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SUMMARY:BIOMECHANIK
DESCRIPTION:Die Biomechanik ist ein körperlich-theatrales Ausbildungs- und
  Spielsystem, das von dem Schauspieler, Regisseur, Theaterleiter und Theor
 etiker Wsewolod E. Meyerhold in den politisch, sozial, technologisch und k
 ünstlerisch turbulenten Zeiten des frühen 20. Jahrhunderts in Russland e
 ntwickelt wurde.In diesem gesellschaftspolitischen Umfeld entstand eine ne
 ue Künstlergeneration, die mit gängigen Normen und Regeln brach. Meyerho
 ld suchte nach dem »neuen Schauspieler«, nach der Magie eines nicht-natu
 ralistischen Theaters und bediente sich dabei u.a. der Commedia dell'arte 
 und des japanischen Kabuki. Nach der Unterdrückung der Biomechanik unter 
 Stalin und ihrem weltweiten Wiederaufblühen seit den späten 1980er Jahre
 n, wird sie heute europaweit von dem belgischen Schauspieler und Biomechan
 ik-Experten Tony De Maeyer gelehrt. De Maeyer wurde in seiner Funktion als
  Biomechanik-Choreograf mit der Produktion »Die Gewehre der Frau Carrar/W
 ürgendes Blei« des Residenztheaters München zum Berliner Theatertreffen
  2025 eingeladen. »Form ist das Medium das die Emotionen offenbart« Form
 bewusstsein, räumliche Koordination, Körperbeherrschung, Rhythmik und Mu
 si-kalität, vor allem aber auch Exzentrik und Groteske, also die Suche na
 ch körperlichen Extremzuständen, sind wichtige Merkmale der biomechanisc
 hen Spielkultur. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei auf die Wahrnehmung
  und poetische Ausdruckskraft des Körpers in Bewegung. Die Biomechanik ve
 rleiht ein äußerst breites Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten, vom expr
 essiv-artifiziellen Stil über einen reduzierten Naturalismus bis hin zu S
 lapstick und Clownsspiel. Ihr Grundsatz ist, dass jede Bewegung vom gesamt
 en Körper ausgeführt wird. »Die grundlegende Regel der Biomechanik ist 
 sehr einfach: an jedem Augenblick ist der gesamte Körper beteiligt.« Ode
 r: »Wenn die Nase arbeitet, dann arbeitet der ganze Körper.« (Meyerhold
 ) Die Biomechanik ist keine »exotische« Technik oder Spielweise, sondern
  sie fördert ein universelles Verständnis der Organisation des eigenen M
 aterials: Der/die Schauspie-ler_in bedient sich der Bewegungs-Prinzipien, 
 um die Organisation des Körpers im Raum besser zu verstehen und künstler
 isch einzusetzen.Der Workshop richtet sich an Schauspieler_innen, Tänzer_
 innen, Regisseur_innen, Tanz- und Theaterpädagog_innen, Lehrer_innen für
  Darstellendes Spiel, Projektleiter_innen und alle, die nach neuen ästhet
 ischen Impulsen für ihre künstlerische Arbeit suchen. Die Teilnehmer_inn
 en lernen eine Methode kennen, mit der auf faszinierend-körperliche Weise
  Geschichten erzählt werden können, eine Herangehensweise an theatrale A
 rbeit, die zu einem intensiven Ausdruck verhilft.Keine Vorerfahrung in Bio
 mechanik notwendig, eine gewisse körperliche Grundkonstitution und Erfahr
 ung in der Arbeit mit dem eigenen Körper werden jedoch vorausgesetzt. Bit
 te bequeme Trainingskleidung und feste Turnschuhe (Sohlen müssen gut abro
 llbar sein) mitbringen. Informationen über die Barrieresituation finden S
 ie unter https://www.bundesakademie.de/akademie/service/barrierefreiheit/ 
  Mitglieder der GDBA erhalten 20 % Ermäßigung. Bitte geben sie im Anmeld
 eprozess Ihre Mitgliedsnummer an. 
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