Veranstaltung

Beyond Photography(Visuelle Kompetenzen) für einen kritischen Umgang mit Bildern

Die Bedeutung von Bildern als eigenständiges und machtvolles Kommunikationsmedium in der Gegenwart wächst und hiermit verbunden die Relevanz kritischer visueller Kompetenzen.  Insbesondere Fotografie ist ein zentrales Medium in der Vermittlung gesellschaftspolitisch relevanter und aktueller Themen wie Kulturelle Vielfalt oder Globale Gerechtigkeit, da Fotos – entgegen reiner Illustration – selbst Inhalte und Wissen erzeugen und transportieren. Doch was steckt hinter den Bildern? Welche (unsichtbaren) Parameter lenken das Lesen von ihnen und sollten sowohl in der Vermittlung als auch Hervorbringung von Bildern reflektiert werden? Vor diesem Hintergrund stellt die kritische Auseinandersetzung mit visuellen Kommunikationsformen eine notwendige Voraussetzung in verschiedenen Vermittlungskontexten wie der schulischen und freien Bildungsarbeit sowie Kampagnen von NGOs und Gewerkschaften dar.

Das Seminar blickt anhand konkreter Beispiele hinter Fotografien der (aktuellen) Bild- und Medienwelt und nimmt dabei verschiedene Perspektiven ein. Betrachtet wird, wie abstrakte Themen wie Menschenrechte, Krieg oder Migration mit Fotografien thematisiert werden können und welche spezifischen Potenziale aber auch Herausforderungen das Medium bietet. Praktisch anwendbare Methoden der Recherche und Aufbereitung von Bildmaterial zu gesellschaftlich relevanten Themen werden ebenso vermittelt wie grundlegende Einblicke in rechtliche Aspekte und Methoden der Bild- und Medienanalysen, die auch danach fragen, was eigentlich ein »gelungenes« Bild ausmacht.

Ziel des Seminars ist die Erweiterung der eigenen (visuellen) Medienkompetenzen bezogen auf Bilder und speziell Fotografien als Wissen und Nachrichten generierende Kommunikationsmedien. Die Fortbildung gibt den Teilnehmenden einen Einstieg in das Handwerkszeug und Anregungen für verschiedene Bildpraxen wie den Einsatz von Fotografien und Bildern in verschiedenen beruflichen Zusammenhängen der kulturellen oder politischen Bildungsarbeit an die Hand.

Das Seminar findet in Kooperation mit der Gesellschaft für Humanistische Fotografie statt und richtet sich an alle, für die ein kritischer Umgang mit Bildern und ihrer Vermittlung in beruflichen Tätigkeiten oder im Studium bedeutsam ist.

Die Referentin Miriam Zlobinski studierte Geschichte und Kunstgeschichte und ist ausgebildete Journalistin und Moderatorin. Redaktionell arbeitete sie u.a. für den RBB, das ZDF und publiziert auf Visual-History.de. 2016 war sie Mitglied der Bildredaktionsklasse an der Ostkreuzschule für Fotografie und kuratierte seitdem Ausstellungen im Maxim Gorki Theater und dem Auswärtigen Amt in Berlin. Sie ist berufenes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) und Initiatorin von "Foto:Diskurs - Interdisziplinärer Arbeitskreis zur Fotografie". Miriam Zlobinski, promoviert an der Humboldt-Universität zu Berlin am Institut für Geschichtswissenschaften über "Das politische Bild im Fotojournalismus der alten Bundesrepublik am Beispiel der Illustrierten Stern. Eine kritische Annäherung an das kollektive Bildgedächtnis".

Gefördert durch

bk2818

Leitung: Miriam Zlobinski | Datum: 25. Nov (14:00 Uhr) - 26. Nov 2018 (13:00 Uhr) | Kosten: 150,- € (inkl. Ü/VP) | Anmeldeschluss: 24. Okt 2018 |

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