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Denkwoche an der Bundesakademie
Fach- und Führungskräfte in Kultureinrichtungen und -ämtern berichten regelmäßig, dass das operative Geschäft und die Herausforderungen von Change Management und Transformation eine Vielzahl von Prozessen erfordern, u.a. Steuerungsmeetings, interne Workshops, Sprints oder Abstimmungsrunden mit kulturpolitischen Vertreter_innen.
Die Leitung und Entwicklung einer Kultureinrichtung erfordert ein außerordentliches Maß an Engagement und zeitlicher Verfügbarkeit. Wer dabei einen zeitgemäßen Führungsstil pflegt und den Erwartungen in Hinblick auf Partizipation durch Einbindung von Mitarbeitenden, Förderern, Stadtgesellschaft und weiteren Anspruchsgruppen gerecht werden möchte, braucht ein gutes Gespür für das richtige Tempo und ausgeprägte Moderationsfähigkeiten.
Eine notwendige und nicht zu unterschätzende Ressource ist dabei die Zeit: für die Reflexion der angestoßenen oder noch anzustoßenden Prozesse, für die Entwicklung neuer Ideen, die Ausarbeitung eines Konzepts, die Formulierung eines Gedankens.
Diese Zeit finden Sie vom 16. bis 19. November 2026 an der Bundesakademie für Kulturelle Bildung.
Wir bieten
Menschen in Leitungs- und Entscheidungsfunktion aus Kultur-, Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen ein Zimmer in unserem Gästehaus, einen Platz im Lesesaal und drei Mahlzeiten am Tag.
Der Rest? Kommt von Ihnen.
Schweigen, schreiben, wandern, entwerfen? Wie Sie die Zeit nutzen, ist Ihnen überlassen.
Wenn Sie möchten,
nutzen Sie unseren Handapparat mit ausgewählter Literatur zu den Herausforderungen der Gegenwart. Oder begleiten Sie unseren Programmleiter bei einer Wanderung im Harz. Entspannen Sie bei einer morgendlichen Yoga-Session auf dem Theaterdach. Oder kapseln Sie sich einmal richtig ab.
Auf Wunsch verwahren wir auch gerne Ihr Smartphone.
Schweigen ist ausdrücklich erlaubt. Abschalten erwünscht.
Unser Grundprinzip lautet:
Kein Pflichtprogramm – vier Tage lang stehen Fokus und Reflexion im Zentrum.
Dafür bieten wir Ihnen Rückzugsräume, einen Platz im Lesesaal in der Bibliothek, Schreibzonen, Spazierwege und die notwendige Atmosphäre. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Inhalte
• vier Tage konzentrierte Arbeits- und Denkzeit ohne Verpflichtungen oder Programmdruck
• individuelle Reflexion zu aktuellen beruflichen, institutionellen oder konzeptionellen Fragestellungen
• Nutzung von Rückzugs-, Schreib- und Leseorten in der Bundesakademie und der Herzog August Bibliothek
• Möglichkeit zur konzeptionellen Arbeit – z.B. Strategiepapiere, Texte, Skizzen, Notizen
• freiwillige Impulse durch ausgewählte Angebote – z.B. gemeinsame Wanderung, Yoga, Literaturangebot
• Entschleunigung und bewusste Unterbrechung des operativen Arbeitsalltags
• Raum für Perspektivwechsel, Neujustierung und persönliches Denken
• Arbeiten im eigenen Rhythmus – allein, schweigend oder in selbstgewählter Form des Austauschs
Zielgruppen
Die Denkwoche richtet sich besonders an Fach- und Führungskräfte in Kultur-, Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen, die in Leitungs-, Steuerungs- oder Entscheidungsfunktionen tätig sind.
Angesprochen sind Personen, die im Alltag stark durch operative Anforderungen, Abstimmungsprozesse und Verantwortung gebunden sind und sich bewusst Zeit für Reflexion, konzeptionelle Arbeit oder persönliche Standortbestimmung nehmen möchten.
