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Anmeldebedingungen
Der Programmbereich Bildende Kunst - Die Kurse
Berufsbegleitende Qualifizierung
BK 22 KUNSTgeragogik | Kulturelle Bildung mit Älteren Lehrgang 1
BK 25 KUNSTgeragogik | Kulturelle Bildung mit Älteren Lehrgang 2
Fachtreffen und Tagungen
BK 6 Wolfenbütteler Vorlesungen: und Bilder erzeugen ständig Worte, Gedanken...
BK 10 und weiter? Fachtagung für Fachseminarleiter/innen, Fachmoderatoren/innen und Fachberater/innen des Faches Kunst in Niedersachsen
BK 17 Outsider Art. Internationale Fachtagung in Kooperation mit Kunstatelier und Galerie Lebenshilfe Braunschweig
Künstlerische Praxis - Positionen zeitgenössischer Kunst
BK 1 Das Portrait
BK 3 Das eigene Tun
BK 4 Das eigene Tun
BK 7 Denk- und Möglichkeitsräume
BK 8 Denk- und Möglichkeitsräume
BK 9 was ist schon grün?
BK 12 Tafeln
BK 13 Elfenbeinturmkunst ist out!
BK 14 Sommerwerkstatt Malerei
BK 15 Sommerwerkstatt: Pixel um Pixel
BK 19 Werkstatt Buch und Experiment: Das Buch als Garten
BK 21 Von der Entgrenzung der Zeichnung
BK Professionalisierung
BK 2 Einführung in Photoshop
BK 11 Vertiefte Ebenentechnik in Photoshop | Fotomontage
BK 18 Räume öffnen! Zur Kunst in Schulen
BK 20 Künstler sein und gleichzeitig Akteur im Kunstbetrieb
Besondere Veranstaltungen
BK 5 Chancen | Grenzen | Potentiale VI
BK 16 August Klausur: Künstlerinnengruppe WO
Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa
Der bei den Veranstaltungen angegebene Kostenanteil umfasst,
wenn nicht anders angegeben, Vollpension und Kursgebühr.
Über mögliche Rabatte können Sie sich in den Anmeldebedingungen informieren.
Die Kurse beginnen, wenn nicht anders angegeben, am ersten Seminartag um 16 Uhr und enden am letzten Seminartag um 14 Uhr.
Alle Seminare, Tagungen und Qualifizierungsreihen sind offen für Teilnehmer aus dem europäischen Ausland.
Das Programm Bildende Kunst hier als PDF herunterladbar.
(Berufsbegleitende) Lehrgänge
Qualifizierungen
"Der wahre Sinn der Kunst liegt nicht darin, schöne Dinge zu
schaffen.
Es ist vielmehr eine Methode, um zu verstehen. Ein Weg, die Welt zu durchdringen
und den eigenen Platz zu finden."
Paul Auster
Kunst und künstlerische Prozesse können Menschen Räume eröffnen, sich intellektuell und emotional mit gesellschaftlichen und individuellen Fragestellungen auseinander zu setzen: Sie können sich mit den eigenen Veränderungsprozessen, den biografischen Wendepunkten, Widersprüchen beschäftigen oder auch ganz anderen Inhalten zuwenden. Künstlerische Prozesse ermöglichen es dem Menschen, auf eine differenzierte Art und Weise ganzheitlich mit allen Sinnen Welt wahrzunehmen und sich Welt anzueignen. In besonderer Weise gilt dies für Ältere und Alte, durch das Erleben ihrer kreativen Potentiale, eröffnen sich neue Erfahrungsräume, die sich positiv auswirken.
Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Braunschweiger Land.
KUNSTgeragogik
Kulturelle Bildung mit Älteren
Berufsbegleitende Qualifizierung mit Zertifikatsabschluss
in Kooperation mit Partnern aus Forschung und Lehre - Fortsetzung des laufenden
Lehrgangs
Lehrgang 1
BK 22 Modul 5: 13. - 15. Januar 2012
BK 23 Modul 6: 2. - 5. Februar 2012
BK 24 Modul 7: 23. - 25. März 2012 Abschlusskolloquium
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen BAGSO unterstützt die Qualifizierung KUNSTgeragogik.
KUNSTgeragogik
Kulturelle Bildung mit Älteren
Berufsbegleitende Qualifizierung mit Zertifikatsabschluss
in Kooperation mit Partnern aus Forschung und Lehre
Lehrgang 2 - NEUBEGINN!
BK 25 Modul 1: 5. - 7. Oktober 2012 Einführungswochenende
BK 26 Modul 2: 23. - 26. November 2012
BK 27 Modul 3: 14. - 16. Dezember 2012
BK 1/13 Modul 4: 25. - 27. Januar 2013
BK 2/13 Modul 5: 5. - 7. April 2013
BK 3/13 Modul 6: 24. - 27. Mai 2013
BK 4/13 Modul 7: 28. - 30. Juni 2013 Abschlusskolloquium
Beginn des zweiten Lehrgangs der (berufsbegleitenden) Qualifizierung für Menschen, die bereits eine Vorbildung in der kulturellen Bildung haben, entweder im Bereich Bildende Kunst oder Tanz und zukünftig von diesen Künsten aus mit älteren Menschen in unterschiedlichen Zusammenhängen arbeiten wollen, beispielsweise in Projekten, Workshops und Stadtteilzentren oder in Altentageszentren und Seniorenheimen.
In der einjährigen Qualifizierung erhalten Sie ein fundiertes Wissen wie Sie mit Älteren qualitätsvoll künstlerisch, konkret und praxisorientiert in der Bildenden Kunst oder im Tanz arbeiten können.
Bewerbung und Information
Melden Sie sich schriftlich (im Internet nicht möglich) mit einem tabellarischen Lebenslauf insbesondere bezogen auf Ihren beruflichen Werdegang, künstlerische Ausbildung/Vorbildung und Berufserfahrung bis zum 15. Mai 2012 an. Stellen Sie bitte in Ihrem Anschreiben Ihren Beweggrund zur Teilnahme dar. Die Anzahl der Plätze ist begrenzt (Mindestzahl 12). Bei einer höheren Anmeldezahl findet eine Auswahl der Teilnehmenden durch die Lehrgangsleitung statt. Über eine Zu- oder Absage wird nach dem Anmeldeschluss entschieden. Sie erhalten dann umgehend und automatisch Nachricht.
