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Trust your Female Pimp

Heterasexualität, Safe Spaces und Performances der Intimität.

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Im Frühjahr 2020 öffnete Queens. Der Heteraclub in Hamburg St. Pauli die Türen: Ein Performance-Projekt und ein Club für heterasexuelle Frauen, in dem sich alles um sie drehte, um ihr Begehren und ihre Lust.

Unter der Leitung von Sibylle Peters entwickelten sieben Performer mit Sexpert_innen aus London und Hamburg eine neue intime Praxis zwischen Kunst und Sexwork, Begegnung und Care. Die Besucherinnen wählten zwischen verschiedenen One-on-One-Performances, in denen sie – immer selbstbestimmt - Berührung und Nähe erleben konnten. Im Salon des Clubs regierten die Female Pimps und schufen einen Safe Space, in dem Frauen ihr Begehren teilen, feiern und mitteilen konnten.

Die taz schrieb: »Es ist eine ganz neue Art der Selbstverantwortung. Eine, von der viele glauben, es gäbe sie bereits für alle, aber hier merkt man, dass das nicht stimmt. Es ist ein Gefühl, das es erschwert, den Club später wieder zu verlassen… überall schwingt noch eine Weile die Trauer mit, zurückgekehrt zu sein aus einer Welt ohne Patriarchat.«

Im Juni 2022 wird Queens. Der Heteraclub noch einmal im Rahmen des Impulse-Festivals zu erleben sein. Aber was dann? Dieser Workshop lädt in erster Linie heterasexuelle Künstler_innen* und Kulturschaffende ein, sich näher mit dem Projekt Heteraclub und mit der Rolle der Female Pimp zu beschäftigen: Was ist Heterasexualität und wie können wir einen Safe Space schaffen, in dem die Regeln der heteronormativen Matrix ausgesetzt sind? Wie können wir die Kunst der Berührung verantwortlich einsetzen, was ist soziale Intimität und wie entwickelt frau mit einer Gruppe von männlichen Performern intime One-on-One-Performances, auf die frau sich verlassen kann?

Eins zeigt das Feedback der Besucher_innen ganz deutlich: So etwas wie den Heteraclub sollte es öfter geben. Ob das möglich ist, wollen wir in diesem Workshop gemeinsam herausfinden.

*Heterasexuell ist jede, die sich entsprechend identifiziert. Dies schließt, je nach eigener Identität, non-binäre Menschen und Transfrauen mit ein.
Männer (heterosexuell oder nicht), die sich für die Rolle des Hetera-Performers unter der Leitung einer Female Pimp interessieren, sind ebenfalls eingeladen an diesem Workshop teilzunehmen.

Die Teilnahme von Studierenden der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig (HBK) sowie des Fachbereiches II (Kulturwissenschaften und Ästhetische Kommunikation) der Universität Hildesheim wird durch die beiden Hochschulen gefördert.

Anerkennung für Studierende des Studienganges Darstellendes Spiel der Leibniz Universität Hannover im Rahmen ihres Studiums möglich.

Dieser Kurs ist mit 16 U.-Std. anerkannt im BuT-zertifizierten Fortbildungsprogramm „Spielleitung im Amateurtheater“ bzw. „Schauspiel im Amateurtheater“ des BDAT im Modul „Schauspiel“, Lehrinhalt Theaterformen I.
Mitglieder des BDAT erhalten eine Ermäßigung in Höhe von 10%. Bitte tragen Sie im Anmeldeformular im Feld „Institution“ den Namen der Mitgliedsbühne und des Mitgliedsverbands im BDAT ein. Der Rabatt wird Ihnen dann bei Rechnungsstellung gewährt.

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