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Details

Theater der Vielen

Die Vernetzungs- und Qualifizierungsreihe für das inklusive Arbeiten in den darstellenden Künsten
Was sind Voraussetzungen für das Gelingen inklusiver Theaterarbeit? Welcher Rahmen muss für welches Projekt geschaffen werden? Wer spricht für wen? Welche Netzwerke gibt es? Wie lässt sich mit Inklusion das Theater neu denken?

Ausschreibung in Leichter Sprache unter »Materialien« auf der rechten Seite

Theater der Vielen ist eine Vernetzungs- und Qualifizierungsreihe in vier Modulen für Künstler_innen, Lehrer_innen und Projektleiter_innen mit und ohne Behinderungen zum inklusiven Arbeiten in den Darstellenden Künsten. Sie richtet sich an theaterschaffende Menschen mit Interesse an der Initiierung, Anleitung und Durchführung inklusiver Theaterprojekte. Angesprochen sind Teilnehmer_innen, die die didaktisch-methodischen Herausforderungen, die mit einer inklusiven Teilnehmer_innenschaft einhergehen, als ästhetisch bereichernd begreifen.

In vier Modulen widmen wir uns Fragen und Aspekten der Anleitung und Unterstützung gemeinsamer, performativer Gruppenprozesse sowie dem Kennenlernen und Ausprobieren inklusiver Theaterpraxen. Wir beschäftigen uns mit Begriffen aus dem Feld der inklusiven Künste, mit der Reflexion der eigenen Rolle, entwickeln exemplarische Projektideen und Leitfäden für die erfolgreiche Umsetzung perspektivischer Vorhaben.

Auf einer Exkursion nach Hamburg lernen wir in Gesprächen, Workshops und Vorstellungsbesuchen die Ästhetiken des »Klabauter Theaters«, des Theaters »Meine Damen und Herren« sowie die Arbeit des Dachverbandes für inklusive Künste in Deutschland »EUCREA e.V.« kennen.

Auf einer eintägigen Mini-Exkursion fahren wir von Wolfenbüttel ins benachbarte inklusive Dorf Neuerkerode und besuchen das dort ansässige »Theater Endlich!«

Die Veranstaltung findet im Rahmen des »ART+ Strukturprogrammes – künstlerische Ausbildung und Qualifizierung für Kreative mit Behinderung« in Kooperation mit EUCREA e.V. statt.

Eine Fortbildung der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Kooperation mit »Klabauter Theater«, »Meine Damen und Herren«, Stiftung Das Rauhe Haus Hamburg, Stiftung Neuerkerode, EUCREA e.V. und der Hochschule für Künste im Sozialen Ottersberg

Zielgruppen
Künstler_innen, Theaterinteressierte, Lehrer_innen und Spielleiter_innen mit und ohne Behinderungen mit Interesse an inklusivem Theater, gemeinsamer Projektentwicklung und Anleitung von performativen mixed-abled-Gruppenprozessen.

Zertifikat
Die Qualifizierungsreihe schließt mit einem Zertifikat der Bundesakademie, der HKS Ottersberg, des »Klabauter Theaters«, des Theaters »Meine Damen und Herren«, der Stiftung Das Rauhe Haus, der Stiftung Neuerkerode und von EUCREA e.V. ab. Für das Erlangen des Zertifikats ist die Teilnahme an allen vier Modulen erforderlich.

Daten, Zeiten und Inhalte
Die finalen Daten der 4 Module stehen noch nicht fest und werden in den nächsten Wochen an dieser Stelle bekannt gegeben.

Voraussichtlich findet das erste Modul der Vernetzungs- und Qualifizierungsreihe vom 20.-22. September 2024 statt (so bis dahin die Gesamtfinanzierung gesichert ist). Falls die Fundraisingphase verlängert werden müsste, würde die Fortbildung an dem Wochenende vom 17.-19. Januar 2025 starten.

Gerne können Sie Ihr Interesse an einer Teilnahme vorab vormerken lassen unter
marc-oliver.krampe@bundesakademie.de
Sie bekommen dann so bald als möglich weitere Informationen.

