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Hello You!
Wie können kommunikative Barrieren gezielt abgebaut werden – sowohl in der internen Zusammenarbeit als auch in der externen Kommunikation mit Publikum, Partner_innen und weiteren Öffentlichkeiten?
Im Fokus dieses Workshops steht die Entwicklung einer bewussten, reflektierten und zugänglichen Kommunikationspraxis, die Vielfalt nicht nur mitdenkt, sondern aktiv fordert.
Flüssige, adressat_innengerechte Kommunikation ist eine zentrale Schlüsselkompetenz im Alltag kultureller Institutionen. Sie erfordert Sensibilität, sprachliche Souveränität und ein Gespür dafür, wer angesprochen wird – und wer bislang nicht erreicht wird.
Die entscheidende Frage lautet dabei:
Wie gelingt eine Kommunikation, die nicht nur sendet, sondern auch empfängt und somit echten Austausch ermöglicht?
Wie können Kultureinrichtungen ansprechbar werden, Feedback einholen und durch inklusiv ausgerichtete Kommunikation relevanter für mehr Menschen werden?
In der Kulturarbeit profitieren wir von Vielstimmigkeit und Perspektivenvielfalt. Doch wie lassen sich entsprechende Strukturen schaffen?
Sie lernen, Team- und Kommunikationsstrukturen zugänglicher zu gestalten und dadurch zugleich ein diverseres Publikum anzusprechen. Der Workshop nimmt dabei eine intersektionale Perspektive ein und beleuchtet zentrale Aspekte von Anti-Ableismus, Zugänglichkeit und diskriminierungskritischer Kommunikation.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die kritische Analyse der eigenen kommunikativen Ausrichtung:
• Wer wird als Teil des institutionellen Umfelds adressiert – und wer ausgeschlossen?
• Wessen Bedürfnisse werden priorisiert, wessen nicht?
• Wie verbindlich ist der Anspruch auf Inklusion – und wo kann ein konkreter Einstieg gelingen?
Anhand von spannenden Praxisbeispielen aus dem Kulturbereich und einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Konzept der Aesthetics of Access wird Barrierefreiheit als kreativer Impuls für innovative Kommunikations- und Organisationsmodelle verstanden.
Fragestellungen
• Welche Barrieren bestehen in der internen und externen Kommunikation kultureller Institutionen? Oder: meiner Organisation?
• Wie kommuniziere ich zugänglich? Welche Formen von Barrierefreiheit gibt es und gilt es zu beachten?
• Wie kann ich durch inklusiv ausgerichtete Kommunikation neue Zielgruppen erreichen und binden?
• Welche Rolle spielt Transparenz und wie gestalte ich eine transparente Außenkommunikation?
Bildungsziele
Die Teilnehmenden ...
• reflektieren ihre eigene kommunikative Haltung und institutionelle Praxis,
• erkennen kommunikative Barrieren und Ausschlussmechanismen,
• kennen zentrale Konzepte inklusiver und diskriminierungskritischer Kommunikation,
• entwickeln Strategien für zugänglichere interne und externe Kommunikationsstrukturen,
• verstehen Barrierefreiheit als kreativen Motor für Innovation und Publikumsentwicklung.
An wen richtet sich der Workshop besonders?
Kolleg_innen aus Kunst und Kultur, die vor der Aufgabe stehen, neue und vielfältige Zielgruppen anzusprechen und ihre kommunikative Praxis inklusiver ausrichten möchten – besonders Menschen mit kommunikativen, aber auch konzeptionellen, leitenden und koordinierenden Aufgaben in Kulturinstitutionen, Verwaltung, Projekten oder freien Initiativen.
Auch Quereinsteiger_innen oder Teilnehmende mit bislang wenig Erfahrung sind herzlich eingeladen, und wir freuen uns insbesondere auch über die Teilnahme von Studierenden.
Im Oktober 2026
hatte ein erster Hello You!-Onlineworkshop stattgefunden, der den Startpunkt bildete für die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema im Jahr 2027.
Durch den Austausch in der Gruppe und mit externen Expert_innen haben wir die konkreten Bedarfe vor Ort bei Beteiligten und in den Institutionen ermittelt und darauf aufbauend die Schwerpunkte für das weitere Programm entwickelt.
— Die vorherige Teilnahme am Onlineworkshop ist keine Voraussetzung für die Mitarbeit in diesem Kurs —
Zeitrahmen
Montag, 22. März 2027 | 14.00 – 21.00 Uhr | mit Abendessen und Kaffeepausen · ab 21.00 Uhr informeller Austausch
Dienstag, 23. März 2027 | 9.00 – 21.00 Uhr | mit 2½ Stunden Mittagessen und -pause, Abendessen, Kaffeepausen · ab 21.00 Uhr informeller Austausch
Mittwoch, 24. März 2027 | 9.00 – 15.00 Uhr | mit Kaffeepausen und Mittagessen
Anreise
Wenn Sie bereits am Vorabend anreisen möchten, dann teilen Sie uns das bitte bei der Anmeldung im Feld »Anmerkungen« mit. Die zusätzliche Übernachtung kostet 64 Euro.
Anmeldung · Barrierefreiheit
Wir setzen auf konzentriertes Arbeiten im Kleingruppenformat. Daher empfehlen wir eine Anmeldung bis zum 21. März 2027. Auch nach dem Anmeldeschluss können möglicherweise noch Plätze verfügbar sein – schreiben Sie uns gern an.
Bitte teilen Sie uns bei Ihrer Anmeldung etwaige Barrierefreiheits-Bedarfe im Feld »Anmerkungen« mit.
Auch bei der Zeitgestaltung des Workshops möchten wir Ihre Bedarfe bestmöglich berücksichtigen und achten daher besonders auf Pausen- und Erholungszeiten.
Warum an der Bundesakademie fortbilden?
Die Bundesakademie für Kulturelle Bildung ist ein Ort für Menschen, die im Kunst- und Kulturbetrieb nicht nur arbeiten, sondern diesen gestalten möchten. Hier treffen fachliche Tiefe, methodische Vielfalt und ein inspirierendes Lernumfeld aufeinander. Unsere Seminare werden von erfahrenen und renommierten Dozent_innen geleitet, die Theorie und Praxis auf hohem Niveau miteinander verbinden und aktuelle Themen in lebendige Lernprozesse übersetzen.
Eine Fortbildung an der Bundesakademie bedeutet auch, Zeit und Raum für die eigene berufliche Reflexion zu gewinnen – jenseits des alltäglichen Arbeitstrubels. In der konzentrierten, zugleich offenen Atmosphäre des Hauses entstehen neue Perspektiven, Ideen und Kooperationen. Unsere Teilnehmenden schätzen die Möglichkeit der Begegnung mit engagierten Kolleg_innen aus unterschiedlichen Sparten und Regionen, die gemeinsame Suche nach Lösungen und die Vielfalt an Erfahrungen, die jedes Seminar bereichert.
Die Akademie bietet dabei nicht nur fachliche Weiterbildung, sondern auch einen Ort des Austauschs, der Ruhe und Inspiration – ein Rahmen, in dem Lernen nachhaltig wirkt und neue Impulse für die eigene Praxis entstehen.
Ansprechpartner_innen
Julia Zalewski & Jérôme Jussef Lenzen
Co-Programmleitung Kulturmanagement & Kulturpolitik
julia.zalewski@bundesakademie.de
jerome.jussef.lenzen@bundesakademie.de
Jörn G. Steinmann · Veranstaltungskoordination
joern.steinmann@bundesakademie.de