumann, Galilei oder Einstein: Sie alle waren schon einmal Romanfiguren. Es geht in dieser Werkstatt darum, sich Personen zu nähern, die kein »Material« werden sollen, sondern einmal »echte Menschen« waren oder sogar sind. Es geht um Respekt, Genauigkeit, Einfühlung und auch Umgang mit Quellen. Wir üben an verschiedenen Beispielen ein, wie man das wirklich gelebte Leben in eine literarische Fiktion verwandelt. Einerseits ist es für den Autor erleichternd: Das WAS muss gar nicht mehr erfunden werden; lediglich das WIE. Andererseits darf das »Material« die Imagination nicht hemmen. Und die Beschäftigung mit den »wirklichen Menschen« wird auch den Blick auf »erfundene Menschen« verwandeln.

Seine eigene Arbeit stellt Markus Orths im Rahmen einer öffentlichen Lesung am 4. Oktober, 20 Uhr, vor.

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Ergänzend lit 12, lit 20

Leitung: Markus Orths, Dr. Olaf Kutzmutz | Datum: 3. Okt (16:00 Uhr) - 5. Okt 2017 (14:00 Uhr) | Kostenanteil: 205,- € (inkl. Ü/VP) | Anmeldeschluss: 3. Sep 2017 |

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