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… wegen Neu-Machen geschlossen
In der deutschen Museumslandschaft sind zahlreiche Museen sanierungs- oder erweiterungs-
bedingt geschlossen, in Teilen nicht zugänglich oder in Interims untergebracht – und damit in einer Phase der Neukonzeption. Diese Situation bringt viele Herausforderungen mit sich und zugleich die wertvolle Chance, Museen neu zu denken und weiterzuentwickeln: als noch öffentlichere, teilhabe-orientiertere Orte für ein starkes demokratisches Miteinander.
… wegen Neu-Machen geschlossen nimmt diese Zeit des Wandels zum Ausgangspunkt für eine Reihe von Denkwerkstätten mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Im Zentrum steht jeweils der kollegiale Austausch, das von- und miteinander Denken und Lernen.
Nach der Denkwerkstatt #1: Haltung & Strukturen und der Denkwerkstatt #2: Arbeitsweisen & Strukturen richtet die dritte Ausgabe den Blick auf Beteiligte & Zielgruppen.
Mit wem wird neukonzipiert? Für wen wird geplant? Wer bringt Wissen, Kreativität, Erfahrungen, Erwartungen – oder auch Kritik ein? An welchen Stellen bleiben Perspektiven unsichtbar, obwohl sie für ein zukünftiges Museum entscheidend wären?
Museen in Neukonzeption befinden sich häufig über längere Zeit in Zwischenzuständen. Gerade dann verändern sich Beziehungen: innerhalb des eigenen Teams, zu Politik, Verwaltung und Fördernden und nicht zuletzt zu bestehenden Publika, zu Nachbarschaften und Kooperationspartner_innen. Wie kann es gelingen, die verschiedenen Expertisen im Museum sowie die Perspektiven von Adressat_innen und Nutzer_innen des Museums schon weit vor der Eröffnung als Mitdenkende und kritisches Gegenüber in den Prozess einzubinden? Kurzum: Wie kann ein Museum nicht nur für, sondern gemeinsam mit unterschiedlichen Menschen neu gedacht werden?
Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Rolle von Bildung und Vermittlung: Sie arbeitet an den Schnittstellen zwischen Museum und Gesellschaft. Welche Erfahrungen etwa aus Outreach und partizipativer Praxis können helfen, Beteiligung in Neukonzeptionen sinnvoll zu gestalten? Und welche Strukturen und Voraussetzungen braucht es, damit diese Kenntnisse und Kompetenzen möglichst nachhaltig, auch über die (Wieder-)Eröffnung hinaus, in die institutionelle Entwicklung hineinwirken kann?
Ausgangspunkt sind konkrete Erfahrungen der Teilnehmenden: gelungene Beteiligungs- formate wie auch konflikthafte Situationen. So denken wir vom Konkreten ins Grundsätzliche — praxisnah und erfahrungsbasiert und mit Blick auf die besondere Situation von Museen in Neukonzeption.
Besonders angesprochen sind daher Kolleg_innen, deren Museen, Gedenkstätten oder Ausstellungen sich in oder vor einer Phase der Neukonzeption befinden, die eigene Erfahrungen teilen möchten und den angeleiteten kollegialen Austausch zu grundsätzlichen Fragen des Museumsmachens schätzen.
Die Denkwerkstatt #3 ist eine Veranstaltung der Reihe … wegen Neu-Machen geschlossen. Denkwerkstätten für Museen in Neukonzeption, einer Kooperation der Strukturgruppe Neukonzeption von Museen im Bundesverband Museumspädagogik e. V., der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel e. V. und dem yaw! kollektiv.
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