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Zeit
Das Thema Zeit ist omnipräsent. In gesellschaftlichen Kontexten, wie in der Thematisierung von rasanten technologischen Entwicklungen vs. Entschleunigung oder in Kulturtheorien wie der von Paul Virilio geprägten Metapher des Rasenden Stillstands. Auch in der Kunst ist das Thema nicht neu, sondern als Thema und Parameter selbst von Beginn an Teil und doch aktuell von besonderer Präsenz.
Von der flüchtigen Vergänglichkeit des Augenblicks bis zu den festen Konturen der
Vergangenheit, werden wir uns mit der Frage auseinandersetzen, wie Künstler_innen
vergangener Epochen und zeitgenössische Positionen das Konzept der Zeit interpretieren.
Zeitgenössische Kunst macht Zeit selbst zum Medium – durch Performance, Video oder
interaktive Installationen.
Wir beschäftigen uns mit dem Verhältnis verschiedener künstlerischer Medien mit dem
Thema – etwa dem Bezug zwischen Zeit und Fotografie, die mit dem Festhalten eines
Momentes verbunden wird sowie der Dehnung und extremen Verlangsamung als ästhetisches Mittel in Videoarbeiten. Oder mit Prozessen wie Veränderung, Entstehen, Werden, Fließen, Vergehen oder Stillstand, die eng mit Zeit verbunden sind.
Zeit ist somit viel mehr als ein abstrakter Begriff – sie bildet ein inspirierendes Material und Thema für künstlerisches Schaffen. Wie nehmen wir Zeit wahr und welche künstlerischen Darstellungen gibt es? Wie verändern sich Kunstwerke, wenn Zeit nicht nur Thema, sondern auch Werkzeug wird? Ausgehend von kunsthistorischen und zeitgenössischen Werken, die sich etwa mit Vergänglichkeit, Erinnerung und dem Einfluss der Zeit auf unsere Wahrnehmung auseinandersetzen, entwickeln wir eigene Ansätze und Techniken. Dadurch eröffnen sich neue Gestaltungsmöglichkeiten für die individuelle künstlerische Praxis.
Vorkenntnisse sind neben 7 Tagen Zeit und Offenheit für neue Impulse keine Voraussetzung.
