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2050 - Utopien in Bewegung

Zukunft tanzen, Utopien hören, Möglichkeiten bewegen

Die Zeiten, in denen wir leben, werden immer dystopischer. Klimakrise, Rechtsruck, Kriege, soziale Ungleichheit, KI. Vieles von dem, was gerade passiert, verändert auch die Art, wie wir auf Zukunft schauen. Umso wichtiger ist es, in Kunst und Kultur Räume zu schaffen, in denen wir unsere eigenen Utopien entwickeln und verteidigen können.

In diesem Workshop wollen wir einen Deep Dive in die Themen Utopie, Träume und Zukunft machen. Uns interessiert dabei vor allem die Frage, was passiert, wenn wir Utopien nicht nur denken oder über sie sprechen, sondern versuchen, sie in den Körper zu bringen. Wie fühlt sich eine Zukunft an, die es noch nicht gibt? Was tragen unsere Körper bereits an Erfahrungen, Erinnerungen, aber auch an Vorstellungen und Sehnsüchten in sich? Und wie können daraus Bewegungen entstehen?

Wir arbeiten mit Tanzimprovisation, körperlicher Recherche und gemeinsamen choreografischen Entwicklungen. Es geht darum, den eigenen Körper ernst zu nehmen als einen Ort, an dem Wissen und Erfahrung sitzen, aber eben auch Fantasie und die Möglichkeit, etwas anderes auszuprobieren. Der erste Tag gehört zunächst ganz dieser Recherche. Wir nehmen uns Zeit, in die Themen einzusteigen, Material zu entwickeln und gemeinsam herauszufinden, was unsere jeweiligen Vorstellungen von Zukunft eigentlich mit unseren Körpern machen.

Ab dem zweiten Tag kommt Momo Djender dazu und mit ihm die Live-Musik. Momo ist in Algier aufgewachsen und musikalisch stark durch Chaabi und arabisch-andalusische Musik geprägt. Gleichzeitig bewegt sich seine Arbeit seit vielen Jahren durch ganz unterschiedliche musikalische Welten. Soul, Jazz, Pop und Blues treffen bei ihm auf nordafrikanische und arabisch-andalusische Traditionen und auf zeitgenössische Sounds. Genau dieses musikalische Spektrum interessiert uns für die Arbeit. Momo wird unsere Tanzimprovisationen und die gemeinsamen choreografischen Entwicklungen live begleiten. Seine Musik gibt dem, was im Raum entsteht, einen Rahmen und gleichzeitig eine neue Tiefe. Wir wollen ausprobieren, was mit unserem Bewegungsmaterial passiert, wenn Musik dazukommt. Was sie verstärkt. Was sie verändert. Wo sie etwas öffnet, womit wir vorher vielleicht gar nicht gerechnet haben.

So entsteht nach und nach ein Tanz- und Klangteppich, der sich durch unterschiedliche Zeiten, Orte und musikalische Erinnerungen bewegt. Von Algier bis Berlin, von Tradition zu Zukunft und wahrscheinlich auch irgendwohin, was wir vorher noch nicht kennen.

Der Workshop steht für sich. Eine Teilnahme am ersten Workshop »2050 – Tanz als gelebte Utopie« ist nicht notwendig, um hier einzusteigen. Wer beim ersten Mal dabei war, kann Erfahrungen und Fragen mitbringen und schauen, was damit in dieser neuen Konstellation passiert. Es wird Bekanntes geben, aber wir wiederholen den ersten Workshop nicht. Und wer neu dazukommt, beginnt nicht irgendwo in der Mitte. Es gibt nichts nachzuholen und kein Wissen, das vorausgesetzt wird. Wir fangen gemeinsam an.

Denn genau darum geht es vielleicht auch bei Utopien: sich nicht nur zu fragen, was die Zukunft mit uns macht, sondern welche Zukunft wir selbst denken, träumen und mit unseren Körpern in die Welt bringen können.

Angesprochen sind Tänzer_innen, Tanz- und Theaterpädagog_innen, Projektleiter_innen, Lehrer_innen für Darstellendes Spiel, Multiplikator_innen und alle, die für die eigene tanzkünstlerische oder -vermittelnde Arbeit Impulse suchen, um mit dem körper Zukunft zu denken bzw. dies zu vermitteln.

Raphael Moussa Hillebrand, Träger des Deutschen Tanzpreises 2020:

www.raphaelmoussa.com

Informationen über die Barrieresituation finden Sie unter www.bundesakademie.de/akademie/service/barrierefreiheit/

Mitglieder der GDBA erhalten 20 % Ermäßigung. Bitte geben sie im Anmeldeprozess Ihre Mitgliedsnummer an.

Hier geht es zu einem Video von Raffael Moussa-Hillebrandt und seinem letzten ba• Workshop »Tanz als gelebte Utopie«

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