Struktur
Die Qualifizierung entwickelt und kommuniziert klare Ziele, vermittelt Wissen, Können und Haltungen und fördert das berufliche Rollen- und Selbstverständnis. Die Qualifizierung ist prozessorientiert, bezieht das Wissen und die Erfahrungen der Teilnehmenden mit in den Lernprozess ein und unterstützt personale sowie emotionale Kompetenzen. Zudem bietet sie einen verlässlichen Rahmen für den Austausch und die Reflektion in der Gruppe.
Die geragogischen und gerontologischen Grundlagen, die für die zukünftige Arbeit als KUNSTgeragoge/geragogin notwendig sind, werden in der Gesamtgruppe vermittelt. Die spezifischen kunst- und tanzpädagogischen Methoden und die künstlerische Praxis mit einzelnen Themenangeboten in den fachgetrennten Gruppen Bildende Kunst oder Tanz (je nach Vorbildung). Die künstlerische Arbeit erfolgt von dem jeweiligen eigenen Kunstansatz ausgehend. Teil des Lehrgangs ist die Durchführung eines künstlerischen Projektes für Ältere, das in Kleingruppen entwickelt und durchgeführt wird. Das künstlerische Projekt wird gemeinsam vorbereitet, entwickelt und vom Dozententeam begleitet.
Die Qualifizierung umfasst 160 Stunden, zusätzlicher Zeit zum Selbststudium, der Nachbereitung und Vorbereitung der Module und endet mit einem Abschlusskolloquium.
Inhalte
Zu den Begriffen Alter, Altern und Altersbilder
Bildung und Lernen im Alter
Voraussetzungen und Bedingungen des Lernens im Alter
Ergebnisse der neurowissenschaftlichen Forschung und Gedächtnisforschung
Aktuelle didaktische Prinzipien und Beispiele für ihre methodische Umsetzung
Kompetenzen, Haltung und Selbstverständnis der/des KUNSTgeragogin/en
Kognitive Veränderungen im Alter - Demenz und andere. Theorie und künstlerische Praxis
Umgehen mit Herausforderungen
Praxis in Bildender Kunst und Tanz - die künstlerische Arbeit als selbstgesteuerter Prozess
Aufgaben und Arbeitsfelder in der Praxis
Erprobung künstlerischer Projekte in der Praxis
Zielgruppe
Künstler/innen aus den Bereichen Bildende Kunst und Tanz, Kunstvermittler/innen, Kulturpädagogen/innen, Theaterpädagogen/innen, Kunstpädagogen/innen, Tanzpädagoginnen, Kunsttherapeuten/innen, Sozialpädagogen/innen und Praktiker/innen angrenzender Berufsfelder.
Abschlusskolloquium und Zertifikat
Voraussetzung zur Erlangung des Zertifikats ist die Absolvierung aller sieben Module, die Entwicklung eines eigenen Projektes in einer Kleingruppe innerhalb der Module und dessen Präsentation im Abschlusskolloquium. Werden diese Voraussetzungen erfüllt, gilt die Qualifizierung als erfolgreich absolviert.
Das Zertifikat KUNSTgeragogik wird unterzeichnet von der Bundesakademie Wolfenbüttel sowie vom Forschungsinstitut Geragogik FoGera.
Lehrgangsleitung: Dr. Sabine Baumann
Modifikationen des zweiten Lehrgangs durch die Evaluierung des ersten Lehrgangs sind möglich.
Kostenanteil und Bedingungen
Kostenanteil insgesamt: ca. 1.735 €
Im Kostenanteil sind Lehrgangsgebühren wie auch Kosten für Unterkunft und Verpflegung enthalten. Materialien für die künstlerische Praxis können ggf. bei der Bundesakademie zum Selbstkostenpreis erworben werden. Der Lehrgang kann nur insgesamt gebucht werden.
Die Bundesakademie Wolfenbüttel erkennt die Bildungsschecks des Landes Nordrhein-Westfalen und anderer Länder an. Der Bund vergibt Bildungsprämien.
16. - 20. Januar 2012
Das Portrait
Dozentin: Sigrid Redhardt
Kostenanteil: 336,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: 20,- €
Anmeldeschluss: 12. Dezember 2011
"Ich möchte, dass die Farbe wie Fleisch wirkt ... Ich möchte,
dass meine Porträts aus Menschen bestehen, nicht wie Menschen aussehen.
Für mich ist die Farbe die Person. Sie soll für mich funktionieren wie Fleisch."
Lucian Freud
Das Portrait kann viele unterschiedliche Funktionen haben: eine andere Person bildhaft festzuhalten, sich mit der eigenen Person, dem eigenen Konterfei auseinander zu setzen, sich zu erinnern an Menschen, besondere soziale oder familiäre Situationen oder einfach mittels des Portraits die eigene Wahrnehmung zu schulen. In diesem Seminar bilden alle drei Darstellungsmöglichkeiten Portrait, Familienporträt und Selbstporträt eine Möglichkeit sich in der künstlerischen Praxis zu erproben. Egal für welches Thema man sich entscheidet, geht die Wahrnehmung über ein zwischengeschaltetes Medium: entweder ein oder mehrere Fotos als Vorlagen oder der Spiegel beim Selbstbildnis. In Einzelgesprächen wie auch gemeinsamen Werkstattgesprächen werden die Arbeitsvorhaben, die individuellen Interessen und thematischen Schwerpunkte der Teilnehmenden besprochen und geklärt. Hinweise mit Beispielen aus der Kunstgeschichte und der zeitgenössischen Kunst geben weiteren Anlass zur Reflexion der eigenen künstlerischen Arbeit und erweitern das eigene Spektrum.
Sigrid Redhardt, Jahrgang 1950, Kunstakademie Düsseldorf bei Joseph Beuys und Erwin Heerich; seit 1981 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen; Lehraufträge; lebt und arbeitet in Düsseldorf.
