BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:https://github.com/derhansen/sf_event_mgt
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:2037-64@www.bundesakademie.de
CLASS: PUBLIC
SUMMARY:Verunsicherung als Chance: Die Begegnung mit dem Eigenen und dem Fremden
DESCRIPTION:Die Angst vor dem Fremden ist so alt wie die Menschheit selbst.
  Was genau als »fremd« definiert wird, unterliegt jedoch ständigen VerÃ
 ¤nderungen.Zunächst denkt man z.B. an Menschen mit Migrations- und Flucht
 erfahrung, die seit vielen Jahren im Mittelpunkt politischer Diskussionen 
 stehen. Konservative, besonders rechtsextreme Politiker_innen, sehen in Ih
 nen im Wesentlichen eine Gefahr, der wir uns erwehren müssen. Das »Fremd
 e« kann aber auch alles andere sein, das Veränderungen mit sich bringt u
 nd uns beunruhigt, seien es die fortschreitende Digitalisierung, der Klima
 wandel, oder der Umbruch traditioneller Vorstellungen von Geschlechterroll
 en und sexueller Orientierung.Rechte bis rechtsextreme Kräfte versprechen
  eine Welt, in der alles so bleiben kann, wie es ist, wenn man sie nur an 
 die Macht ließe, und das ist für viele Menschen attraktiv:  Weil sie gew
 ohnte Privilegien nicht teilen wollen, von den Veränderungen unserer Gese
 llschaft überfordert sind, sich nach Stabilität und einfachen Antworten 
 auf schwierige gesellschaftliche Fragen sehnen – was im Grunde genommen 
 allzu menschlich ist.Leider geht dabei oft verloren, dass eine Begegnung m
 it dem Fremden auch ein großer Gewinn sein kann, neue Erfahrungen ermögl
 icht, an denen wir wachsen können. Stillstand dagegen heißt unweigerlich
  Erstarrung.Die Angst vor dem Fremden erscheint als eine logische Konseque
 nz unserer sich stetig wandelnden Lebenswelt. Sie ist jedoch nicht alterna
 tivlos: Beschäftigen wir uns mit dem Fremden, stellt sich auch die bereic
 hernde Frage, was das »Eigene« ist: Wer wir sind, was uns ausmacht, wo u
 nd mit wem wir uns zu Hause fühlen? Was verbinden wir mit »Heimat«? Ist
  es ein Ort, ein Gefühl, eine Musik oder sind es Menschen, die uns vertra
 ut sind…? Wenn wir wissen, was uns wichtig ist, wonach wir leben, woran 
 wir glauben und was uns nahe ist, können wir besser verstehen, was Fremde
 s mit uns macht. Fremdes kann irritieren, verängstigen, aber auch Neugier
  und Interesse wecken. Es geht dabei um uns selbst und unsere ehrliche Ref
 lexion über unsere Ansichten, Gefühle, Erfahrungen und Haltungen. Und di
 e Bereitschaft uns weiterzuentwickeln.Wie kann ich diese Fragen und Themen
  mit künstlerischen Mitteln adressieren? Wie kann ich der Angst vor der/d
 em Fremden als auch dem Interesse an dem oder den »anderen« oder »unbek
 annten« begegnen und ein ansprechendes Theater damit erschaffen?Wie sähe
  eine Gesellschaft aus, die real existierende Ängste von Menschen ernst n
 immt, und  trotzdem bereit ist sich zu verändern und sich dem Neuen, Unbe
 kannten zu öffnen?Mit Methoden aus Tanz, Bewegungs -, Bildertheater und s
 zenischen Improvisationen setzen wir diese Fragen aufs Spiel. Und schaffen
  so einen Ort der Begegnung mit dem Eigenen und dem Fremden und zugleich e
 inen Ausgangspunkt für die soziale, kulturelle und künstlerische Arbeit 
 mit Menschen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen.Lerninhalteâ
 €¢	 Dem Fremden begegnen – Ängste, Neugier  und Chancen im Umgang mit d
 en oder dem Unbekannten erkunden.•	 Rechtspopulismus und Rechtsextremism
 us verstehen – Hintergründe, Mechanismen und Anziehungskräfte.•	 Hei
 mat, Identität und Zugehörigkeit reflektieren – Das Eigene entdecken, 
 um das Fremde besser zu verstehen.•	 Kreative Zugänge zu gesellschaftli
 chen Themen erproben – Mit Tanz, Bewegung, Bildertheater und Improvisati
 on neue Perspektiven eröffnen.•	 Theater als Raum für Begegnung nutzen
  – Künstlerische Methoden für Dialog, Vielfalt und interkulturelle Beg
 egnung kennenlernen.Lernziele•	 Die eigenen Vorstellungen von Fremdheit,
  Heimat und Identität bewusst wahrnehmen und reflektieren.•	 Verstehen,
  warum rechtspopulistische Botschaften auf so viele Menschen attraktiv wir
 ken – und wie ihnen begegnet werden kann.•	 Neue Perspektiven auf gese
 llschaftliche Veränderungen entwickeln und Vielfalt als Bereicherung erle
 ben.• 	Theaterpädagogische Methoden kennenlernen, um Themen wie Fremdhe
 it, Vorurteile und Zusammenhalt kreativ zu bearbeiten.•	 Künstlerische 
 Prozesse gestalten, die Begegnung ermöglichen, Empathie fördern und den 
 respektvollen Dialog stärken. Informationen über die Barrieresituation f
 inden Sie unter https://www.bundesakademie.de/akademie/service/barrierefre
 iheit/  Mitglieder der GDBA erhalten 20 % Ermäßigung. Bitte geben sie im
  Anmeldeprozess Ihre Mitgliedsnummer an. 
LOCATION:Gästehaus
DTSTART:20270426T120000Z
DTEND:20270427T140000Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR
