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SUMMARY:Kritisches Kartographieren
DESCRIPTION:***Das Seminar ist bereits ausgebucht. Wenn Sie auf die Warteli
 ste aufgenommen oder informiert werden möchten, wenn ein weiteres Seminar
  zu dem Thema geplant ist, schreiben Sie uns eine Mail an sarah.kuschel@bu
 ndesakademie.de***Kritisches Kartographieren ist eine Methode, die sich mi
 t dem Unsichtbaren einer Landschaft auseinandersetzt – sei es eine tatsÃ
 ¤chlich geographische Landschaft, eine Körperlandschaft, eine Situation o
 der auch eine Biographie. Kritische Karten oder Kartographien dienen dazu,
  für den eigenen Raum einzustehen und sich dessen bewusst zu sein. Kritis
 che Kartographien wollen den Raum sowie die Themen, die in diesem vorherrs
 chen verstehen und aufzeigen. Auf Karten wird somit idealerweise die Viels
 timmigkeit eines Raumes sichtbar.Kritische Kartographie hinterfragt zudem 
 auch die Idee, dass Karten neutrale Abbilder der Wirklichkeit sind. Der An
 satz ergänzt und erweitert die Information und damit die Analyse der Kart
 en als Ausdruck und/oder Produzenten sozialer Wirklichkeiten. Als Haltung 
 zeigt Kritisches Kartographieren, welche Dinge durch An- oder Abwesenheit 
 auf »Karten« Macht haben, bzw. wie die Macher_innen von Karten - alles a
 ndere als objektiv – jeweils eine eigene »Held*innengeschichte« erzäh
 len.Durch kritisches Hinterfragen von Karten und ihrer Entstehung wird Wis
 sen zeitlich und räumlich situiert, dessen Beziehung zu Macht untersucht 
 und Grundlagen des Denkens in Frage gestellt. Ein Beispiel hierfür ist et
 wa das Berliner kollektiv orangotango, das sich mit kritischer Bildungsarb
 eit und konkreten sozialen, politischen und künstlerischen Interventionen
  beschäftigt, die zur Reflexion und Veränderung der bestehenden Verhält
 nisse beitragen. Ein weiteres Beispiel ist die Arbeit von Philippe Rekacew
 icz, der sich mit Beziehungen zwischen Kartographie, Kunst, Wissenschaft u
 nd Politik auseinandersetzt und etwa Fragen im Zusammenhang mit Migration,
  Geflüchteten und somit erzwungener Vertreibung von Bevölkerungen und Gr
 enzen aufgreift. Susanne Bosch wiederum generiert als Künstlerin Wissen u
 nd Erkenntnisse aus aktiven, dialogischen, konstruktiven und ästhetischen
  Prozessen. Sei es still oder verbal, deklarativ oder prozedural, implizit
  oder explizit – künstlerisches Wissen ist für sie wesentlich »embodi
 ed knowledge«, d.h. gefühltes, oft sinnliches und körperliches Wissen, 
 dass gleichberechtigt neben dem verbalen, deklarativen oder prozeduralen s
 teht. Kritische Kartographie verwendet sie in ihrer Arbeit oft, da die Met
 hode dieses Wissen so gut in die Welt bringt und abbildet.Im 2-tägigen Wo
 rkshop erproben wir Ansätze, mit denen »wichtiges Wissen« sichtbar gema
 cht bzw. im Körper identifiziert werden kann. Diese werden gemeinsam befr
 agt, erzählt und erforscht. Das damit verbundene Bewusst-Machen durch Sic
 htbarmachung ist mit der Möglichkeit verbunden, Phänomene und Entscheidu
 ngen anders wahrzunehmen. Zahlreiche praktische Arbeiten in dieser Art von
  Kartographie sind Karten von Menschen für Menschen, d.h. sie bilden gele
 bte Realitäten ab. So stellt die Gruppe Forensic Architecture u.a. Umwelt
 rassismus in den USA auf einer animierten Karte dar.Vermittelt werden nebe
 n einer Übersicht über die Geschichte gegenwärtige Ansätze des Kartogr
 aphierens und Mappings mit Beispielen auch aus digitalen Abbildungsformate
 n und deren Anwendung im individuellen sowie gesellschaftlichen Kontexten.
  Konkret wird Kritisches Kartographieren als künstlerische Methode auf ei
 gene Inhalte angewandt, um vertiefend über die Darstellung und Darstellba
 rkeit unserer Verortung nachzudenken und zu diskutieren.Das Seminar richte
 t sich an alle Interessierten aus künstlerischen, vermittelnden und aktiv
 istischen Kontexten. Studierende sind ebenso willkommen wie Kolleg_innen a
 us Kunstschulen.
LOCATION:Gästehaus
DTSTART:20250223T130000Z
DTEND:20250224T113000Z
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