20. - 22. Januar 2012
Einführung in Photoshop
Der PC als digitales Fotolabor
Dozentin: Franziska Rutz
Kostenanteil: 192,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: 5,- €
Anmeldeschluss: 16. Dezember 2011
Wer etwas Zeit investiert, den Weg durch das "Photoshop-Universum" zu finden, dem bieten sich vielseitige Möglichkeiten, digitale Fotografien zu verbessern und kreativ weiter zu gestalten. In diesem Kurs werden erste Grundlagenkenntnisse der Bildbearbeitung in Adobe Photoshop (PS) vermittelt.
Retuschieren digitaler Fotografien: Belichtungskorrektur, Farbkorrektur, Schärfen und Weichzeichnen, Farben ersetzen, Umwandeln in Schwarz-Weiß, Bilder perspektivisch korrigieren, Bildausschnitte wählen, Stempelfunktion.
Einführung in die Ebenentechnik: Auswahlwerkzeuge in PS, bestimmte Teile eines Bildes zur Bearbeitung auswählen sowie das Freistellen bestimmter Objekte und Personen eines Bildes.
Begriffe der Bildbearbeitung werden erläutert; Dateiformate für verschiedene Zwecke; Bildauflösung, Farbmodelle und Farbmanagement.
Nach gemeinsamen Übungen (Erstellen einer einfachen Postkarte) bleibt etwas Zeit, um das Gelernte an eigenen Fotografien zu testen.
Wichtige Voraussetzung für die Teilnahme: der sichere Umgang mit Windows und den Standardfunktionen des Computers. Mitbringen von max. 30 Fotos auf USB-Stick oder anderen Speichermedien.
Franziska Rutz, Jahrgang 1956. Studium der Freien Kunst in Luzern; seit 1985 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und Deutschland; arbeitet seit Jahren mit digitaler Bildbearbeitung; lebt und arbeitet in Braunschweig.
Das eigene Tun
BK 4
Das eigene Tun
Künstlerische Arbeit mit Rolf Thiele
Dozent: Prof. Rolf Thiele
"Was ich höre, werde ich vergessen. Was ich sehe, werde ich
erinnern. Was ich tue, werde ich verstehen."
Chinesisches Sprichwort
Im Zentrum dieses Seminars steht die Entwicklung einer eigenen Arbeitshaltung auf der Grundlage seiner eigenen künstlerischen Praxis. Dabei werden der Materialbegriff, die Materialien der einzelnen Kunstgattungen in ihren Ausprägungen am individuellen Konzept der ästhetischen Arbeit thematisiert. Inhaltlich ergänzt, unterstützt, herausgefordert und konfrontiert wird dies im Rahmen der täglichen Vormittags-Vorlesungen zu Fragen der künstlerisch-ästhetischen Arbeit. Werkanalysen, Gespräche vor den Arbeiten der Teilnehmenden am Abend stellen den Zusammenhang zwischen der eigenen Arbeit und einer dahinter stehenden Kunstauffassung her. Die individuellen Arbeitsvorhaben und die damit verbundenen künstlerischen Probleme werden im Einzelgespräch bearbeitet.
Ein zweiphasiges Intensivseminar mit theoretischer und künstlerischer Auseinandersetzung für KünstlerInnen und VermittlerInnen.
Rolf Thiele, Jahrgang 1942; lehrte bis 2007 als Kunstprofessor an der Hochschule für Künste Bremen; lebt und arbeitet in Galan/Frankreich, dort u.a. im Kunst-Leben-Projekt "Académie Galan". Rolf Thiele: Ästhetik der Überforderung, Band 1 - 4 liegen vor. Publikationen erhältlich über die Bundesakademie. www.academie-galan.de
13. - 14. April 2012
Wolfenbütteler Vorlesungen
Und Bilder erzeugen ständig Worte, Gedanken...
Dozent: Prof. Rolf Thiele
Kostenanteil: 95,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 9. März 2012
"Darf man bei Musikhören die Augen schließen und farbige
Bilder sehen?"
Fischli und Weiss
Ein Kolloquium mit verschiedenen Vorlesungen zur intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mittels der Sprache. Es bewegt sich im Spannungsfeld des Kunst-machen-Wollens und den damit einher gehenden Fragestellungen. Alles Gesprochene dient der Untersuchung und dem Bewusstwerden dieser Zusammenhänge. Die Veranstaltung kann als selbständiger Inhalt verstanden werden, ist aber auch besonders geeignet als Intensivierung in Vernetzung zu den angebotenen Seminaren mit Rolf Thiele .
Rolf Thiele, Jahrgang 1942; lehrte bis 2007 als Kunstprofessor an der Hochschule für Künste Bremen; lebt und arbeitet in Galan/Frankreich, dort u.a. im Kunst-Leben-Projekt "Académie Galan". Rolf Thiele: Ästhetik der Überforderung, Band 1 - 4 liegen vor. Publikationen erhältlich über die Bundesakademie. www.academie-galan.de
14. - 19. April 2012/Phase 1
BK 8
2. - 7. Dezember 2012/Phase 2
Denk- und Möglichkeitsräume
Künstlerische Arbeit mit Rolf Thiele
Dozent: Prof. Rolf Thiele
Kostenanteil: jeweils 420,-€ (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: pro Phase 20,-
€
Anmeldeschluss: 10. März 2012 verbindlich für beide Phasen
"In der Stille der Kunst die Kunst des Fragens neu erlernen."
