Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Details

Nachwuchsförderung und Generationen-Management im Kulturbetrieb.

Zugänge diversitätssensibel gestalten. Vielfalt im Team nachhaltig binden.
Der Online-Workshop thematisiert die fehlende Repräsentation gesellschaftlicher Vielfalt in Kultureinrichtungen und zeigt Wege auf, junge Menschen aus unterrepräsentierten oder marginalisierten Gruppen zu fördern und gleichzeitig Strategien zu entwickeln, um Generationenkonflikten vorzubeugen.

Auf dem Weg von der Absicht zur erfolgreichen Umsetzung treffen Kultureinrichtungen zunehmend auf die Herausforderung, wie sie dem eigenen Bedarf nach qualifiziertem Nachwuchs gerecht werden und die kulturpolitische und gesellschaftliche Förderung nach Diversifizierung in der eigenen Personalstruktur (perspektivisch) abbilden können.

Mit den vielfältigen Förderprogrammen zur Diversitätsentwicklung der vergangenen Jahre sind zwar schon zahlreiche Transformationsprozesse eingeleitet worden – im Bereich der Nachwuchsförderung scheint das zu bohrende Brett jedoch besonders dick zu sein, auch, weil in den eigenen Einrichtungen nicht selten zeitgleich Vorbehalte gegen Generation X und »zu viel« Diversität adressiert werden müssten.

Diese Komplexität erschwert die Ansatzfindung zur Nachwuchsförderung erheblich.

Die Folge
Der Zugang zu Ausbildungswegen, Praktika und Einstiegspositionen ist weiterhin zahlreichen Barrieren unterworfen. Junge Menschen aus unterrepräsentierten oder marginalisierten Gruppen finden nur selten nachhaltige Zugänge in kulturelle Berufsfelder.
Eine diversitätsorientierte Nachwuchsförderung erfordert daher nicht Absichtsbekundungen und punktuelle Maßnahmen, sondern eine bewusste Auseinandersetzung mit bestehenden Strukturen, Auswahlmechanismen und der vorherrschenden Arbeitskultur.

Vermittelt werden
die für einen umfassenden Change-Prozess notwendigen Grundlagen, Perspektiven und praxisnahen Strategien für eine diversitätsorientierte und nachhaltige Nachwuchsförderung in Kultureinrichtungen.

Im ersten Teil setzen sich die Teilnehmenden mit zentralen Begriffen, Diskursen und strukturellen Ungleichheiten auseinander und analysieren die Ausgangslage in ihren eigenen Organisationen.
Der zweite Teil fokussiert auf den kollegialen Austausch und die Entwicklung konkreter Handlungsmöglichkeiten entlang realer Praxisfragen. In moderierten Gruppenarbeiten werden Ansätze diskutiert, weiterentwickelt und auf die jeweiligen institutionellen Kontexte übertragen.

Ziel ist es, umsetzbare Maßnahmen zu identifizieren, die zu einer langfristig chancengerechteren Nachwuchsförderung beitragen.

Themen
• gesellschaftliche Vielfalt und Repräsentation in Kultureinrichtungen: Status quo und Herausforderungen
• strukturelle Barrieren in Nachwuchsförderung, Personalgewinnung und -entwicklung
• Rolle von Organisation, Führung und Arbeitskultur in diversitätsorientierten Prozessen
• Verantwortung und Handlungsspielräume von Kultureinrichtungen im Kontext von Diversität und Chancengerechtigkeit

Bildungsziele
• Analyse der eigenen Organisationsstrukturen und -kulturen im Hinblick auf Diversität und Zugangsgerechtigkeit
• Reflexion bestehender Auswahl-, Einstellungs- und Fördermechanismen
• Anwendung leitfadengestützter Analyse- und Reflexionsfragen
• Entwicklung konkreter Maßnahmen zur diversitätssensiblen und nachhaltigen Nachwuchsförderung
• Nutzung von Austausch- und Peer-Learning-Formaten zur Strategieentwicklung
• Sensibilisierung für diskriminierende Strukturen und implizite Ausschlüsse
• Übertragung theoretischer Grundlagen in praxisnahe Handlungsschritte
• Stärkung der eigenen Rolle als Gestalter_in chancengerechter Strukturen

