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Kultureinrichtungen als Dritte Orte

Der Workshop will das Konzept des Dritten Ortes vorstellen und prüfen, ob und in welcher Weise es auf eine Kultureinrichtung und ihr Publikum angewendet werden kann.

Der Soziologe Ray Oldenburg entwickelte 1989 den Begriff des "dritten Ortes" als Ausgleich und nachbarschaftlichen Kommunikationsraum neben dem ersten Ort der Arbeit und dem zweiten Ort der Familie.
Während Oldenburg sein Augenmerk noch auf Biergärten, Kaffeehäuser oder Pubs richtete, bemühen sich heute vor allem öffentliche Einrichtungen, die Möglichkeiten eines Dritten Ortes für ihre Besucher_innen und sich zu nutzen. Diese Bemühungen fügen sich in die bereits geführten Diskussionen um Inklusion und Partizipation ein und berühren in ähnlicher Weise die Frage nach der aktuellen gesellschaftlichen Aufgabe von Museen und anderen Kultureinrichtungen.
Der Workshop will das Konzept des Dritten Ortes vorstellen und prüfen, ob und in welcher Weise es auf eine Kultureinrichtung und ihr Publikum angewendet werden kann. Dabei sollen die Vorzüge dieser Idee, aber auch ihre Schwächen betrachtet werden. Sie sind eingeladen zu erkunden, welche Elemente eines Dritten Ortes vielleicht schon in Ihrer Einrichtung vorhanden sind, welche noch zu gestalten wären und welche praktischen Auswirkungen dies hätte.
Ein wesentlicher Aspekt ist die Frage: Haben die Nutzer_innen dieses Dritten Ortes einen tatsächlichen Einfluss auf dessen Gestaltung und die Regeln der Nutzung?

Referent_innen:

Eeva Rantamo ist Kulturwissenschaftlerin und arbeitet seit vielen Jahren als Dozentin, Projektleiterin und Beraterin für kulturelle Vermittlung, interkulturelle Kompetenz, Einfache Sprache sowie Inklusion und Barrierefreiheit in Kultureinrichtungen, Bildung und Tourismus. Als Gründerin des Büros „Kulturprojekte – Inklusive Kulturarbeit“ in Köln leitet sie internationale und lokale Entwicklungsprojekte zur barrierefreien und gleichberechtigten Kommunikation im Kulturbereich. Als Finnin kennt sie die vielfältigen aktuellen Bemühungen der finnischen Kultureinrichtungen, Museen oder Bibliotheken zu „dritten Orten“ zu machen. www.inklusive-kulturarbeit.de

Deniz Elbir ist Referent für Interkultur bei der Stadt Neuss. Er arbeitete im Grimme-Institut in Marl und in der digitalen Kommunikation bei der Stiftung Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Der gebürtige Neusser ist Projektautor und -Leiter des Kulturprojekts „Neue Deutsche Stadtgesellschaft“ und Mitglied im Netzwerk „Kulturelle Bildung und Integration“. Bundesweit begleitet und berät er Kulturinstitutionen und Migrantenorganisationen zu Fragen von Change-Prozessen, diversitätssensibler Öffnung sowie Teilhabemöglichkeiten marginalisierter Communities.
Die Fortbildung richtet sich an Mitarbeiter_innen von Kultureinrichtungen.

Workshopzeiten: Tag 1: 13.00-18.00 Uhr und Tag 2: 09.30-15.30 Uhr.

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