Rolf Thiele
Denk- und Möglichkeitsräume braucht es, um künstlerische Prozesse in Gang zu setzen. Um diese Räume geht es, in denen auf eine differenzierte Art und Weise ganzheitlich mit unterschiedlichen Sinnen Welt wahrgenommen und angeeignet werden kann. Die eigene künstlerische Praxis der Teilnehmenden bildet dabei Ausgangspunkt und Gegenstand der Untersuchungen. In den täglichen Vormittags-Vorlesungen werden Fragen der künstlerisch-ästhetischen Arbeit erörtert und diskutiert. Die Werkanalysen - Gespräche vor den Arbeiten der Teilnehmenden - am Abend runden jeden Seminartag ab und stellen den Zusammenhang zwischen der eigenen Arbeit und einer dahinter stehenden Kunstauffassung her. Gegenstand und Ziel einer solchermaßen strukturierten Zusammenarbeit in diesem zweiphasigen Seminar ist die Förderung und Entwicklung der künstlerischen Kompetenz der Teilnehmenden. Die individuellen Arbeitsvorhaben werden in Einzelgesprächen bearbeitet. Dieses Seminar empfiehlt sich besonders für Teilnehmende, die bereits mit Rolf Thiele gearbeitet haben, ist aber auch für andere offen. Ein Intensivseminar mit theoretischer und künstlerischer Auseinandersetzung für Künstlerinnen und Vermittlerinnen.
Rolf Thiele, Jahrgang 1942; lehrte bis 2007 als Kunstprofessor an der Hochschule für Künste Bremen; lebt und arbeitet in Galan/Frankreich, dort u.a. im Kunst-Leben-Projekt "Académie Galan". Rolf Thiele: Ästhetik der Überforderung, Band 1 - 4 liegen vor. Publikationen erhältlich über die Bundesakademie. www.academie-galan.de
5. - 8. Mai 2012
was ist schon grün?
... aus der Serie EINEFARBE
Dozent: Prof. Christoph Rust
Kostenanteil: 252,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: 20,- €
Anmeldeschluss: 30. März 2012
"Das Licht aus dem Mond schnitzen, um den Bergbach zu
färben".
XU Yin, Dichter der Fünf Dynastien, über Mi se
Konzentration und Reduktion auf die Farbe Grün heißt es in diesem Jahr. Eine schwierige Farbe, zitiert man Kermit den Frosch aus der Sesamstrasse "grün zu sein ist nicht leicht", eine geheimnisvolle, denkt man an das frühe chinesische Porzellan Mi se oder eine sehr spannende, vergegenwärtigt man sich die zartgrünen Arbeiten von Gerhard Richter. Unterschiedliche Aspekte dieser vielseitigen und vielschichtigen Farbe sind damit bereits angesprochen. In dem Seminar werden wir diese Farbe weiter befragen: welche Zugriffsweisen habe ich auf diese Farbe, wie kann ich mich Grün annähern? Welche Erkenntnisse und Möglichkeiten bieten sich mir damit in der eigenen künstlerischen Arbeit wie auch in der Vermittlungsarbeit in Seminaren oder in der Schule.
Weitere Impulsgeber für die eigene praktische Arbeit und inhaltliche theoretische Auseinandersetzung werden Beispiele aus der Kunstgeschichte und der zeitgenössischen Kunst sein. Das Seminar richtet sich insbesondere an Künstler/innen, Kunstpädagogen/innen und andere Kunstvermittler/innen.
Christoph Rust, Jahrgang 1953, Studium der Malerei bei Bernd Minnich und Ernst Hermanns in Münster; zahlreiche Stipendien, diverse Lehraufträge für Malerei, darunter Visiting Artist an der "School of the Art Institute of Chicago", seit 2001 Professur für Ästhetik und Kommunikation an der FH Bielefeld; zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland. Verschiedene Lichtprojekte im öffentlichen Raum sowie Mappenwerke und Buchobjekte; lebt und arbeitet in Hannover und Bielefeld.
14. - 15. Mai 2012
und weiter?
Fachtagung für Fachseminarleiter/innen, Fachmoderatoren/innen und
Fachberater/innen des Faches Kunst in Niedersachsen
Leitung: Dr. Sabine Baumann, N.N.
Anmeldeschluss: 10. April 2012
Anmeldung: Lassen Sie per E-Mail (Infoanforderung)
ab sofort Ihr Interesse vormerken. Sie bekommen dann das ausgearbeitete
Tagungsprogramm ca. 6 Wochen vor Tagungsbeginn zugeschickt. Danach können Sie
sich verbindlich zur Tagung anmelden. Die Anmeldung hierzu erfolgt auf dem
Dienstweg über
www.vedab.nibis.de
Die Fachtagung wird in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) durchgeführt. Kostenübernahme durch das NLQ vorbehaltlich der Bewilligung der Haushaltsmittel.
Die Fachtagung wird - wie schon die Jahre zuvor - inhaltlich gemeinsam mit einer Arbeitsgruppe aus dem angesprochenen Kreis der Teilnehmenden vorbereitet.
18. - 20. Mai 2012
Vertiefte Ebenentechnik in Photoshop
Erstellen einer einfachen Fotomontage
Dozentin: Franziska Rutz
Kostenanteil: 192,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: 5,- €
Anmeldeschluss: 13. April 2012
Was in der analogen Fotografie, langwierige und komplizierte Arbeitsvorgänge benötigte, ist im digitalen Zeitalter viel einfacher geworden. Denken wir dabei z.B. an Standardfunktionen der PC-Arbeit wie "kopieren und einfügen". In dem Bildbearbeitungsprogramm Adobe Photoshop gibt es verschiedene Werkzeuge und die Ebenentechnik, mit denen sich mit etwas Übung Ihre Bildideen umsetzen lassen. Schwerpunkt dieses Seminars ist die Vertiefung der Ebenentechnik: fotografische Elemente ausschneiden, verschieben und in neue Ebenen kopieren; Schatten erzeugen; Größen und Farben verändern, Personen mit Hilfe der Ebenenmaske freistellen etc. Es wird Schritt für Schritt eine erste Fotomontage erstellt, das Geübte wird danach an eigenen Fotografien ausprobiert.
Weiterführende Themen werden behandelt u.a.:
Adobe Bridge,
RAW- Dateien,
verfeinerte Retuschierarbeit mit Ebenenmasken,
Aktionen (Automatisieren) in PS und mit dem Bildprozessor,
weitere Werkzeuge wie Formen und Pfade.
Wichtige Voraussetzung für die Teilnahme: ein Einführungskurs in Photoshop oder Photoshop Elements sowie der sichere Umgang mit Windows und den Standardfunktionen des Computers. Das Mitbringen von ca. 30 Fotos auf USB-Stick oder anderen Speichermedien, eventuell Kamera ist erwünscht.
