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Musik kommt zu Wort

Melodramen und mehr …

Das gesprochene Wort hat sich mittlerweile im Konzertgeschehen etabliert: Kaum ein Konzert ohne Moderationen, mit denen Brücken zum Publikum gebaut werden. Aber warum nicht noch einen Schritt weitergehen und Gesprochenes auch einmal direkt mit der Musik verbinden?

Vielen ist heute gar nicht bewusst, dass diese Verbindung bereits im 19. Jahrhundert sehr populär war. Das so genannte Konzertmelodram, zu dem sogar Komponisten wie Franz Liszt und Richard Strauss bedeutende Beiträge beisteuerten, verlor sich jedoch mit dem Aufkommen des Films, in dem dann die Musik anstatt der Worte die bewegten Bilder begleitete.

Wie reizvoll sich Wort und Musik auch heute noch (oder wieder) kombinieren lässt, zeigt das duo pianoworte (www.pianoworte.de) seit nunmehr fast 30 Jahren. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Komponist_innen entstand ein umfangreiches Repertoire zur Aufführung für Kinder und/oder Erwachsene.

Dieser Kurs richtet sich an studierende und fertig ausgebildete Musiker_innen, Kammermusikensembles, Instrumentalpädag_innen und sonstige Personen, die ein Interesse an Sprachgestaltung haben und offen sind für das Experimentieren mit einer heute nahezu unentdeckten Kunstform. Die Anmeldung ist sowohl als Einzelpersonen als auch im Ensemble möglich.

Bestehende Musikstücke können mit Texten kombiniert werden und umgekehrt kann auch zu Texten Musik neu entstehen. Dabei können Lyrisches oder Humoristisches, Gedichte oder Aphorismen, Kurzgeschichten oder Zeitungsannoncen als Grundlage für Improvisationen oder auch Kompositionen dienen. Umgekehrt lassen sich Texte auch zu bereits bestehenden Musikstücken hinzufügen, die dafür geeignet sind.

Auf beiden Wegen lassen sich in verblüffender und wirkungsvoller Weise kleinere und größere Werke erarbeiten, die eine Bereicherung für jedes Konzertprogramm darstellen können.

Darüber hinaus spielt heute die Moderation von Konzerten eine wichtige Rolle. Hierzu werden in dem Kurs Anregungen zu Sprache und Auftreten vermittelt.

Mit Helmut Thiele (Schauspieler) und Bernd-Christian Schulze (Klavier) wird der Kurs von zwei künstlerisch wie pädagogisch erfahrenen Dozenten betreut.

Ziel des Kurses ist die Erarbeitung bzw. Zusammenstellung eines öffentlichen Programms am 2.7. in der Bundesakademie unter dem Motto „Musik kommt zu Wort“, das von den Kursteilner_innen selbst gestaltet und moderiert wird.

Dozenten: Bernd-Christian Schulze, Helmut Thiele

1. Phase: 21.-22. Mai 2022
2. Phase: 13. Juni 2022
3. Phase: 2. Juli 2022 (mit Abschlusskonzert)