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MENSCHEN, THEMEN & TEXTE INSZENIEREN

Wie bringe ich Mensch und Material zum Glänzen?

Modul 1: Konzeption, Planung und Vorbereitung einer Inszenierung
30. November bis 2. Dezember 2022
(Anmeldung für dieses erste Modul über den Anmelde-Button auf dieser Seite)

Modul 2: inszenatorische Arbeit mit den Spieler_innen
6. bis 8. Januar 2023
(Anmeldung unabhängig vom ersten Modul erst ab Herbst online möglich)

Das zweimodulige Seminar richtet sich an alle, die im (semi-)professionellen Bereich Inszenierungsprojekte erarbeiten und sich zu diesem Zweck austauschen und dazulernen möchten. Beide Module sind inhaltlich eigenständig und unabhängig voneinander buchbar.

Das erste Modul beschäftigt sich mit der Planung einer Inszenierung: Wie entwickle ich ein Konzept? Welches Material liegt meiner Inszenierung zugrunde? Hat der Abend einen thematischen, dokumentarischen oder literarischen Ansatz? Wie erhöhe ich dessen zeitgenössische Relevanz? Wie kann ich in einem dramatischen Text eigene inhaltliche Schwerpunkte setzen, z.B. durch die Strichfassung? Mit welchen Haltungen kann z.B. dokumentarisches Textmaterial behandelt werden (z.B. distanziert oder identifikatorisch)? Welche Medien und Theatermittel helfen mir, meinen Ansatz abzubilden und zu gestalten? Und: Passt die Konzeption zu den Menschen, die nachher auf der Bühne stehen sollen?

Anhand zweier Inszenierungen der Regisseurin Mirja Biel („HEDDA oder der ewige Tanz um den Maulbeerbaum“ die auf Ibsens HEDDA GABLER basiert und für das Theater Lübeck erarbeitet wurde, sowie „MÄDCHENTREU“, einer auf dokumentarischem Material basierenden Recherchearbeit für das Staatstheater Kassel), erhalten die Teilnehmer_innen Einblick in den Umgang mit unterschiedlichen Textformen und -gattungen. Sie steigen selbst in die Textarbeit ein, erstellen eine Strichfassung einer dramatischen Szene und erarbeiten gemeinschaftlich ein Inszenierungskonzept für ein fiktives, exemplarisches Projekt mithilfe eines Szenarios, über das sich auch weitere Fragen nach Mitteln, Ästhetik und Struktur ableiten lassen. Dazu gibt es reichlich Beispiele, Impulse und Erfahrungen aus der langjährigen Inszenierungspraxis der Dozentin.

Zur Vorbereitung des ersten Moduls wird den Teilnehmer_innen eine Szene aus einem dramatischen Text vorab zugesandt.

Zur inhaltlichen Vorbereitung der Dozentin und damit das Modul möglichst auf die konkreten Bedarfe der Teilnehmenden und deren Arbeitskontexte abgestimmt werden kann, bitten wir um Zusendung einer kurzen Beschreibung der eigenen Arbeit und der persönlichen Motivation, sich anzumelden (maximal eine halbe Seite).

Im zweiten Modul steht die Arbeit mit den Spieler_innen im Fokus. Aus wem besteht die Gruppe, mit der die Inszenierung erarbeitet wird? Auf was muss ich achten, damit die Darsteller_innen zum dargestellten Inhalt passen bzw. umgekehrt? Wie vermeide ich Überforderung? Wo kann ich fördern bzw. wie kann ich szenische Vorgänge setzen, damit die Teilnehmer_innen in den Strukturen geschützt sind und glänzen können? Und schlussendlich: Wie erarbeite ich einen dramatischen Text mit den Spieler_innen, wie kann ich Spiel befördern?

Anhand von Beispielen aus der Inszenierungspraxis der Dozentin werden zunächst Spielweisen theoretisch besprochen, bevor die praktische Arbeit beginnt. Hierfür wird der Text einer dramatischen Szene wie vor einer szenischen Probe im Theater erst einmal gelesen und „am Tisch“ aufgeschlüsselt. Es folgen weitere praktische Einheiten, in denen sich die Teilnehmer_innen z.B. in der Gruppe inszenieren und sich gegenseitig Feedback geben werden. Ziel dabei ist, einen Einblick in Inszenierungspraxen und -methoden sowie in die professionelle Schauspieler_innen-Führung zu erhalten, und sich je individuell Wege zu erschließen, die gewonnen Erfahrungen in der eigenen Arbeit anwenden zu können.

Zur Vorbereitung des zweiten Moduls wird den Teilnehmer_innen eine Szene aus einem dramatischen Text vorab zugesandt.

Zur inhaltlichen Vorbereitung der Dozentin und damit das Modul möglichst auf die konkreten Bedarfe der Teilnehmenden und deren Arbeitskontexte abgestimmt werden kann, bitten wir um Zusendung einer kurzen Beschreibung der eigenen Arbeit und der persönlichen Motivation, sich anzumelden (maximal eine halbe Seite).

Die Teilnahme von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) sowie des Fachbereiches II (Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation) der Universität Hildesheim wird durch die beiden Hochschulen gefördert.

Anerkennung für Studierende des Studienganges Darstellendes Spiel der Leibniz Universität Hannover im Rahmen ihres Studiums möglich.

Dieser Kurs ist mit 16 U.-Std. anerkannt im BuT-zertifizierten Fortbildungsprogramm „Spielleitung im Amateurtheater“ bzw. „Schauspiel im Amateurtheater“ des BDAT im Modul „Schauspiel“, Lehrinhalt Theaterformen I.
Mitglieder des BDAT erhalten eine Ermäßigung in Höhe von 10%. Bitte tragen Sie im Anmeldeformular im Feld „Institution“ den Namen der Mitgliedsbühne und des Mitgliedsverbands im BDAT ein. Der Rabatt wird Ihnen dann bei Rechnungsstellung gewährt.