Franziska Rutz, Jahrgang 1956. Studium der Freien Kunst in Luzern; seit 1985 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und Deutschland; arbeitet seit Jahren mit digitaler Bildbearbeitung; lebt und arbeitet in Braunschweig.
8. - 10. Juni 2012
Tafeln
Dozentin: Prof. Christine Biehler
Kostenanteil: 168,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: 20,- €
Anmeldeschluss: 4. Mai 2012
Tafeln thematisiert die Mahlzeit als essbare und soziale Skulptur.
Ziel der medienübergreifenden Veranstaltung ist es gemeinsam ein außergewöhnliches Mahl zuzubereiten, es anzurichten, darzureichen und mit performativen Handlungen und szenischen Interventionen am Tisch eine Situation zu gestalten.
In der ersten Phase steht die gemeinsame Erarbeitung eines künstlerischen Tischarrangements im Zentrum. Essen wird zum bildhauerischen und malerischen Material für ein Tafelbild oder eine Buffetskulptur. Neben den Form-, Farb- und Geruchsqualitäten der Nahrungsmittel erhalten die bewusste Setzung von Rahmenbedingungen und die Arbeit am Raum und der Atmosphäre als Bausteine der sozialen Skulptur unser Augenmerk. Vor dem Verzehren des Augenschmauses wird der gedeckte Tisch in einer zweiten Phase mit Aktionen, Projektionen, Gemüsemusik oder Lesungen belebt, erforscht und benutzt. Das Tafelbild, die Aktionen und Relikte werden in der Seminartischrunde reflektiert und münden in einer dritten Phase in einer Dokumentation, die Bilder und Spuren der Mahlzeit nochmals transformiert.
Beispiele aus der Kunstgeschichte und der Austausch über Formen prozessualer Kunst, den zugrunde liegenden Bildbegriff, unsere Esskultur und ihrer "Essthetik" begleiten die künstlerische Praxis und das gemeinsame Speisen.
Das Seminar versteht sich als Experimentierraum, in dem versucht wird, die Nahrungsaufnahme als sozial-gesellschaftliches Ereignis zu reflektieren und Essenssituationen in der und für die Kunstvermittlungsarbeit produktiv zu machen.
Christine Biehler, Jahrgang 1964 entwickelt als Bildende Künstlerin Arbeiten im Prozess an den Schnittstellen von Bildhauerei, Medien- und Aktionskunst. (www.christinebiehler.de). Als Kunstvermittlerin war sie als Dozentin und Professorin an verschiedenen Hochschulen tätig. Mehr zu ihrer Lehrpraxis unter www.raum-kunst-lehre.de. Sie lebt zur Zeit in Hildesheim.
10. - 11. Juni 2012
"Elfenbeinturmkunst ist out!"
Neue Programmstrategien für Kunsteinrichtungen und Kulturzentren
Dozent: Dieter Jaenicke
Kostenanteil: 90,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 6. Mai 2012
In Kooperation mit der ADKV - Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine.
Kein öffentlich finanziertes Museum, keine Oper, kein Theater in Groß Britannien kann sich heute mehr erlauben, die Kunst und Kultur, die sie bewahren oder produzieren, nicht in ganzen Programmen für alle Gesellschaftsschichten zu vermitteln, anderenfalls minimiert das einschneidend ihren Etat. Eine Kunst im Elfenbeinturm kann sich nicht nur niemand mehr leisten, es ist vielmehr inzwischen allerorten angekommen, dass Kunstvermittlung und kulturelle Bildung einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe leisten, der eben auch möglichst viele Bildungsschichten erreichen soll.
Das Europäische Zentrum der Künste Dresden Hellerau hat ein Konzept, ja eine Strategie entwickelt, künstlerischen Freiraum und gesellschaftlichen Auftrag in Einklang zu bringen. Es bildet die Diskussionsgrundlage dieses Seminars, anhand dessen die Gruppe der Teilnehmenden gemeinsam und teilhabend über Konzepte für die eigenen Einrichtungen und deren Entwicklung nachdenken und entwickelte Ideen erproben kann.
Wir gehen Fragen nach wie: Welche Richtung ist es, in die sich meine Kultureinrichtung entwickeln sollte? Wie und wo sprechen wir Menschen oder Publikum (d.h. gerade das noch- nicht- Publikum) an? Wie kann man der Kunst den nötigen Freiraum geben und es ihr trotzdem ermöglichen gleichermaßen ihren kritischen Beitrag in der Gesellschaft zu leisten?
Dieter Jaenicke ist seit 2009 künstlerischer Leiter von Hellerau, dem Europäischen Zentrum der Künste Dresden. U.a. gründete und leitete er das Festival Tanztheater International Hannover. 1986 - 2000 künstlerischer Leiter u. Geschäftsführer des Int. Sommertheater Festivals Hamburg. 1994 -97 kuratierte er zudem das Carlton-Dance Festival in Rio de Janeiro und Sao Paulo. 2000 - 2002 Generalsekretär der Aarhus Fest-Wochen Dänemark. Danach Koordinator des Projekts "Kultur der Favelas" im Auftrage des Goethe Instituts Rio de Janeiro. 2003 Kurator für Lateinamerika der H.C. Andersen Stiftung Dänemark, 2004 Senior Advisor for Cultural Programs and Int. Relations von World Culture Open New York. 2003 Direktor des"Fórum Cultural Mundial - World Culture Forum”.
26. - 31. Juli 2012
Sommerwerkstatt Malerei
Dozentin: Susanne Fleischhacker
Kostenanteil: 435,- € (inkl. Ü/Halbpension)
Materialkostenanteil: 30,- € sowie Kosten für benötigte Leinwand und Keilrahmen
Anmeldeschluss: 21. Juni 2011
"Immer war es mir, als ob es ein Leben der Farbe an sich
geben müsse, losgelöst von jedem Gegenstand. Also etwas, das schon vor der Welt
der Gegenstände da war und wovon die Gegenstände ihre Farbe entlehnen. Der Mohn
hat sein Rot aus der farbigen Welt entlehnt. Beim Verblühen des Mohns geht das
Rot wieder zurück zur farbigen Welt und kommt im andern Sommer im neuen Mohn
wieder zum Vorschein."
