Veranstaltung

Vermitteln & Kuratieren | Modul 3: Analyse und Evaluation

Analysen, Feedbacks, Selbstreflexion – das alles unternehmen wir permanent in unserer täglichen Arbeit; doch häufig geschehen diese Ansätze informell oder intuitiv. Wie man diese Prozesse der qualitativen Evaluation professionalisieren, strukturieren und in gezielte, ressourcenschonende Bahnen lenken kann, wollen wir Ihnen vorstellen und anhand von Beispielen aus Ihrer Arbeitspraxis analysieren und entwickeln. Dazu beschreiben wir Ihnen alltagstaugliche und kleinschrittige Methoden und Formate, besprechen den Umgang mit Datenerhebungen und deren Auswertungen, weisen Sie ein in die Möglichkeiten der Präsentation dieser Ergebnisse und zeigen Ihnen, wie eine auf Ihre Bedarfe zugeschnittene Evaluation für die Argumentation Ihrer Arbeit und Konzeption Ihrer Programme hilfreich werden kann.

Das Ziel des Workshops ist die Vorstellung qualitativer Evaluationsmethoden für Prozesse der Museumsarbeit. Fragebogenerhebungen zur standardisierten Erfassung von Publikumsstrukturen und -zufriedenheit werden nicht thematisiert. Der Workshop orientiert sich dabei an den konkreten, vorab zu erfragenden Bedürfnissen und Fragen der Teilnehmer*innen. Das Seminar richtet sich an Vermittler*innen, Kurator*innen und weitere Praktiker*innen aus Kulturinstitutionen mit keinen oder nur wenig Vorkenntnissen im Bereich Evaluation.

Referent_innen

Christiane M. Birkert, Diplom-Kulturwissenschaftlerin, ist seit September 2000 Leiterin des Bereichs Besucherforschung und Evaluation am Jüdischen Museum Berlin. Sie studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Im Rahmen ihres Studiums volontierte Christiane M. Birkert ein Jahr am Art Institut of Chicago in den Abteilungen Museum Education und Programm Evaluation. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin war sie an verschiedenen Ausstellungsprojekten beteiligt – u.a. bei „Töchter Europas - Frauen machen Geschichte“, ein EU gefördertes Ausstellungsprojekt von fünf Städten in Finnland, Frankreich, Großbritannien, Polen und Deutschland.

Christine Gerbich studierte Soziologie, Germanistik und Medien- und Kommunikationswissenschaften und promoviert derzeit am Center for Anthropological Reseach on Museums and Heritage (CARMaH) an der Humboldt Universität zu partizipativen Strategien der musealen Praxis im Museum für Islamische Kunst. Zuvor arbeitete sie als Evaluatorin im Bildungs-, Gesundheits- und Kulturbereich, zuletzt in dem von der VolkswagenStiftung geförderten Forschungsprojekt "Experimentierfeld Museum. Über das Kuratieren der Kunst und Kultur islamisch geprägter Länder".

Martin Düspohl (angefragt)

Martin Düspohl ist Fachbereichsleiter Kultur und Geschichte beim Bezirksmuseum Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin. Nach dem Studium der Erziehungswissenschaften und Soziologie an der Freien Universität Berlin war er von 1983 bis 1986 verantwortlich für die Programmorganisation des kommunalen Kulturzentrums Ballhaus Naunynstraße in Berlin-Kreuzberg. 1987 bis 1990 entwickelte er als geschäftsführender Vorstand von Stattreisen Berlin neue Konzepte für Bildungsreisen und Stadtführungen. Seit 1990 ist er Leiter des Berliner Fridrichshain-Kreuzberg Museums. Seine Themen sind die Stadtentwicklung, Sozial- und Migrationsgeschichte Berlins und Erwachsenenbildung im Museum.

  • Grundlegende Diskurse: Kulturvermittlung und Ausstellungsanalyse

  • Operationalisierung der Theorie: Formen des Praxistransfers

  • Struktur und Format: Zweck, Ziel und Nutzen qualitativer Evaluationen

  • Instrumentarien: Analyse- und Evaluationsmethoden

Ort: Museen in Berlin

Datum: 7. Jul (16:00 Uhr) - 10. Jul 2016 (14:00 Uhr) | Kosten: 170,- € (ohne Ü/VP) | Anmeldeschluss: 7. Jun 2016 |