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3 Fragen an Klaus Viedebantt

03.07.2013

Er gehört zu jenen Menschen, die lieber einen Freund verlieren, als einen Kalauer unterdrücken. Klaus Viedebantt merkt man die Liebe zur Sprache schon nach kurzer Zeit an, und diese Liebe hat ihm in seiner journalistischen Laufbahn reichlich genützt. War er zunächst Pressesprecher der Universität Frankfurt, so folgten weitere Stationen als Reiseressortleiter bei der Zeit und Volontärsausbilder bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Viedebantt ist in der Welt herumgekommen und hat eine Menge Bücher über seine Reisen geschrieben. Schwerpunkt und große Leidenschaft: Australien. Wer sich einem Reiseführer Viedebantts anvertraut, geht zum einen nicht in die Irre und wird zudem noch aufs Beste unterhalten. Seit über zehn Jahren lehrt Viedebantt an der Akademie, was er ein Leben lang beruflich gemacht hat: Texte erfinden für ein Publikum, das immer zu wenig Zeit hat. Am Rande der Werkstatt „Journalistisches Schreiben“ stellte ihm Olaf Kutzmutz drei Fragen.

Was würden Sie Reisenden als schönsten Ort auf Erden empfehlen?

Das hängt vom Reisenden ab. Einem konventionell denkenden Menschen würde ich die Südsee vorschlagen, obwohl dort nur wenige Ecken empfehlenswert sind. Einem Kulturliebhaber ein Ziel in Europa, zum Beispiel Italien. Und wer Abenteuer und Action mag, der ist in Alaska richtig aufgehoben. Mein persönlich liebstes Ziel: Australien.

Von wem haben Sie als Journalist am meisten gelernt?

Rudolf Reinhardt habe ich viel zu verdanken. Er war mein erster Ressortleiter, ein leicht cholerischer Lokalchef bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Wenn er aber etwas von mir verlangte, hatte er meistens Recht. Als junger Mann, der freiberuflich ordentlich verdiente, hatte ich sogar ein Redakteursangebot von Reinhardt zunächst abgelehnt. Mit sanftem Druck konnte er mich letztlich überzeugen, dass eine feste Stelle bei der F.A.Z. nicht die schlechteste Plattform für einen Journalisten ist. Auch für diese Hartnäckigkeit bin ich ihm dankbar.

Was zeichnet einen guten Journalisten aus?

Unbestechlichkeit und Neugier.


Schreibpool: Arbeit in der Nachrichten-Werkstatt

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