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  • Foto:© Luise Schröder, Die historische Front, 2013.

Remember

Im Oktober findet bei uns das Seminar »Remember. Eine künstlerische Auseinandersetzung mit Denkmälern und Erinnerungsorten« statt. Die Referentin und Künstlerin Luise Schröder erzählt auf unserem Blog, was sie daran besonders fasziniert.

Um was wird es im Seminar »Remember« gehen?
Zu Beginn werden wir uns mit zeitgenössischer Kunst und Erinnerung bzw. Gedenken beschäftigen, dabei wird es um Kunst im öffentlichen Raum gehen und um Denkmäler aber ich werde auch meine eigenen Arbeiten vorstellen. Da mir das praktische Arbeiten sehr wichtig ist, geht es anschließend darum, sich in Wolfenbüttel umzuschauen und gemeinsam die Gedenkstätte für die Opfer nationalsozialistischer Justiz zu besuchen, die als einzige in Deutschland in einer laufenden JVA verortet ist. Wir werden versuchen, mit Hilfe der Fotografie Bilder zu finden, um Geschichte heute sichtbar zu machen.
Wie sind Sie in Ihrer künstlerischen Arbeit dazu gekommen, sich mit diesem Thema zu beschäftigen?
Ich habe mich schon als junger Mensch mit Geschichte und Geschichten beschäftigt und fand auch Fotografien, die geschichtliche Ereignisse abbilden immer sehr spannend. Vor allem die Entstehungsbedingungen von Bildern und Fotografien zu hinterfragen ist mir später immer wichtiger geworden. Ich sehe mich außerdem auch als eine politische Künstlerin, die sich im Spannungsfeld von Kunst, Bildung und Politik bewegt, sowohl hinsichtlich meiner Interessen als auch meiner formalen Umsetzung.
Was fasziniert Sie daran besonders?
Oft sehe ich ein Bild oder ein Foto oder ich lese einen Satz in der Zeitung oder in einem Roman, der zum Ausgangspunkt meiner Auseinandersetzung und meines Interesses wird. Dann beginne ich zu recherchieren und mich auf die Spur zu begeben und versuche die Bezüge zur Gegenwart herzustellen. Am Schluss muss das dann alles in eine visuelle Form übersetzt werden, die als Ausstellung, Film oder Künstlerbuch funktioniert.

 

 

 

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