Das Angebot eignet sich insbesondere für Menschen, die ohne Seminarstruktur, Leistungsnachweise oder Gruppendruck arbeiten wollen und einen geschützten Raum für eigenständiges Denken und Entwickeln suchen.
Zeitrahmen & Ablauf
Am ersten Tag haben Sie die Möglichkeit, ab 14 Uhr bei uns anzukommen und in Schünemanns Mühle, dem Gästehaus der Bundesakademie, einzuchecken. Sie erhalten Ihren Zimmerschlüssel und Zugang zu Handapparat und Arbeitsräumen.
Am Nachmittag servieren wir Kaffee und Kuchen und abends ein leichtes Essen.
Ab dem zweiten Tag bieten wir Ihnen neben Frühstück, Lunchpaket/Mittagsimbiss und Abendessen wechselnde freiwillige Programmangebote: eine Wanderung, eine anderthalbstündige Yoga-Session und einen Besuch der Gedenkstätte in der JVA Wolfenbüttel.
Neben unseren Arbeitsräumen reservieren wir Ihnen zudem einen Platz im Lesesaal unseres Kooperationspartners, der Herzog August Bibliothek.
Nutzen Sie gerne auch die Möglichkeit, an einem unserer Flügel zu spielen oder den Abend bei einem Getränk ausklingen zu lassen.
Anmeldung
Es gibt eine begrenzte Zahl an Plätzen. Die erste Anmeldephase endet am 18. Oktober 2026.
Wenn Sie sich später anmelden, können Sie über die Nachrücker_innen-Liste möglicherweise noch einen Platz erhalten.
Veranstaltungsorte
Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Anreise
Wenn Sie bereits am Vorabend anreisen möchten, dann teilen Sie uns das bitte bei der Anmeldung im Feld »Bemerkungen« mit.
Die zusätzliche Übernachtung kostet 61 Euro.
Weitere Informationen
zur Barriere-Situation, zu Förderungen und Ermäßigungen:
www.bundesakademie.de/akademie/service
Warum an der Bundesakademie fortbilden?
Die Bundesakademie für Kulturelle Bildung ist ein Ort für Menschen, die im Kunst- und Kulturbetrieb nicht nur arbeiten, sondern diesen gestalten möchten. Hier treffen fachliche Tiefe, methodische Vielfalt und ein inspirierendes Lernumfeld aufeinander. Unsere Seminare werden von erfahrenen und renommierten Dozent_innen geleitet, die Theorie und Praxis auf hohem Niveau miteinander verbinden und aktuelle Themen in lebendige Lernprozesse übersetzen.
Eine Fortbildung an der Bundesakademie bedeutet auch, Zeit und Raum für die eigene berufliche Reflexion zu gewinnen – jenseits des alltäglichen Arbeitstrubels. In der konzentrierten, zugleich offenen Atmosphäre des Hauses entstehen neue Perspektiven, Ideen und Kooperationen. Unsere Teilnehmenden schätzen die Möglichkeit der Begegnung mit engagierten Kolleg_innen aus unterschiedlichen Sparten und Regionen, die gemeinsame Suche nach Lösungen und die Vielfalt an Erfahrungen, die jedes Seminar bereichert.
Die Akademie bietet dabei nicht nur fachliche Weiterbildung, sondern auch einen Ort des Austauschs, der Ruhe und Inspiration – ein Rahmen, in dem Lernen nachhaltig wirkt und neue Impulse für die eigene Praxis entstehen.
Ansprechpartner_innen
Julia Zalewski & Jérôme Jussef Lenzen
Co-Programmleitung Kulturmanagement & Kulturpolitik
julia.zalewski@bundesakademie.de
jerome.jussef.lenzen@bundesakademie.de
Ada Anschütz
Veranstaltungskoordination
ada.anschuetz@bundesakademie.de
Eine Veranstaltung der ba• Wolfenbüttel in Kooperation mit der Herzog August Bibliothek