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UID:1713-64@www.bundesakademie.de
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DESCRIPTION:Die Institution Theater durchläuft einen Wandel. Die Themen Ma
 cht und Hierarchie werden seit einigen Jahren neu verhandelt. Wir wollen d
 iverser, horizontaler, nachhaltiger und inklusiver werden – und gleichze
 itig weiterhin auf einem künstlerisch exzellenten Niveau arbeiten. In die
 ser Transformationsphase lastet viel Druck auf den Menschen, die TheaterhÃ
 ¤user leiten.\n\nLeitungspersönlichkeiten sollen Richtung geben und zugle
 ich teamfähig, nahbar und kritikfähig sein. Im besten Fall sollen sie Ve
 rletzlichkeit zeigen, statt sich im Interesse des Machterhalts unangreifba
 r zu machen. Leichter gesagt als getan, wenn der Job so stark von Zeitdruc
 k, hohen Erwartungen und knappen Ressourcen geprägt ist.\n\nNiemand will 
 zurück in die Zeit der einsamen und heiß bekämpften Theaterfürsten auf
  dem Intendantenthron. Wirkliche Zusammenarbeit ist eine geteilte Sehnsuch
 t von Beschäftigten und Leitungsebene. Und doch greifen wir unter Einflus
 s von Druck und Stress auf altbekannte Handlungsmuster zurück.\n\nKein Wu
 nder, denn die Verknüpfung von körper-ferner Rationalität mit Macht und
  Autorität ist historisch bedingt tief eingeschrieben in unsere Idee von 
 Führung. Die Zunahme von Burnout-Fällen und Krankenstände auf Rekordniv
 eau zeigen jedoch, dass diese Herangehensweise keine Zukunft hat.\n\nWas k
 ann an dessen Stelle treten? Dieser Workshop geht davon aus, dass die Fäh
 igkeit zu direkter Begegnung die Basis für eine nachhaltige und zeitgemä
 ße Ausdrucksform von Führungsstärke ist. Das autoritäre Prinzip mauert
  und begründet Stärke auf der repräsentativen Ebene. Ein nahbarer Führ
 ungsstil legt den Fokus auf die zwischenmenschliche Ebene und direkte Bege
 gnung. Wenn Teamwork keine reine Inszenierung sein soll, kann die eigene B
 erührbarkeit dabei nicht ausgespart werden.\n\nAufrichtig empfunden und i
 m Körper verankert, kann Verletzlichkeit eine der überzeugendsten Ausdru
 cksformen von Stärke sein. Wenn Verletzlichkeit tabu ist, scheitern die s
 ystemischen und organisatorischen Transformationsbemühungen an einem ents
 cheidenden Punkt: dem der direkten Begegnung. Direkte Begegnung funktionie
 rt wiederum nicht unter Vernachlässigung des Körpers.\n\nDaher arbeiten 
 wir in diesem Workshop mit somatischen Werkzeugen, die dem strategisch pla
 nenden Geist die Intelligenz des Nervensystems an die Seite stellen. Wir e
 rkunden gemeinsam die Quellen nachhaltiger Stärke im eigenen Körper und 
 erleben sie in der Begegnung mit anderen. Das Treffen in der Bundesakademi
 e in Wolfenbüttel wird zu diesem Zweck ein Vertrauensraum sein, in dem ei
 n geschütztes Aufeinandertreffen möglich ist und aus dem auf Basis einer
  gemeinsam geschlossenen, bindenden Vereinbarung keine persönlichen Infor
 mationen nach außen dringen.\n\nDaniel Cremer, somatischer Coach, zertifi
 zierter Körperpraktiker und seit 20 Jahren als Regisseur im deutschsprach
 igen Theaterbetrieb tätig, vermittelt somatische Techniken und bietet ein
 en vertrauensvollen Rahmen für mutige Schritte hin zu einem Wandel, der a
 ktiv auch von der Spitze ausgeht. Der Austausch mit den anderen Teilnehmen
 den ist ebenso zentral wie die individuelle Reflektion.\n\nDer Workshop ri
 chtet sich an Leitungspersonen in den darstellenden Künsten aber genauso 
 auch an Kolleg_innen mit Führungsaufgaben aus anderen Kontexten, die ihre
  (selbst-) Führungskompetenzen erweitern möchten.\n\nDas Wochenende in W
 olfenbüttel wird durch individuellen Austausch zur Vor- und Nachbereitung
  ergänzt.\n\nInformationen über die Barrieresituation finden Sie unter w
 ww.bundesakademie.de/akademie/service/barrierefreiheit/ \n\nMitglieder der
  GDBA erhalten 20 % Ermäßigung. Bitte geben sie im Anmeldeprozess Ihre M
 itgliedsnummer an. 
LOCATION:Gästehaus
DTSTART:20250616T140000Z
DTEND:20250618T103000Z
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