Zielgruppen
Mitarbeiter_innen aus dem Kunst-, Kultur- und Kulturverwaltungsbereich, die mit Personalentwicklung, Nachwuchsförderung, HR und vergleichbaren Themen zu tun haben und insbesondere Leitungskräfte auf unterschiedlichen Ebenen – Teamleitung, Geschäftsführung, Vorstand.
Ebenfalls eingeladen sind Mitarbeitende aus Projekten zur Diversitätsentwicklung und Kulturverwaltung sowie Akteur_innen aus dem Bereich der Kulturförderung.

Zeitrahmen
Montag, 2. und Dienstag, 3. November | 9.30 – 14.30 Uhr | mit Kaffeepausen und Mittagspause

Anmeldung
Wir setzen auf konzentriertes Arbeiten im Kleingruppenformat. Daher empfehlen wir eine Anmeldung bis zum 21. Oktober 2026.
Informationen zum Auswahlverfahren finden Sie hier.
Auch nach dem Anmeldeschluss können eventuell noch Plätze verfügbar sein – schreiben Sie uns gerne an.

Dozierende

Abhilash Arackal ist Musik- und Kulturmanager aus Köln. Er tritt als Organisator, Veranstalter und Kulturakteur auf und bewegt sich dabei zwischen Pop- und Transkultur mit einem besonderen Augenmerk auf Diversität und Teilhabe, u.a. mit Stationen beim Landesmusikrat NRW, dem PopBoard NRW, creole NRW oder dem New Fall Festival.
Als Sohn von aus dem südindischen Bundesstaat Kerala nach Deutschland migrierten Eltern setzt sich Abhilash Arackal in seiner Arbeit für mehr Repräsentation marginalisierter Künstler_innen und Geschichten im Kulturbetrieb ein.

Katrin Gildemeister M.A. arbeitet beim Kulturrat NRW als Referentin für Diversität. Sie ist studierte Friedens- und Konfliktforscherin, Ethnologin und Germanistin sowie zertifizierte Mediatorin im Arbeits- und Wirtschaftskontext nach BMWA-Richtlinien und Mitbegründerin des Vereins Hiwarat (Dialoge) e.V.
Sie war in verschiedenen beruflichen Umgebungen mit den Schwerpunkten Partizipation und Migration tätig und arbeitet auch als freiberufliche Trainerin, Moderatorin und Mediatorin.

Warum online an der Bundesakademie fortbilden?

Auch in digitalen Workshops schafft die Bundesakademie für Kulturelle Bildung inspirierende Räume, in denen fachliche Tiefe, methodische Vielfalt und praxisnahe Impulse zusammenkommen. Erfahrene Dozent_innen gestalten interaktive Formate, die zum Mitdenken, Mitmachen und Vernetzen einladen. In der konzentrierten digitalen Atmosphäre entsteht Raum für kollegialen Austausch und neue Perspektiven über Sparten und Regionen hinweg.

Die Veranstaltung findet über Zoom statt.

Die Datenschutzrichtlinie für Zoom, dessen Anbieter seinen Sitz in den USA hat, finden Sie hier:
www.zoom.com/de/trust/privacy/privacy-statement

Ansprechpartner_innen

Julia Zalewski & Jérôme Jussef Lenzen
Co-Programmleitung Kulturmanagement & Kulturpolitik
julia.zalewski@bundesakademie.de
jerome.jussef.lenzen@bundesakademie.de

Ada Anschütz | Jörn G. Steinmann
Veranstaltungskoordination
ada.anschuetz@bundesakademie.de
joern.steinmann@bundesakademie.de

Ähnliche Veranstaltungen