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Demokratisch kuratieren
Museen bewahren und präsentieren nicht nur Kunst, Kultur und Geschichte, sie vermitteln auch demokratische Werte wie Freiheit, Gleichheit und Respekt. Als vertrauenswürdige Institutionen in einer pluralistischen Gesellschaft können sie Vielfalt abbilden, kritische Reflexion anregen und kulturelle Teilhabe für alle ermöglichen. Transparenz, Partizipation und Meinungsfreiheit sind dabei Schlüsselprinzipien, die Museen in ihrer Arbeit im Inneren wie nach außen verankern können. Inklusive Ausstellungen, die marginalisierte Perspektiven einbeziehen, fördern den gesellschaftlichen Dialog und stärken das kritische Denken – etwa zu Themen wie Migration, Kolonialismus oder sozialer Ungleichheit.
Die Ausstellung ist das zentrale Medium, in dem Museen mit der Öffentlichkeit in Dialog treten. Eine demokratische Ausstellungspraxis erfordert die bewusste Reflexion und Transparenz von Machtverhältnissen im kuratorischen Prozess. Sie bedeutet, etablierte Narrative zu hinterfragen, Vielstimmigkeit zuzulassen und Besuchende als aktive Teilnehmende ernst zu nehmen. So werden Ausstellungen zu Orten, an denen demokratische Aushandlungsprozesse erlebbar und gesellschaftliche Teilhabe gelebt wird. Der Workshop schärft die eigene Haltung zu demokratischen Werten im Museumskontext und vermittelt konkrete Methoden und Tools, die unmittelbar in die eigene Ausstellungsarbeit einfließen können.
In Impulsen, Gruppenarbeit und kollegialem Austausch setzen wir gemeinsam thematische Schwerpunkte, orientiert an den Erfahrungen und Fragestellungen der Teilnehmenden.
Ablauf und Inhalte
Tag 1: Begriffsklärung und gemeinsames Verständnis
Was verbinden wir mit Demokratie? Welche konkreten Werte und Prinzipien leiten uns? Wir reflektieren die Rahmenbedingungen der museumsspezifischen Arbeit und fragen gemeinsam nach den Chancen, Grenzen und Herausforderungen einer demokratischen Ausstellungspraxis.
Tag 2: Methoden und Formate für die Praxis
Welche Tools und Ansätze helfen, demokratische Prinzipien in der kuratorischen Arbeit zu verankern? Wie lassen sich partizipative und transparente Prozesse in Ausstellungen umsetzen? Wir erarbeiten konkrete Beispiele und erste Schritte für die eigene Institution.
Zielgruppe
Der Workshop richtet sich an Kurator_innen, Vermittler_innen, Volontär_innen und Führungskräfte im Museum sowie alle anderen, die inhaltlich an der Entwicklung von Ausstellungen beteiligt sind.
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