1. Modul
Bundesakademie Wolfenbüttel

• Vorstellen/Kennenlernen der Seminar-Gruppe
• inklusive Kommunikation 1: Kennenlernen der Einfachen und der Leichten Sprache
• inklusive Kommunikation 2: Kennenlernen der Deutschen Gebärdensprache (je nach Fundraisingerfolg)
• rechtliche Voraussetzungen (Un-Behindertenrechtskonvention, Gleichbehandlungsgesetz)
• Sensibilisierung für die Arbeit mit inklusiven Gruppen
• Reflexion über die Darstellung von und mit Behinderung
• Erfahrungen der Teilnehmer_innen
• Voraussetzungen für das Gelingen inklusiver Theaterarbeit
• Haltung der Leitenden/Begleitenden
• Herausforderungen im Probenprozess
• Workshop/online-Impuls von Gastdozent_innen mit Behinderung

2. Modul
Exkursion nach Hamburg ans »Klabauter Theater«, zu »Meine Damen und Herren« und EUCREA e.V.

• Theaterarbeit im mixed-abled-Team: semiprofessioneller und professioneller Bereich
• Einblicke in den inklusiven theatralen Alltag am »Klabauter Theater« und bei »Meine Damen und Herren«
• konkrete Praxis-Impulse bzgl. Formaten, Übungen, Arbeitsweisen
• Besuch und Reflektion einer Probe und/oder einer Vorstellung des »Klabauter Theaters« und von »Meine Damen und Herren« • Austausch mit EUCREA e.V. zu inklusiven künstlerischen Strukturen und Möglichkeiten, Vorstellung des Dachverbandes EUCREA e.V.

3. Modul
Bundesakademie Wolfenbüttel, Mini-Exkursion ins inklusive Dorf Neuerkerode und zum dortigen »Theater Endlich!«

• Theaterarbeit im mixed-abled-Team: Vertiefung inklusive Praxis (Formate, Übungen, Arbeitsweisen)
• eigene Rolle und Verortung im mixed-abled-Team und in den inklusiven Künsten 1: Entwurf und Entwicklung eines fiktiven Projektes in der Gruppe
• transdisziplinäre Theaterarbeit im mixed-Abled-Team: Workshop Gastdozent_in mit Behinderung
• Exkursion ins inklusive Dorf Neuerkerode/ ans »Theater Endlich!« • • Filmbeispiele inklusiver künstlerischer Arbeit und Diskussion

4. Modul
Bundesakademie Wolfenbüttel

• »Beeinträchtigung« und »Virtuosität« auf der Bühne: Öffnung des Begriffes der Darstellenden Künste und des Begriffes von gesellschaftlicher Partizipation • Eigene Rolle und Verortung im mixed-abled-Team und in den inklusiven Künsten 2: Entwurf und Entwicklung eines eigenen zukünftigen Projektes und einer persönlichen Roadmap.
• Behinderung als Ressource für erweitertes Darstellungs- und Wahrnehmungs-Spektrum
• Ausblick und Einbeziehung des Gelernten in die jeweils eigene Arbeit der Teilnehmer_innen.
• Workshop Gastdozent_in mit Behinderung • online-Impuls von Gastdozent_innen
• Zertifikats-Vergabe

Kosten
Die Qualifizierung wird durch die VR Stiftung, die Stiftung Neuerkerode und die Stiftung Das Rauhe Haus gefördert, so dass keine (oder nur sehr geringe) Seminargebühren plus Kosten für Übernachtung und Vollverpflegung während der vier Module anfallen. Wie hoch die Gesamtkosten sein werden, hängt vom weiteren Fundraising-Erfolg ab und wird zeitnah bekannt gegeben.

Es werden darüber hinaus maximal 6 Plätze als Voll-Stipendium an Teilnehmer_innen mit Behinderung vergeben.
Bewerber_innen für ein Stipendium melden ihr Teilnahme-Interesse bitte unter
marc-oliver.krampe@bundesakademie
an.

Benötigen Sie Hilfe?
Haben Sie Fragen zu der Fortbildung?
Haben Sie Fragen zur Barrieresituation an der Bundesakademie oder während der Exkursionen?

Marc-Oliver Krampe hilft Ihnen weiter:
0157-50115066,
marc-oliver.krampe@bundesakademie.de

Gefördert von der VR Stiftung, der Stiftung Neuerkerode und der Stiftung Das Rauhe Haus Hamburg