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Bühne frei für das Abenteuer Kultur

15.02.2018

In der Bundesakademie erleben zurzeit 13 Auszubildende der Drogeriemarktkette dm ein »Abenteuer Kultur«. Obwohl sie in ihrem Alltag als zukünftige Drogist_innen gar nicht auf der Bühne stehen und den Kund_innen auch kein Theater vorspielen sollen, ist es dm wichtig, dass alle Lernlinge – so heißen die Auszubildenden bei dm – Erfahrungen in diesem Bereich sammeln. Dabei geht es vor allem um die Entwicklung der Persönlichkeit: die eigene Körperpräsenz und der feinfühlige Umgang mit Sprache. Seit 18 Jahren ist es deshalb für alle Lernlinge verpflichtend, im ersten und zweiten Lehrjahr an einem Theaterworkshop mitzumachen und am Ende ein Theaterstück vor Freund_innen, Familie und Kolleg_innen aufzuführen.

Lampenfieber und große Freude
Celina, Maylin, Luca, Caro und Jenny sind im ersten Lehrjahr und haben sich gerade in das Abenteuer Kultur gestürzt. Jenny liebt Theater – als Zuschauerin, aber auch Darstellerin – sie hat sich sehr auf diesen Workshop gefreut. Einige ihrer jungen Kolleg_innen dagegen waren zunächst eher skeptisch. Sie sind ein wenig nervös und haben Angst davor, so ganz allein auf der Bühne zu stehen. Auch Luca hat Lampenfieber und konnte sich anfangs gar nicht vorstellen, vor Publikum aufzutreten. Nach den ersten beiden Workshoptagen hat sich die Skepsis bei den angehenden Drogist_innen aber schon gelegt. Da sie in die gleiche Berufsschulklasse in Springe gehen, kennen sie sich bereits seit einiger Zeit und sind miteinander vertraut. Auch haben ihnen die Dozentin Mirjam Dirks und der assistierende Pädagoge Mark Gorzolka in ersten Aufwärm- und Kennenlernübungen die Angst ein Stück weit nehmen können.

   

 

 

 

 

 




Das Theaterstück, das Celina, Maylin, Caro, Jenny und Luca aufführen wollen, handelt von Social Media. Da gehört das »Selfie« natürlich dazu.

Wie schaffen es die beiden Theaterpädagog_innen aber nun mit Amateur_innen in acht Workshoptagen innerhalb von vier Wochen ein gemeinsames Theaterstück zu entwickeln und vor einem Publikum zu präsentieren? »Wir haben zunächst mal eine Idee, das ist unser Rahmen für das Theaterstück: Es soll um Social Media und Frankenstein gehen«, sagt Mirjam Dirks. »Am zweiten Workshop-Tag konfrontieren wir die Lernlinge mit dem Thema und sammeln ihre Ideen dazu. Dann entsteht dazu ein Text und wir proben. Letztlich bleibt das Script bis zur Generalprobe aber oft eine Baustelle.«
Öffentlich ist das Theaterstück leider nicht. Es wird am 9. März im Mühlenfoyer vor geladenen Gästen aufgeführt. Na dann, tot toi toi!

Mirjam Dirks

Mirjam Dirks
ist Theaterpädagogin, Regisseurin und Schauspielerin. Außerdem unterrichtet sie in Workshops Alexander-Technik. Sie arbeitet seit sieben Jahren mit dm für »Abenteuer Kultur« zusammen.

Mark Gorzolka ist Theater- und Sozialpädagoge, Tanz- und Bewegungstherapeut und war zehn Jahre in der Clownerie tätig.  

Dieser Artikel wurde unter abgelegt und mit Theaterpädagogik, Lebenslanges Lernen, Kulturelle Bildung, Best Case verschlagwortet

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