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Momo Djender
Momo Djender ist ein „Sohn des Mittelmeeres“. Er ist geboren und aufgewachsen in Algier. Seine Ahnen sind Kabylen, ein nordafrikanisches Berbervolk. Momo wächst mit Chaabi-Musik auf, einer traditionellen algerischen Musikrichtung, die ihre Ursprünge in arabisch-andalusischer Musik hat, entdeckt jedoch ebenfalls früh seine Liebe zu Soul, Jazz und Popmusik. Bereits mit 14 Jahren hat Momo, in seiner Heimat bekannt als Mohamed Reda, seine ersten Auftritte mit seinen damaligen Bands „Babylon“ und später „Casbah“. Damals covert er Songs von den Beatles, Stevie Wonder und Rocksongs. Mit 19 Jahren veröffentlicht er in seiner Heimat sein erstes Album „36 Basta Ali“. (Der Titel bezeichnet eine Bushaltestelle in Momos Wohnviertel Bab El Oued). Mit der Single „Smaati Lennass“ wird er buchstäblich über Nacht ein Star. Der Song – übrigens eine Reprise von George Michaels „Last Christmas“ - hält sich wochenlang in den algerischen Charts.
Der Bürgerkrieg zwingt Momo 1991, seine Heimat zu verlassen. Er geht nach Marokko, wo er im angesehenen Restaurant Le Fouquet’s Agadir als Musiker arbeitet. In Marokko gelingt es ihm, seinen arabischen Wortschatz zu erweitern und dadurch ein tieferes Verständnis für sein kulturelles Erbe, die Chaabi-Musik, zu erlangen.
1994 kommt er nach Berlin, in die Stadt, die zu seiner zweiten Heimat wird. Dank seiner musikalischen Neugier und Offenheit arbeitet er mit Künstlern aus verschiedensten Kulturen, namentlich Ramesh B. Weeratunga (Sri Lanka), Hussein Kili, Rhani Krija (Marokko), Eda Zari (Albanien), Jocelyn B. Smith (USA), Hans Lüdemann, Mellow Mark, Klaus Doldinger (Deutschland), aber auch mit dem weltberühmten Musiker Sting.
Momo Djender und Raphael Moussa Hillebrand verbindet eine langjährige Zusammenarbeit miteinander.
