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Kritische Kartographie

Die empowernde Kunst des Sichtbarmachens
Das Seminar vermittelt und erprobt Methoden der kritischen Kartographie und des Counter Mappings für künstlerische und vermittelnde Kontexte. Welches Potenzial bieten kartografische Formen des Sichtbarmachens/Visualisierens und das gemeinsame Erstellen von analogen Karten in der Auseinandersetzung mit komplexen Themen?

Karten sind eine Form Komplexes und Abstraktes darzustellen, zu vermitteln und sich anzueignen. Ob die mit Machtverhältnissen verbundene Aufteilung von Territorien oder das Unsichtbare einer Landschaft – sei es eine tatsächlich geographische Landschaft, eine Körperlandschaft, eine Situation oder auch eine Biographie. Sichtbarkeit und Sichtbarmachen schafft Überblick, lässt Zusammenhänge ebenso deutlich werden wie Leerstellen und offene Fragen und ermöglicht es Wissen zu teilen. Eine Möglichkeit hierfür bieten Prozesse und Ergebnisse der sogenannten kritischen Kartographie, die die Beteiligten und Rezipierenden empowern können. Denn Karten sind gleichzeitig machtvoll und können ermächtigen.

Wir sind umgeben von und verstrickt in komplexe Themen und Zusammenhängen, die uns – global und individuell – herausfordern. Klimawandel, Veränderungen gesellschaftspolitischer Konstellationen, aber auch biografische Zusammenhänge und zunehmende Veränderungen durch künstliche Intelligenz sind Beispiele hierfür. Informationen müssen geprüft werden, um daraus Konsequenzen für das eigene Handeln abzuleiten. Wie können solche Komplexitäten durch kollektive Kartierungs- und Mappingmethoden für uns erschließbarer werden?

Der Workshop vermittelt Methoden, wie wir komplexen Themen mit künstlerischen Mitteln begegnen können. Wie können in partizipativen/gemeinsamen Prozessen Informationen und Wissen zusammengetragen und in einem weiteren Schritt visualisiert werden? Informationen können in diesem Fall sowohl digitale und analoge textuelle, visuelle, auditive, nummerische, multimediale sowie mündliche sein. Neben Informationen geht es um Wissen, explizites wie implizites, d.h. Wissen, das unbewusst oder intuitiv vorhanden ist und oft schwer formalisiert werden kann.
Die an der Schnittstelle von Kunst und Aktivismus verortete Kritische Kartographie bietet hierfür konkrete Methoden und Ansätze, mit denen auch verkörpertes, prozedurales, deklaratives, tazites (kulturelle Normen, unbewusste Vorurteile, automatisierte Verhaltensmuster) und konditionales Wissen in kollektiven Kartografie- und Mappingprozessen Eingang finden können. An der Schnittstelle von Kunst und Wissenschaft verortet, erproben wir Kartographien als Sprache und hinsichtlich ihrer ästhetischen und politisch-sozialen Nützlichkeit sowie mit Blick auf ihr Erkenntnispotential für Kartenlesende wie Kartenerstellende. Wird Komplexität durch kollektive Kartierungs- und Mappingmethoden evtl. für uns erschließbarer?

Das Seminar richtet sich an Interessierte sowie an Kolleg_innen, die sich bereits mit dem Thema Kritischer Kartographie beschäftigen und neue Impulse für ihre künstlerische und vermittelnde Praxis suchen. Teilnehmende aus früheren Kursen finden neue Anregungen.

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