Augusto Giocometti
Die sechstägige Werkstatt bietet viel Raum zur eigenen intensiven künstlerischen Auseinandersetzung im Feld der Malerei. Der Schwerpunkt liegt bei der praktischen Arbeit an der Staffelei oder am Tisch. Hauptanliegen der Werkstatt ist es, seine eigene Wahrnehmung zu schulen und die eigenen Erfahrungen in künstlerische Prozesse umzusetzen sowie auch die eigenen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erweitern. In Einzelgesprächen und gemeinsamen Werkstattgesprächen vor den entstandenen Arbeiten werden die verschiedenen künstlerischen Ansätze diskutiert - Kataloge zur zeitgenössischen Malerei sowie ein Begleitprogramm liefern zusätzliche Impulse.
Susanne Fleischhacker, Jahrgang 1968; Studium der Freien Kunst an der HBK Braunschweig und der Politikwissenschaften an der TU Braunschweig. Zahlreiche Projekte, Stipendien und Auszeichnungen, u.a.: 2008 Fenster für den Raum der Stille, Amalie Sieveking-Haus der Diakonie, Wolfenbüttel; 2002 4. Preis, Kunstpreis der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken; 2000 -2001 Stipendium Zitadelle, Berlin; 1999 Schlaglicht Kunstpreis im Kunstmuseum Wolfsburg, Kurzstipendium für New York. Diverse Ausstellungen, u.a.: 2008 Freie Radikale, zusammen mit Sabine Laidig, Kubus, Hannover; Rationale 2, Frauenmuseum, Bonn; 2007 Inspired by real events, Projekt zur Stadt der Wissenschaft, galerie auf zeit, Braunschweig; 2006 rich target areas, galerie auf zeit, Braunschweig; Salon Salder, Salzgitter; 2005 Atommächte, open studio, Braunschweig; 2004 7 up, Galerie Schüppenhauer, Köln; 80 Tage, Galerie Art Studio 1, Deinste; 2002 Malerei, Galerie Garanin, Berlin; 2000 Treppenhaus für die Kunst V, MWK Hannover; 2002 - 03 Lehrauftrag an der HBK Braunschweig; lebt und arbeitet in Braunschweig.
2. - 5. August 2011
Sommerwerkstatt: Pixel um Pixel
Digital Photographieren und Photoshop: ein Zusammenspiel
Dozentin: Franziska Rutz
Kostenanteil: 288,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: 5,- €
Anmeldeschluss: 2. Juli 2012
In dieser Sommerwerkstatt loten wir durch Experimentieren mit der Digitalkamera und der Bildbearbeitungssoftware Photoshop, Möglichkeiten für die künstlerische Praxis aus.
Heute, in der Digitalfotografie werden die Bilder errechnet, ist es ein Zusammenspiel aus Hard- und Software, die sich in der digitalen Bildbearbeitung am Computer fortsetzt. Dafür müssen wir unsere Herangehensweise an Bildprojekten überprüfen und neu entwickeln. Dies soll anhand von individuellen Projekten geschehen.
In der Sommerwerkstatt wird "Pixel um Pixel" Grundlegendes der Digitalfotografie und der Bildbearbeitung ausgetestet, neue Aspekte werden kennen gelernt und Sehgewohnheiten hinterfragt, Ungewohntes ausprobiert.
Zu Beginn werden Einstiegsübungen mit der Digitalkamera durchgeführt. Erzeugte Pixelfehler wie z.B. Blooming Effekte, Farbveränderungen, Verwackelungen etc. als Anlass zu eigenen kreativen Fotoexperimenten und Bildfindungen erprobt. Für individuelle Themenschwerpunkte, werden nach Möglichkeit Hilfestellungen in der Umsetzung gegeben, z.B. werden Wege aufgezeigt, wie in Photoshop entstehende Aufgaben (Probleme der Bildkomposition) zu lösen sind. Wie können die Fotos manipuliert werden, um einen bestimmten Bildinhalt zu erzielen? Wieso gelingt die Montage nicht, wie werden Farbverfremdungen oder Verzerrungen erzielt? Was bewirkt ein einfaches Weglassen oder Einfügen im Bild.
Ein roter Faden der Werkstatt wird über die Praxis hinaus die Frage sein: Wie können wir "das Digitale" für die eigene künstlerische Arbeit einsetzen und ästhetische Gesichtspunkte berücksichtigen?
Voraussetzung sind Grundlagenkenntnisse in Photoshop. Mitbringen: Digitalkamera mit Ladegerät und Gebrauchsanweisung, Speicherkarte, USB-Stick etc.
Franziska Rutz, Jahrgang 1956. Studium der Freien Kunst in Luzern; seit 1985 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in der Schweiz und Deutschland; arbeitet seit Jahren mit digitaler Bildbearbeitung; lebt und arbeitet in Braunschweig.
19. - 20. September 2012
Outsider Art
Internationale Fachtagung
in Kooperation mit Kunstatelier und Galerie für Outsider
Kunst. Lebenshilfe Braunschweig.
Leitung: Dr. Sabine Baumann
Anmeldung: Lassen Sie per E-Mail (Infoanforderung)
ab sofort Ihr Interesse vormerken. Melden Sie sich nach Erhalt des ausführlichen
Tagungsprogramms (ab etwa 8 - 6 Wochen vor Tagungstermin) verbindlich an.
"Meine Seele schwingt komisch."
Friedrich Schröder-Sonnenstern
Outsider Künstler bewegen sich in einer Art Randposition - jenseits des gängigen Kunstbetriebs und jenseits von Normen und Zwängen. Sie arbeiten künstlerisch in einem Freiraum unabhängig von Vorbildern der Kunstgeschichte oder den aktuellen zeitgenössischen Strömungen und entwickeln dabei eine eigene Bild- und Formensprache mit einer starken bildnerischen Kraft. Es sind Positionen, die "Einblicke in faszinierende Möglichkeitswelten und komplexe virtuelle Erzählräume geben". Mit dieser Fachtagung wollen wir die gesellschaftliche Akzeptanz und Wertschätzung der zahlreichen Künstlerinnen und Künstler der Outsider Art erhöhen, den Diskurs über Outsider Art mehr in den Fokus der öffentlichen Diskussion bringen und die qualitätsvolle Arbeit der vielen Initiativen, Kunstateliers und Einrichtungen im In- und Ausland stärken.
