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Die Kunst der Demokratie und der Gewaltfreien Kommunikation

Demokratische(re) und wertschätzende(re) Praxen für Dich und die Kultur
Demokratie und Wertschätzung erfahren und erfahrbar machen. Eine Toolbox für die persönliche Demokratiekompetenz, die Zusammenarbeit und Teilhabe in Teams, Kulturinstitutionen und Kollektiven sowie eine partizipative Ästhetik

In der Kunst gehen wir an Grenzen und darüber hinaus. Wir suchen die Unsicherheit, erforschen das Unbekannte, kreieren mutwillig Neues.

Oft überholen wir uns selbst und unsere Kolleg_innen dabei, beuten uns und andere aus, hören im kreativen Furor nicht auf unsere leise innere Stimme. Dabei sind unsere Emotionen unser Material. Aber der Druck und die prekären Umstände scheinen keinen Raum für Gefühle und Empathie zu lassen.

Und dann gibt es ja noch die Welt außerhalb der Theaterblase; wie sieht es eigentlich mit unserem Community-Building, mit unserer praktischen gesellschaftlichen Relevanz aus? Wie sehr suchen wir als Künstler_innen die Verbindung in unsere Nachbarschaften? Oder bleiben wir, wenn wir ehrlich sind, lieber unter uns, pflegen unsere Routinen und hoffen weiter, dass diverse Publika schon von alleine zu uns kommen?

Wandel ist im Gange. Viele Kolleg_innen träumen lange schon davon, die Grenzen längst obsoleter (Theater-) Folklore und vermeintlicher institutioneller Zwänge zu sprengen und die Theater, Museen und andere Kulturhäuser aber genauso auch die Kollektive der Freien Szene zu (noch) demokratische(re)n Orten der Augenhöhe und der gleichberechtigten Kreativität zu machen. Viele fragen sich: Wie kann es uns trotz starrer, hierarchischer Strukturen, Klassismus, der Dominanz eines längst nicht mehr für alle relevanten Kanons und der allgemeinen Kompliziertheit menschlichen Zusammenlebens und -arbeitens gelingen, durch eigenes Handeln und gemeinsam mit Verbündeten Demokratie auf und hinter die Bühne zu bringen?

In unserem zweitägigen Intensivkurs stehen zunächst demokratische und wertschätzende Verfahren und das entsprechende persönliche Verhaltensrepertoire im Rampenlicht. Wir wollen die Fragen beantworten: Wie geht Wertschätzung und Demokratie im persönlichen Umfeld? Wie zugewandt und demokratisch bin ich selbst? Auf dieser Grundlage werden wir schließlich unsere neu erlangte persönliche Demokratiefähigkeit und unsere Demokratiekompetenz als Team auch auf ästhetische Potenziale untersuchen: Wie können wir Freiheit, Wertschätzung, Teilhabe und Augenhöhe in unseren Programmen, Spielplänen, Projekten und Formaten auch künstlerisch erfahrbar machen?

In diesem Workshop lernen wir mit Übungen aus der Gewaltfreien Kommunikation sowie aus dem Demokratietraining „Betzavta“, uns selbst und anderen wieder mehr zuzuhören, besser zusammen zu arbeiten und uns mittels unserer Kunst mehr mit unseren Publika zu verbinden.

Die BETZAVTA-Methode des Adam-Institute for Democracy and Peace Jerusalem sensibilisiert und ermächtigt mit praktischen, gruppendynamischen Übungen, kreativen Ansätzen und viel Raum für Reflexion für gelingende demokratische Praxen. Die Gewaltfreie Kommunikation ist ein von dem Psychologen Marshall B. Rosenberg entwickeltes Konzept zwischenmenschlicher Kommunikation und Konfliktlösung, das auf (Selbst-)Einfühlung und Mitgefühl basiert und Zugang zu den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen sowie denen anderer vermittelt. Ziel der Gewaltfreien Kommunikation ist es, das Verstehen und die Verbindung zwischen den Menschen zu befördern.

Mittels dieser Methoden erarbeiten wir uns Kompetenzen, mit denen wir im Alltag und in unseren jeweiligen Arbeitsbereichen dazu beitragen können, dass sich alte Strukturen und Gewohnheiten langsam aber stetig verändern und sich demokratische(re) Potenziale in jeder und jedem selbst, in (Kultur-) Institutionen, in (künstlerischen) Teams oder im Kollektiv zu entfalten beginnen.
Das Seminar richtet sich an Künstler_innen und Vermittler_innen, an Lehrer_innen für Darstellendes Spiel, an in Kultur- und Theatermanagement sowie kulturpolitisch Tätige sowie an Projektleiter_innen im professionellen und semiprofessionellen Kontext. Aber auch alle anderen Menschen aus anderen (selbstverständlich auch nichtkünstlerischen) beruflichen oder privaten Kontexten sind herzlich willkommen.

Mitglieder der GDBA erhalten 20 % Ermäßigung. Bitte geben Sie im Anmeldeprozess Ihre Mitgliedsnummer an

 

Informationen über die Barrieresituation finden Sie unter bundesakademie.de/akademie/service/barrierefreiheit/