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  • Foto: Ilja Mess

K²-Beratung

Chancengerechte Bildung setzt starke Netzwerke voraus

Das Projekt »K²-Beratung« ist ein Programm zur Unterstützung von Kommunen beim Aufbau und der Absicherung von kulturellen Bildungsnetzwerken. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und wird von der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag durchgeführt.

Das Programm baut auf dem Pilotprojekt »K² - Kulturnetzwerke in Kommunen und Regionen« auf, das von 2018-2022 von der Bundesakademie Wolfenbüttel durchgeführt und ebenfalls durch das BMBF gefördert wurde. Die Erfahrungen im Pilotprojekt zeigten, dass das Interesse und der Unterstützungsbedarf von Kommunen im langfristigen und nachhaltigen Aufbau von kulturellen Bildungsnetzwerken sehr groß sind. Die Weiterentwicklung von »K²« setzt deshalb auf ein Train-the-Trainer-Modell, um dem hohen Bedarf an externer Beratung/Prozessbegleitung gerecht zu werden.

Die Kommune ist als Gestalterin vor Ort der Ausgangspunkt für gelingende (kulturelle) Bildungsprozesse. Kulturelle Bildung berührt als Querschnittsfeld nicht nur den Kulturbereich, sondern ebenfalls die Bereiche Jugend und Schule bzw. Bildung sowie die Bereiche Soziales und Integration. Während die kulturelle Bildungspraxis immer verzahnter agiert und sich vermehrt eine Entgrenzung zwischen diesen Bereichen abzeichnet, werden diese auf der kommunalen Verwaltungsebene häufig noch sehr getrennt voneinander gesteuert. Zunehmend gibt es daher Forderungen nach einer »Entsäulung« innerhalb der Verwaltungen, die die kooperativ ausgerichtete Praxisrealität vor Ort abbildet und unterstützt (vgl. Deutscher Städtetag 2019). Diese »Entsäulung« in der praktischen Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltungen sowie mit den kulturellen Bildungsakteur_innen aus der Praxis, KiTa, Schule, Kinder- und Jugendarbeit etc. nachhaltig voranzutreiben, ist mit Blick auf personelle Ressourcen, differierender Definitionen von Kultureller Bildung und ihren Aufgaben, sowie Selbstverständnissen und möglicher Rollenkonflikte (angesichts von existierenden Abhängigkeitsverhältnissen) ohne externe Prozessbegleitung kaum denkbar.

Vor diesem Hintergrund werden an der Bundesakademie Wolfenbüttel im ersten Halbjahr 2024 insgesamt 12 Berater_innen in fünf aufeinander aufbauenden Modulen qualifiziert, um Kommunen bei solchen Netzwerkprozessen professionell zu begleiten. Im Anschluss an die Qualifizierung werden die Berater_innen jeweils drei Kommunen mit je drei Beratungsterminen eine qualifizierte Starthilfe für den Aufbau und die Absicherung eines umfassenden kulturellen Bildungsnetzwerkes vor Ort bieten. So werden die ausgebildeten Berater_innen bis zum Ende der Projektlaufzeit bei bis zu 36 kleineren bis mittleren Kommunen einen qualifizierten und nachhaltigen Startprozess initiieren.

Ziel ist es, ein wachsendes Berater_innennetzwerk aufzubauen, welches über das Projektende hinaus weiterhin von Kommunen genutzt werden kann und zugleich einen Austausch unter den Berater_innen im Sinne eines dauerhaften Wissenstransfers fördert.

Details zu den Bewerbungsmodalitäten für interessierte Kommunen sowie interessierte Teilnehmende an der Qualifizierungsreihe folgen im Frühsommer 2023.
Wenn Sie über Neuigkeiten aus dem Programm »K²-Beratung« direkt informiert werden möchten, dann melden Sie sich gerne bei der Projektreferentin Marit Tote.

Verwendete Literatur
Deutscher Städtetag (2019): Bildung und Kultur in der Stadt. Positionspapier des Deutschen Städtetages zur kulturellen Bildung. www.staedtetag.de/positionen/positionspapiere/bildung-kultur-stadt-2019

 

Projektlaufzeit
Januar 2023 - Dezember 2025

Kontakt

Marit Tote
Projektreferentin
Tel: 0176 - 56914857
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