17. - 18. Oktober 2012
Räume öffnen! Zur Kunst in Schulen
Dozentin: Mona Jas
Kostenanteil: 90,- € (inkl. Ü/VP)
Anmeldeschluss: 12. September 2012
Beginn 14 Uhr
In Kooperation mit der ADKV - Arbeitsgemeinschaft Deutscher Kunstvereine.
BlicklenkerIn, RaumbeschafferIn, IdeengeberIn, LustmacherIn? Welche Möglichkeiten haben Kunstschaffende im Rahmen von Projekten in Schulen?
"Was heute zählt, ist die Motivation und Fähigkeit der Menschen, ihren eigenen Horizont in einer sich ständig verändernden Gesellschaft jeden Tag zu erweitern.” So Andreas Schleicher, Leiter der Pisa-Untersuchungen der OECD. Kunst gerät hier schnell in das Blickfeld, um Lernumgebungen an diese neuen Anforderungen anzupassen. Die bildungspolitischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte haben sicherlich zu einer Erweiterung des Rollenverständnisses Kunstschaffender beigetragen und einen Bedarf an zusätzlicher Qualifizierung entstehen lassen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, inwieweit sich freie, unvorhersehbare künstlerische Prozesse für eine konkrete Funktion einsetzen lassen.
Mit diesem Dilemma bewusst umzugehen, ist eines der Anliegen des Seminars, das sich an Kunstschaffende in Theorie und Praxis richtet, die kooperative Projekte mit Schulen durchführen, bzw. durchführen wollen. Durch Erfahrungsaustausch und der Vermittlung praktisch-beruflichen Wissens mit fachübergreifenden Elementen geht es um eine gezielte Unterstützung und Erweiterung der Potentiale. Formen und Formate einer künstlerischen, transdisziplinären Kunstvermittlung sowie deren theoretische Kontextualisierung werden reflektiert. Das Seminar vermittelt u.a. performative Methoden, die das Spektrum an künstlerischen Prozessen für die Gruppen erweitern.
Schwerpunkte: Präsentation von Beispielen aus der Praxis, Erfahrungsaustausch; transdisziplinäre Kunstvermittlung: Überblick, Praxis; den Körper kennen lernen - die Wahrnehmung schärfen, die Ausdruckfähigkeit steigern; Übersetzung in gestaltende Prozesse (Zeichnung, Malerei, Fotografie und Film, Portfolio); Dialog und Bewegung in gesellschaftlichen Räumen (Sprecherposition, Haltung, Blickkontakt, Kleidercode, Sprachcode, Grenzen, konsensuelles Verhalten).
Mona Jas, geboren 1963 in Rheden/Niederlande ist Künstlerin und Kunstmittlerin. 1995 Meisterschülerin an der UDK Berlin bei Katharina Sieverding, 1995 -1997 Graduiertenförderung u. 1999 Arbeitstipendium des Berliner Senats, 1998 DAAD Reisestipendium Québec/Kanada und New York/USA sowie 1999 Reisestipendium für Istanbul/Türkei. 2004 Goldrausch Künstlerinnen Stipendium art IT, 2008 - 2010 erste Stipendiatin für Kunstvermittlung der NGBK Berlin - Leitung Kunstvermittlungsprojekt Mischen: possible, 2010 Ko-Kuration Rückkopplungen, Vermittlungsprogramm der 6. Berlin Biennale. Arbeit als freie Künstlerin, Kunstmittlerin und Dozentin u. a. mit Projekten in Minsk, Belarus; Merano, Italien und Biel, Schweiz. Jas lebt und arbeitet mit ihren drei Kindern in Berlin und Bernau.
19. - 23. November 2012
Werkstatt Buch und Experiment: Das Buch als Garten
Was ist eigentlich künstlerische Zeichnung?
Dozentin: Odine Lang
Kostenanteil: 336,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: 20,- €
Anmeldeschluss: 15. Oktober 2012
"Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt."
Arabisches Sprichwort
Der Garten ist ein abgegrenzter Ort, an dem Pflanzen in einer bestimmten, menschlich gesteuerten Ordnung wachsen. In einem Buch werden Texte und Bilder in einer Folge von Seiten gesammelt und geordnet, zusammengefasst und von Buchdeckeln eingegrenzt.
In diesem Werkstattkurs "Buch und Experiment" geht es um Analogien zwischen dem Büchermachen und der Gartenkultur: dem Ordnen, Einordnen, Sortieren, Reihen ebenso wie dem Wachsen-lassen, Wuchern, dem Zufälligen.
Die Abgrenzung von Ordnung und Chaos kann thematische Anregungen zu experimenteller Buchgestaltung bieten. Aber auch kurze Texte oder Gedichte zum Thema "Pflanzen und Garten" dienen als Ausgangspunkt für das Büchermachen.
Nach einer thematischen Einführung werden im Kurs Möglichkeiten der künstlerischen Buchgestaltung vorgestellt, die auch Objektcharakter bekommen können. Passend zum individuellen Thema werden einfache, aber raffinierte Bindeformen vermittelt. Gemeinsame Werkstattgespräche und Einzelgespräche begleiten die praktische Arbeit. Ergänzend ist ein Besuch der Malerbuchsammlung der Herzog August Bibliothek geplant.
Odine Lang, Jahrgang 1972. 1992-1997 Grafik-Design Studium an der FH Hannover, FB Kunst und Design, 1997-2001 Aufbaustudium Kunst und Design, HBK Braunschweig, 2002 - 2006 Lehrauftrag für das Fach "Kunst als Buch - Künstlerbücher" HBK Braunschweig, 2004 und 2005 Lehrauftrag Ev. FH Hannover; verschiedene Preise und Stipendien, zahlreiche Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland; lebt und arbeitet in Aachen.
