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Spannende Einblicke in ein ungewöhnliches Konzertprojekt!

Am 15. Februar 2026 lädt das Trio Signum gemeinsam mit der Musikwissenschaftlerin Kadja Grönke zu einem einzigartigen Abend ein: »Durch Verrat hindurch – Musik als imaginativer Erkenntnisraum«.
In einem Kurzinterview sprechen wir mit Kadja Grönke darüber, welche Rolle Musik bei schwierigen Themen übernehmen kann. Lassen Sie sich inspirieren und neugierig machen auf einen Konzertabend, der weit über Klänge hinausgeht.

Was erwartet das Publikum an diesem Abend?
Sehr intensive, klangsensible und reich differenzierte Musik, die Vertrautes mit Unvertrautem (aber keineswegs Unangenehmem) verschmilzt. Fantastische Interpreten, die sich mit aller Leidenschaft für die Werke der rumänischen Komponistin Violeta Dinescu und ihr am Herzen liegender Kolleg_innen einsetzen. Ungewöhnliche Instrumente, die nicht nur dem bedrückenden, sondern auch dem hoffnungsvollen Aspekt des Konzertthemas überraschende Beleuchtungen verleihen.

Inwiefern spielt das Motiv des Verrats in der Musik eine Rolle – und wie können Klänge und Kompositionen dieses starke Thema emotional erfahrbar machen?
Durch die dramaturgische Abfolge der einzelnen Kompositionen geht es an diesem Abend weniger um den Verrat an sich als um den Weg »durch Verrat hindurch«, also um die Möglichkeit, sich kreativ mit Verletzungen auseinanderzusetzen und sie letztlich zu bewältigen. Die wortlose Sprache der Musik kann helfen, diesen emotionalen Prozess mitzugestalten, damit wir am Ende grundsätzlich stärker und resilienter aus Konflikten hervorgehen.

Auf welchen Moment im Konzert freuen Sie sich am meisten?
Auf die ersten Töne aus der Stille heraus. Hier entscheidet sich, ob es uns gelingt, das Publikum zu fesseln. Je unvoreingenommener es sich auf das zu Hörende einlässt, desto mehr Chancen hat die Musik, innere Türen zu öffnen und neue Erlebniswege zu bahnen.

apl. Prof. Dr. phil. habil. Kadja Grönke wurde 1993 in Kiel mit einer partituranalytischen Arbeit zu Dmitri Schostakowitschs Streichquartetten promoviert und habilitierte sich 2000/01 mit einer interdisziplinären Schrift zu Tschaikowskys Puschkin-Opern an der Universität Oldenburg, wo sie seit Jahren als außerplanmäßige Professorin lehrt. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen in der Musik des 19. bis 21. Jh. und in der Musik- und Musikwissenschafts-Vermittlung. Sie ist Gründungs- und Vorstandsmitglied der Tschaikowsky-Gesellschaft e. V. und Initiatorin der »Dialogkonzerte an der Universität Oldenburg«.

 

 

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