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360° Akademie: neue unentd_ckte narrative

Kreative Diskursagent*innen vs. extreme Rechte oder Wie Stefan Heym wieder auferstand und den Chemnitzer*innen die Leviten las!
Wie können radikalisierte und menschenfeindliche Einstellungen mit dem Ansatz der kreativen Diskurstransformation in Städten transformiert werden?

Das Programm neue unentd_ckte narrative zeigt, wie mit Narrativen, Fiktionen mit den Mitteln von kulturellen Netzwerkprojekten Wege gefunden werden, um radikalisierende Diskurse in der Stadt Chemnitz zu bearbeiten. Der Workshop vermittelt Didaktik, Methoden und Better Practice Ansätze an konkreten Beispielen und lässt Sie aktiv selbst ausprobieren, diesen Ansatz zu übertragen.

In diesem Workshop geben die Referent*innen Erfahrungen aus Chemnitz weiter, um folgende Fragen beantworten zu können:
Wie transformieren wir städtische Diskurse, in denen zunehmend menschenfeindliche Einstellungen zu finden sind? Wie helfen dabei Netzwerkprojekte, wozu braucht es neue und oder unentdeckte Narrative, und welche Rolle spielen institutionalisierte Kulturakteure?

Am Beispiel von Chemnitz, wo das NSU-Unterstützernetzwerk bis heute aktiv ist und es 2018 massive rassistische Mobilisierungen gab, wollen wir aufzeigen, warum es z.B. eine Stefan-Heym-Puppe brauchte, um der Stadtgesellschaft einen moralischen Kompass aufzuzeigen. Und warum spricht im Westen eigentlich niemand über Vertragsarbeiter*innen?
Wer weiß, warum vietnamesische Vertragsarbeiter*innen erst ab 1990 Kinder bekamen?
Wir zeigen auf, wie wir Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Verwaltung und Kultur miteinander verbunden und damit städtische Diskurse transformiert haben.

Im zweiten Teil werden wir die Frage beantworten, wie wir eigentlich in andere Blasen kommen.

Der partizipative Workshop wird mit Ihnen arbeiten und fragen: Welche Phänomene liegen in Ihren Orten, Städten, Regionen vor? Welche Ursachen lassen sich für die zugrundeliegenden Narrative finden, und welche Brüche und Leerstellen sind auf den Ebenen Stadt, Raum und Gesellschaft besonders interessant?

Das Programm neue unentd_ckte narrative bastelt seit 2017 Erzählräume in Chemnitz, in denen Bürger*innen die Debatte unterteilen, einordnen, entwirren, bereichern und neu zusammenfügen können. Wir haben über zehn Kulturproduktionen und vier Festivals durchgeführt, Preise gewonnen und weitere kreative Prozesse angestoßen – entlang unterschiedlicher Narrative und mit künstlerischen Praktiken –, die die Themen unserer Zeit neu verhandeln.

Gemeinsam mit den Teilnehmenden wollen wir Ansätze für Ihre Kontexte entwickeln.

Zielgruppen: Change Maker, Agent*innen, Kommunikationsabteilung, Verwaltung, Vermittlung.

Interne Veranstaltung für das 360°-Programm der Kulturstiftung des Bundes. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung im Feld »zusätzliche Informationen« an, bei welcher von der KSB geförderten Institution Sie tätig sind und in welcher Funktion. Organisatorische Fragen beantwortet Ihnen joern.steinmann[at]bundesakademie.de.

In Kooperation mit der Kulturstiftung des Bundes: 360° Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft.

Verantwortlich für das Programm sind:

für die Kulturstiftung des Bundes
Anna Zosik
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
360° – Fonds für Kulturen der neuen Stadtgesellschaft

für die Bundesakademie Wolfenbüttel
Andrea Ehlert
Programmleiterin Kulturmanagement, -politik, -wissenschaft

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