23. - 25. Juli 2012
Künstler sein und gleichzeitig Akteur im Kunstbetrieb
Dozentin: Dr. Anne Marie Freybourg
Anmeldeschluss: 25. Juni 2012
Beginn 14 Uhr
Um einen Weg zu finden, selbstbewusster Akteur im Kunstbetrieb zu sein, muss man erst einmal wissen, wer die anderen Akteure sind und welche offenen wie verdeckten Ziele diese verfolgen. Der Workshop bietet als Einführung eine kurze Bestandsaufnahme der Akteure im aktuellen Kunstbetrieb. Kurze Rückblicke in die Geschichte erhellen die aktuelle Situation.
Danach folgt eine Diskussion, wie Akteurs-Strategien aus der eigenen künstlerischen Praxis abgeleitet werden können, so dass möglichst eine in sich und mit der Kunst kongruente Strategie entworfen werden kann. Fragen des strategischen Auftretens und der öffentlichen Taktik sind ebenso wichtig.
Neben solchen eher rationalen Wegen ist es sinnvoll, auf die psychologischen Dimensionen einzugehen. Mut, Selbstvertrauen, Souveränität - wie gewinnt man das? Das Zusammenspiel von Persönlichkeit und künstlerischer Praxis sind dabei grundlegend, wobei diese Diskussion nicht therapeutisch gemeint ist, sondern eher philosophisch: was ist Authentizität? - und ganz pragmatisch: Wie kann ich für mich selbst stimmig handeln? - ansetzt.
Dr. Anne Marie Freybourg hat seit 1984 als unabhängige Ausstellungsmacherin und Theoretikerin in den Feldern Bildende Kunst, Film und Museologie gearbeitet und an Kunstakademien und Kunstuniversitäten gelehrt. 1988/89 gründete sie das "Goldrausch Künstlerinnenprojekt" und leitete es bis 2001. Zahlreiche Veröffentlichungen und Monographien sowie eine Studie über die sozialen Bedingungen von Künstlerinnen in der Bundesrepublik Deutschland. Ihr augenblicklicher Schwerpunkt liegt auf Fragen nach der heutigen Rolle des Museums, der Kunstökonomie und der Position des Künstlers.
7. - 9. Dezember 2012
Von der Entgrenzung der Zeichnung
Dozentin: Claudia Chaseling
Kostenanteil: 168,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: 10,- €
Anmeldeschluss: 2. November 2012
"Die ganze Welt ist eine Zeichnung".
Emma Dexter
Zeichnungen findet man überall. Wir sind umgeben von ihnen, im Alltag, in unserer Umgebung, auf der Straße. Zeichnen ist eines der unmittelbarsten künstlerischen Medien.
Zeichnung ist Reflexion der Linie, Narration der Welt. Zeichnung hat sich entgrenzt im und vom Blatt Papier, expandiert auf Wand und in den Raum. Zeichnung kann Spur eines Subjekts oder Kontur eines Objekts sein.
Dieses Seminar gibt einen Einblick in die Vielfältigkeit der Zeichnung, will zu einer Hinterfragung und Auflösung der Motive und Perspektive führen, aber ebenso die Technik der Zeichnung, deren Bildträger und die physische Erfahrung zu Zeichnen erweitern.
Claudia Chaseling, Jahrgang 1973, Studium Malerei Hochschule der Künste, Berlin, Meisterschülerin. 2003 Meisterschülerin School of Art, Australian National University, Canberra. Zahlreiche Stipendien u.a. 2008 Goldrausch Stipendium, Berlin, 2007 Dorothea Konwiarz Stipendium, Berlin; 2006 Atelierpreis der Karl Hofer Gesellschaft; Samstag Scholarship (graduate studies Fine Art, Central St. Martins, London); 2004 Emerging artist grant, artsACT, Canberra; 2003-2005 Karl Hofer Gesellschaft Berlin; 2003 Merit Prize, Cowra Festival Art Awards. Seit 2002 zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und (außer-)europäischen Ausland. Projekte: 2011 Visiting Artist, School of Art, Australian National University, Canberra; 2008 Salon im Arbeitsspeicher RAM, Graz; 1997 Malerei Symposium "face to face", Chernivitsi, Ukraine. Lehraufträge für Zeichnung School of Art, Canberra; lebt und arbeitet in Berlin.
Besondere Veranstaltungen
18. - 23. März 2012
Chancen - Grenzen - Potentiale V
Zur Arbeit in einer Künstlerinnengruppe (die Gruppe WO 02)
Dozententeam: Prof. Rolf Thiele, Dr. Sabine Baumann
Kostenanteil: 420,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil: 20,- €
Anmeldeschluss: 17. Februar 2012
Die eigene künstlerische Praxis und deren Reflexion steht im Zentrum dieser Klausurwoche. Begleitend dazu geht es um die Auseinandersetzung mit den besonderen Fragestellungen, Anforderungen wie Herausforderungen, die sich in der Arbeit und in dem Zusammenschluss in einer Künstlerinnengruppe ergeben und zu klären sind.
Rolf Thiele, Jahrgang 1942; lehrte bis 2007 als Kunstprofessor an der Hochschule für Künste Bremen; lebt und arbeitet in Galan/Frankreich, dort u.a. im Kunst-Leben-Projekt "Académie Galan". www.academie-galan.de
Kulturmanager aus Mittel- und Osteuropa
Im Rahmen des Stipendienprogramms der Robert Bosch Stiftung
Im Rahmen des Stipendienprogramms der Robert Bosch Stiftung "Kultur-Manager aus Mittel- und Osteuropa", Programmjahr 2011/2012, findet die fünfte Fortbildungsphase in Zusammenarbeit mit dem Programmbereich Bildende Kunst an der Bundesakademie für kulturelle Bildung in Wolfenbüttel statt.
3. - 7. August 2012
August Klausur der Gruppe WO
Kostenanteil: 176,- € (inkl. Ü/VP), Materialkostenanteil:
10,- €
Anmeldeschluss: 2. Juni 2012