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3 Fragen an Hauke Hückstädt

Er ist Autor und bereitet zugleich anderen Autorinnen und Autoren eine Bühne. Als Leiter des Literaturhauses Frankfurt sorgt Hauke Hückstädt für ein vielfältiges gegenwärtiges Programm und setzt sich dafür ein, dass Literatur in einfacher Sprache ein künstlerisch hochwertiges Forum bekommt. Vor allem für dieses Engagement erhielt er ein Bundesverdienstkreuz am Bande. Als junger Mann lernte Hückstädt Tischler und erwarb Fertigkeiten, die ihm bis heute im Literaturbetrieb helfen: »Wer ein Handwerk gelernt hat,« sagt er, »hat einen anderen Blick auf den Umgang mit Menschen, mit Material, mit Räumen.«  Nach Wolfenbüttel kam Hauke Hückstädt 2006 als Lyrik-Stipendiat – und schon knapp zwanzig Jahre später lehrte er erstmals als Dozent an der Bundesakademie und brachte Schriftstellerinnen und Schriftstellern bei, wie sie beim Auftritt größere Nähe zu ihrem Publikum herstellen können. Am Rande der »Werkstatt für literarische Bühnenpraxis« stellte ihm Olaf Kutzmutz drei Fragen.

Wieviel Raum hat Hauke der Lyriker noch für seine Arbeit?

Freundliche Autorenkollegen wie Lutz Seiler oder Jan Wagner sagen: Lyriker bleibt man immer. Für den produzierenden Lyriker Hauke Hückstädt gilt jedoch: Betrieb eingestellt.

 Magst Du lieber analoge oder digitale Auftritte?

Ich hierarchisiere die beiden Formen nicht, favorisiere aber das Analoge. Weil es alles hat: weil es dreidimensional ist, weil es Gerüche gibt, weil es Atmosphäre schafft. Bildkacheln können nur eines besser: müde machen.

 Wie blickst Du auf die literarischen Leistungen Künstlicher Intelligenz?

Mit KI habe ich mich noch nicht beschäftigt – und sie interessiert mich nicht. Es gibt ohnehin schon zu viele Texte, warum jetzt noch welche der Künstlichen Intelligenz?

 

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