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Licht - mehr als Beleuchtung

Klausurwoche visueller Ausdruck
Geht es bei Licht nur um hell und dunkel, nur darum ob etwas beleuchtet oder verdunkelt ist? Wieviel Schatten benötigt ein Licht? Kann die Farbe Gelb, heller als Weiß leuchten und Nachtblau dunkler als Schwarz wahrgenommen werden? Welchen Unterschied erzeugt der Einsatz von Kerze, Glühlampe, Leuchtstoffröhre oder auch LED-Leuchtmittel für die Wahrnehmung – auch der eigenen Arbeit?

Die Klausurwoche lädt zur Auseinandersetzung mit dem »Konzept Licht« und dessen Darstellungsformen und Wirkungsweisen in der bildenden Kunst und dem eigenen Werk ein.

Licht ist zentrale Voraussetzung, um sehen zu können. In der Geschichte künstlerischen Schaffens wurde dem Licht zudem eine weitaus größere Rolle zu teil, als der Absicht bildnerischem und ästhetischem Ausdruck zu dienen. Von jeher war Licht auch immer Träger religiöser oder philosophischer Fragen und damit greifbarer Ausdruck überzeitlicher Ordnung.

Ausgehend von konkreten eigenen Arbeiten, suchen wir nach Möglichkeiten Beleuchtung oder Licht gezielt oder absolut einzusetzen. Während im Vordergrund des Arbeitsprozesses das Entdecken und Experimentieren steht, werden in Einzel- und Kleingruppengesprächen künstlerische Ansätze und Arbeitsproben besprochen und im Plenum zur Diskussion gestellt. Kurze, thematisch gefasste Übungseinheiten eröffnen jeden Arbeitstag einleitend. Wir beschäftigen uns mit Künstlerinnen und Künstlern von Konrat Witz über Artemisia Gentileschi, William Turner, Kara Walker bis Olafur Eliasson als Beispiele aus der Kunstgeschichte, um jenes Schlüsselelement der Wahrnehmung zu beleuchten. Über die Bildende Kunst hinaus, werden zudem Beispiele aus Literatur und Musik die Betrachtungen anreichern und den Blick für das Thema erweitern.

Wir fokussieren uns in der Betrachtung und persönlichen Auseinandersetzung auf die vor Ort entstandenen Arbeiten.
Ob Malerei, Zeichnung, Plastik, Installation oder Performance – gern können Sie Materialien und Werkzeuge, mit denen Sie bevorzugt arbeiten, mitbringen.

© Lars Eckert, Dämmerung (Schellacktusche auf Nessel)