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KuBiDemo

Kulturelle Bildung als Praxis der Demokratiebildung

Politische Bildung als Demokratiebildung verstanden, hat viele Schnittmengen mit Kultureller Bildung. Es geht beiden Bildungsansätzen um gesellschaftliche Teilhabe, um Reflexion, um selbstbestimmtes Urteilen und Handeln. Immer wieder wird der theoretische Zusammenhang von Kultureller Bildung und Ansätzen der Demokratiebildung sowie Politischen Bildung in Publikationen und Tagungen postuliert und auch Best-Practice-Beispiele einer Verknüpfung dieser Bereiche vorgestellt. Oftmals jedoch gerät in Projekten der Politischen Bildung die Kulturelle Bildung zum bloßen Methodenlieferant oder das Anliegen des Gegenstandes der Kulturellen Bildung wird bereits per se als politisch etikettiert. Wie kann also eine Kulturelle Bildung praktisch aussehen, die ohne ihren ästhetischen Anspruch aufzugeben, eine politisch bildende Wirkung entfaltet? Wie kann die Praxis Kultureller Bildung selbst politischer werden?

Diesen Fragen widmete sich das Projekt »KuBiDemo. Kulturelle Bildung als Praxis der Demokratiebildung«, das von 2023 bis 2025 vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wurde. Ziel des Projekts war es, durch die Qualifizierung von Praxisakteur_innen und Multiplikator_innen das demokratiebildende Potenzial Kultureller Bildung in unterschiedlichen ästhetischen Praktiken systematisch zu erschließen, zu reflektieren und weiterzuentwickeln. Kooperationspartner des Projekts waren  Professor Dr. Marc Partetzke und Dr.in Anja Schade vom Institut für Sozialwissenschaft – Politikwissenschaft der Universität Hildesheim.

Den Kern und Ausgangspunkt des Projekts bildeten vier spartenspezifische Labore in den Bereichen Bildende Kunst, Architektur- und Gedenkstättenarbeit, Literatur und Darstellende Kunst. In diesen Laboren arbeiteten Künstler_innen, Vermittler_innen, Wissenschaftler_innen und politische Bildner_innen in einem interdisziplinären Setting zusammen, um anhand ihrer jeweiligen Praxen wiederkehrende Verfahren und Muster demokratiebildender kultureller Arbeit herauszuarbeiten. Die Labore verbanden gemeinsame Diskurse mit künstlerisch-ästhetischen Erprobungen und zielten darauf, die politischen Wirksamkeitspotenziale der einzelnen Sparten zu erkunden.

Im Auswertungsprozess wurden sechs spartenübergreifende, grundlegende Prinzipien der kulturellen Demokratiebildung gefunden. Diese Prinzipien und weitere Projekterkenntnisse wurden in einem Pilotseminar mit den Teilnehmenden praktisch erprobt und weiterentwickelt. Die Publikation »Haltung als Prinzip. Durch kulturelle Bildung Demokratie stärken« ist eine frei zugängliche Wissenssammlung und stellt eine praxisorientierte Systematisierung der Projektergebnisse bereit und versteht sich als Einladung, kulturelle Bildung als wirksame Praxis demokratischen Lernens, Handelns und Erlebens in unterschiedlichen Arbeitsfeldern weiterzuführen.

Das Folgeprojekt „Mapping KuBiDemo – Demokratienetzwerke verbinden und stärken“ setzt den Fokus auf die strukturelle Ebene. Im Zentrum steht erstmals die systematische Erfassung, Analyse und Kartierung von zentralen Akteur_innen und Netzwerken kultureller Demokratiebildung. Ziel ist es, Grundlagen für eine langfristige Stärkung und Weiterentwicklung demokratischer Infrastrukturen im Feld der kulturellen Bildung zu schaffen. Zudem werden die betrachteten Kultursparten um Musik und Tanz erweitert.

Projektlaufzeit
September 2023 - Dezember 2025

Kontakt

Dr. Katja Drews
Projektreferentin
Tel: 0176 - 60378809
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Kyra Börnemeier
Projektreferentin
Tel: 0155 - 66463778

e-Mail schreiben

Prof. Dr. Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss
Direktorin & Geschäftführerin
Tel: 0157 - 50123668
e-Mail schreiben

Aktuelle Veranstaltungen

kd

KubiDemo

Haltung als Prinzip: Durch Kulturelle Bildung Demokratie…

Pilotseminar des Projekts KuBiDemo

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