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Details

Graphische Notationen

Experimente an der Schnittstelle von Musik und Bildender Kunst
Was passiert, wenn visuelle Spuren sich in Klang verwandeln? Welche Landschaften entstehen, wenn das Zeichnen sich von Rhythmus oder Geräusch leiten lässt? Sowohl Klang als auch Zeichnung beruhen auf Bewegung. Von dieser Prämisse ausgehend untersucht der Workshop die Beziehungen zwischen Hören, Zeichnen und musikalischer Form.

Wie »klingt« eine Zeichnung? Wie kann jenseits der gängigen Notenschrift mit Notation experimentiert werden und was macht das mit der Interpretation?
Ausgehend von konkreten praktischen Übungen erkunden wir die vielfältigen Zusammenhänge zwischen Klang, Bewegung und grafischen Elementen in Form von Notationen, Scores und Partituren.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Erlernen musikalischer oder zeichnerischer Fertigkeiten. Vielmehr lädt das Seminar zu Erkundungen jenseits des Bekannten ein, die Wahrnehmung zu sensibilisieren und dadurch einen neuen Blick auf die eigene künstlerische Praxis zu gewinnen.

Der Workshop ist in diesem Sinne ein offenes Experimentierfeld, in dem wir wir uns bewusst Übersetzungsprozessen zwischen unterschiedlichen Kunstformen öffen: Was geschieht, wenn eine künstlerische Form in eine andere übertragen wird? Was geht verloren, was tritt hervor? Wo entstehen Reibungen, und was erzählen sie über die eigene Arbeit?
Inspiration bieten Beispiele aus Komposition, Zeichnung und Performance, etwa Arbeiten von John Cage, Iannis Xenakis oder Jorinde Voigt sowie Positionen aus dem Umfeld von Fluxus.
Diese und weitere Ansätze dienen als Ausgangspunkt für eigene Experimente die im Verlauf des Workshops entwickelt und begleitet werden: Graphische Notationen, Skizzen und (Ereignis-)Partituren werden zu Bild- und Notationsobjekten oder performativen (Klang-) Gesten.

Musikalische oder bildnerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur Offenheit für Experimente und die Lust, die eigene Komfortzone zu verlassen.